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Eine neue Hoffnung  

Williams bringt der Formel 1 die Freude zurück

07.07.2015, 06:25 Uhr | t-online.de

Williams bringt der Formel 1 die Freude zurück. Felipe Massa (li.) überrascht Hamilton in Silverstone. (Quelle: dpa)

Felipe Massa (li.) überrascht Hamilton in Silverstone. (Quelle: dpa)

Beim Großen Preis von Großbritannien erlebten die Zuschauer ein Rennen, das an längst vergangene Zeiten erinnerte. Für knapp die Hälfte des Rennens war der Ausgang offen. Das brachte den Zuschauern das bereits vergessen geglaubte Gefühl der Spannung zurück.

Eine solche Aufregung gab es in dieser Saison erst einmal, als Sebastian Vettel die Silbernen in Malaysia aus eigener Kraft besiegt und das scheinbar Unmögliche geschafft hatte. Danach rissen die Sternfahrer das Ruder wieder herum und fuhren die Konkurrenz in Grund und Boden. Der WM-Kampf in der Formel 1 war langweiliger denn je. Bis zum Rennen in Silverstone, als das Williams-Team den Fans die Freude an der Formel 1 zurückgab.

Vettels Sieg schadete der Formel 1

Im Nachhinein war der Sieg Vettels in Malaysia nicht gut für die Formel 1. Weder die Experten noch das Team selbst hatten damit gerechnet. Mercedes war schwer getroffen und brannte auf Rache. In der Folge dominierten die Stuttgarter mehr denn je.

So plätscherte die Saison dahin. Auch in England war keine große Aufregung erwartet worden. Hamilton und Rosberg waren im Qualifying hoch überlegen gewesen und starteten standesgemäß von den Plätzen eins und zwei. Jeder rechnete mit einem Start-Zielsieg der Silberpfeile im Paarlauf.

"Keine Chance" vorbeizukommen

Als die Ampeln erloschen, rasten die Williams jedoch wie selbstverständlich an den Silberpfeilen vorbei. "Es ist das erste Mal, dass wir überhaupt in der ersten Kurve eine Position verloren haben", zollte Nico Rosberg Respekt.

Danach hielten Massa und Bottas Mercedes in Schach. Es gab kein Vorbeikommen. "Keine Chance", erklärte Rosberg. Grund ist die extreme Höchstgeschwindigkeit der Williams-Boliden. Auf der Geraden ziehen sie allen anderen davon. Die Gegner kommen nie in eine gute Position, um sie zu attackieren - auch ein Silberpfeil nicht.

Die drei Fehler von Williams

Williams hatte in der Heimat Lewis Hamiltons die Chance, dass Rennen zu gewinnen. Nur durch eigene Fehler brachte sich das Team um den Triumph:

1. Bottas und Massa bekämpften sich gegenseitig und ließen dadurch Zeit liegen. Als Massa die Führung übernommen hatte, schloss der Finne schnell auf und wollte seinen Teamkollegen überholen. Vom Kommandostand kam aber die Anweisung, jegliche Angriffe zu unterlassen. Doch das fiel Valtteri Bottas schwer. "Ich muss ihn überholen", funkte er zurück und setzte auch Attacken, die Zeit kosteten. Bottas war überzeugt, dass er bei freier Fahrt eine Lücke hätte reißen können. 

2. Der erste Stopp von Massa dauerte viel zu lang, wodurch Hamilton die Führung geschenkt bekam. 

3. Williams verpasste den richtigen Zeitpunkt, um Intermediate-Reifen aufzuziehen, und verlor so durch einen taktischen Fehler das Podium. 

Räikkönen als Versuchskaninchen

Das Rennen war spannend, aber das Ergebnis für den neutralen Zuschauer enttäuschend. Denn am Ende lachten wieder die "üblichen Verdächtigen" vom Podium. "Wir haben es vermasselt", sagte Massa. Ferrari hatte es besser gemacht, allerdings opferte die Scuderia dafür das Rennen von Räikkönen, um das beste Zeitfenster für Vettels Stopp herauszufinden.

Der Finne wechselte viel zu früh, verlor mächtig an Boden und musste sich schließlich mit Platz acht begnügen. Vettel wusste, dass er nur durch die taktische Finesse auf das Treppchen klettern durfte. Es sprach von einem "Ergebnis, das wir nicht verdient hatten."

Rosberg: "Dachte, wir hätten keine Gegner"

Denn Ferrari konnte nicht mithalten. Den Status der zweiten Kraft  haben Vettel und Co. verloren. "Wir waren schneller als Ferrari – zum ersten Mal in dieser Saison", sagte Williams-Chefingenieur Rob Smedley. Mercedes-Motorsportboss Toto Wolff wusste schon nach dem Qualifying: "Ferrari hat einen Schritt zurück gemacht."

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Aber auch Mercedes musste für den Erfolg kämpfen. "Als die Jungs mich beim Start überholt haben, dachte ich nur: 'Jawohl, jetzt fängt ein richtiges Rennen an'", sagte Hamilton. Mit ernsthafter Gegenwehr hatte Mercedes nicht gerechnet. "Ich dachte, wir hätten keine Gegner und steckten plötzlich hinter zwei Williams fest", sagte Rosberg.

Hoffnung für die Zukunft

Williams hatte die Situation im Griff. Erst als das Wetter wechselte, wurde die Überlegenheit des Silberpfeils deutlich. Der Mercedes kam auf dem glitschigen Asphalt bestens zurecht, während die Williams auf der Piste hin und her rutschten. "Ich war froh, als der Regen kam," erklärte deshalb auch Rosberg auf der Pressekonferenz der besten Drei und Hamilton erklärte: "Es war eines der schwierigsten Rennen, das ich jemals gefahren bin."

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Das Rennen in Silverstone macht Hoffnung für den Rest der Saison. Ferrari hat gesehen, dass man sich strecken muss, um nicht überholt zu werden. Und Williams hat viel Selbstvertrauen getankt. Denn das Team weiß nun: Wenn es einmal führt, gibt es niemanden, der sie überholen kann - auch kein Silberpfeil. 

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