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Fecht-WM 2015: Säbelfechter Hartung holt Bronze

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Säbel-Ass sorgt für Furore  

Hartung holt erste deutsche WM-Medaille

14.07.2015, 19:28 Uhr | dpa

Fecht-WM 2015: Säbelfechter Hartung holt Bronze. Max Hartung erkämpft sich eine Medaille.

Max Hartung erkämpft sich eine Medaille. Foto: Dominic Steinmann. (Quelle: dpa)

Säbel-Ass Max Hartung hat den Gold-Coup verpasst. Dennoch ist Bronze bei den Fecht-Weltmeisterschaften in Moskau der bislang größte Einzelerfolg des Team-Weltmeisters. Das Aus kam erst im Halbfinale mit dem 6:15 gegen den späteren Titelträger Alexej Jakimenko aus Russland.

"Es war unser Ziel, eine Säbelmedaille zu gewinnen. Max hat das souverän und super gemacht", kommentierte Sportdirektor Sven Ressel den Auftritt seines aktuell Besten.

Zwei Olympiasieger aus dem Weg geräumt

Hartung war als Neunter des Welt-Rankings direkt für die Top 64 qualifiziert und stürmte über die Planchen der Olympia-Halle. Ägyptens Ziad El Sissy (15:8) und der Kanadier Joseph Polossifakis (15:11) waren chancenlos. Dann stellte sich dem 25-jährigen Hartung der erste Große in den Weg: Italiens Athen-Olympiasieger Aldo Montano, Weltmeister von Catania 2011.

Im Gefecht der Generationen erschreckte der 37-Jährige den zwölf Jahre jüngeren anfangs gewaltig: 0:5 und 2:6 lag Hartung zurück. Beim 9:9 gelang ihm der Ausgleich. Dann war er nicht mehr zu stoppen und am Ende beim 15:11 ungefährdet.

Mit dem Erreichen des Halbfinales durch das 15:11 gegen Ungarns Olympiasieger Aron Szilagyi hatte Hartung mit Bronze seine erste WM-Einzelmedaille sicher.

Kein Mittel gegen Jakimenko

"Er merkt, dass er in der absoluten Weltspitze mithalten kann", sagte Ressel. Gegen Jakimenko fand Hartung indes keine Mittel mehr, lag schnell 0:8 und 2:9 zurück und war chancenlos.

Trotzdem hat Mannschafts-Welt- und -Europameister Hartung allerbeste Chancen auf die Teilnahme an Olympia 2016. Aber es wird eine harte interne Auseinandersetzung: Weil Säbelfechten in Rio kein Team-Wettbewerb ist, können maximal zwei Deutsche im Einzel starten.

Säbeldamen enttäuschen

Enttäuschend verliefen die Auftritte der Säbeldamen. Beste war Anna Limbach, die nach dem 10:15 gegen Griechenlands Olympia-Fünfte Vassiliki Vougiouka Rang 30 belegte. Alexandra Bujdoso (54.), Sibylle Klemm (72.) und WM-Neuling Ann-Sophie Kindler (76.) waren noch schlechter.

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