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Debatte zur Lage der Formel 1: "Gähhhhhhn!" - "Das Feeling ist weg"

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Debatte zur Lage der Formel 1  

Formel "Gähhhhhhn!" - "Das Feeling ist weg"

23.07.2015, 16:55 Uhr | t-online.de

Debatte zur Lage der Formel 1: "Gähhhhhhn!" - "Das Feeling ist weg". Die t-online.de-Leser haben über die Formel 1 diskutiert. (Quelle: imago/LAT PhotographiC)

Die t-online.de-Leser haben über die Formel 1 diskutiert. (Quelle: imago/LAT PhotographiC)

Die Formel 1 verliert an Popularität. Seit Monaten berichten wir von der Krise der Königsklasse des Motorsports und wie die Verantwortlichen diese bewältigen wollen. Auch Sie, unsere Leser, beklagen sich in den Kommentaren immer wieder über die große Langeweile. Deshalb haben wir mit Ihnen diskutiert und sind der Sache auf den Grund gegangen. "Ist die Formel 1 wirklich langweiliger geworden und wenn ja, was muss getan werden, damit sich das wieder ändert?" In der Debatte haben sich viele fachkundige Lesern beteiligt.

"In der alten Zeit hat man Gänsehaut bekommen, wenn alle an einem vorbei gefahren sind. Das Feeling ist weg", schrieb "F1 Fan" und brachte damit die Meinung vieler Leser zum Ausdruck. Den meisten missfiel, dass der Fahrer zu wenig Einfluss auf den Rennausgang hat. "Ein Autorennen kann nur spannend sein, wenn das fahrerische Können entscheidet und nicht die Taktik", schrieb "Soli". Aber nicht nur die Taktik, die vom Kommandostand gelenkt wird, bestimme zu viel. Dass das Auto allein entscheidet, wer am Ende als Sieger vom Podest jubelt, empfinden die Teilnehmer als unattraktiv. Der beste Fahrer in einem schlechten Auto kann nichts ausrichten. "Resümee: GÄHHHHHHN!", von Leser "Baum" war die Meinung der Mehrheit.

Schumi-Effekt wie der von Boris Becker beim Tennis?

Der Vergleich mit der "guten alten Zeit" wurde oft angeführt. "Früher war alles besser", meinten viele. Einige langjährige F1-Fans haben sich abgewandt, so wie Leser "Marc": "Ich habe 25 Jahre jedes Rennen geschaut, seit 2 Jahren gar keins." Doch in den Hoch-Zeiten, als mehr als zehn Millionen Zuschauer bei RTL einschalteten, gewann ebenfalls immer derselbe: Michael Schumacher wurde fünf Mal hintereinander Weltmeister. Und in der legendären Phase, als Alain Prost und Ayrton Senna das Geschehen dominierten, gab es fast immer nur einen Sieger: McLaren-Honda. 1988 gewann das Team satte 15 von 16 Rennen. "Tim" meinte, viele Deutsche hätten die Formel 1 allein wegen Schumacher verfolgt am Rennsport allerdings kein Interesse. Das sei vergleichbar mit dem Tennis-Boom in der Ära von Boris Becker. Die Leser machten deutlich, dass es sie nicht stört, wenn immer derselbe gewinnt. Solange es der beste Fahrer ist - und nicht der Mann im besten Auto.

Sie ließen sich auch nicht von der Statistik blenden, dass es 2014 so viele Überholmanöver gegeben hat wie noch nie. Die Manöver seien "nur zustande gekommen, da der Hinterherfahrende durch Regeln der Technik bevorzugt ist. Das hat nichts mit Windschatten oder Rankämpfen zu tun. Man klappt den Flügel runter und fährt 30 Stundenkilometer schneller und ist vorbei. Dass hat doch nichts mit Kampf, Ehrgeiz und vor allem Fairplay zu tun", erklärte "Xoro".

Wird die Vergangenheit verklärt?

Es gab aber auch andere Meinungen. Die Vergangenheit werde verklärt, meinte beispielsweise "Domix": " Die meisten scheinen zu vergessen, dass zu Schumis Zeiten Rennen an der Box entschieden wurden und Zweikämpfe und Überholmanöver eine Seltenheit waren. Und genau diese Formel 1 wollen die Fans jetzt wieder, was ich nicht verstehe. Die Formel 1 sollte so bleiben, wie sie ist. Außer ein paar Kleinigkeiten wie mehr Kiesbetten und Funkverbot."

Viele User wünschten sich jedoch tiefgreifende Regeländerungen. "Back to the roots" forderte "PSCG54" stellvertretend für viele Leser. Lautere Motoren, mehr PS - die Königsklasse müsste sich auch wieder so präsentieren. Mit Hybridmotren, und Spritsparen können viele überhaupt nichts anfangen.

Emotionen müssen her!

Insgesamt wünschten sie sich mehr, Action, mehr Drama, mehr Power. "Der Sound hat die F1 ausgemacht", meinte "Didi" und "Spunkskoubo" hat es schön beschrieben, indem er an große Momente erinnerte: "Drama gibt es nur noch neben der Strecke. Ein Mika Häkkinen, der sich in Monza uneinholbar in Führung liegend verschaltet und am Streckenrand weint. Ein Gerhard Berger, der sich seine Siege zusammensammelt und jedes mal die Tränen in den Augen hat, wenn er oben auf dem Treppchen steht. Der Moment der Fassungslosigkeit, wenn wegen eines winzigen Fahrfehlers die Hinterräder im Kiesbett leer laufen und ein Jean Alesi mit geballten Fäusten auf sein Lenkrad haut. Ein Eddie Jordan, der mehr Punkrocker als Teamchef war."

Auch die Formel 1 lebt wie jeder Sport von den Emotionen der Protagonisten. "Spunkskoubos" Fazit ist fatalistisch: "All das kriegt kein Mensch mehr mit irgendwelchen Regeländerungen zurück. Das ist über Dekaden gewachsen und innerhalb von wenigen Jahren dem Kommerz geopfert worden. Das wird nie wieder kommen, so lange Ecclestone das Zepter schwingt und es Länder gibt, die sich die Formel 1 als Nachmittagsereignis nach Hause holen."

Die Verantwortlichen der Formel 1 haben die Probleme mittlerweile erkannt. Nun gilt es für sie, auf Ihre Fans zu hören und die richtigen Schlüsse für eine bessere Zukunft mit spannenden Sonntagnachmittagen zu ziehen.

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