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Hannover 96 im Check: Auf die Seuchensaison folgt das "Sabbatjahr"

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Hannover 96 im Teamcheck  

Auf die Seuchensaison folgt das "Sabbatjahr"

26.07.2015, 08:19 Uhr | t-online.de

Hannover 96 im Check: Auf die Seuchensaison folgt das "Sabbatjahr". Neuzugang Charlison Benshop (li.) verbreitet bei Hannover 96 Zuversicht.  (Quelle: imago/Kaletta)

Neuzugang Charlison Benshop (li.) verbreitet bei Hannover 96 Zuversicht. (Quelle: Kaletta/imago)

Von Michael Glang

In der Arbeitswelt heißt es Sabbatjahr, wenn Stress und Hektik der vergangenen Jahre abgeschüttelt werden sollen. Genau so etwas kann Hannover 96 gut gebrauchen. Nach einer Saison am Rande des Bundesliga-Abgrunds und dem vorübergehenden Bruch mit den eigenen Ultras soll bei den Niedersachsen wieder Ruhe einkehren. Die Rettung gelang 201472015 erst durch zwei Siege an den letzten beiden Spieltagen. Zuvor hatte Hannover in 16 Partien in Folge nicht gewonnen.

Während Klub-Boss Martin Kind in den Vorjahren jeweils das internationale Geschäft als Ziel ausgegeben hatte, wäre er jetzt schon mit Rang acht bis zwölf zufrieden. Und das ist durchaus drin.

1. Personelle Situation

Mit Lars Stindl (zu Borussia Mönchengladbach) hat der Kapitän und wichtigste Spieler den Klub verlassen. Der 26-Jährige war mit zehn Toren in 21 Spielen maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt. Sein Nachfolger als Spielführer könnte Torwart Ron-Robert Zieler werden, auf den Nationalspieler wartet eine Menge Verantwortung.

UMFRAGE
Wo landet Hannover 96 in der Saison 2015/16?

Die Mannschaft hat im Angriff ein völlig neues Gesicht. Joselu wurde für acht Millionen Euro an Stoke City abgegeben. Auch Didier Ya Konan (Fortuna Düsseldorf), Leonardo Bittencourt (1. FC Köln), Jan Schlaudraff und Jimmy Briand (beide Ziel unbekannt) gehören nicht mehr zum Aufgebot. Neu dabei sind der türkische Nationalspieler Mevlüt Erdinc (kommt vom AS St. Etienne), Charlison Benschop (zuvor Fortuna Düsseldorf), Felix Klaus, Oliver Sorg (beide vom SC Freiburg) und der dänische U21-Nationalspieler Uffe Bech (FC Nordsjaelland).

2. Stärken und Schwächen

Die Lücke des Stindl-Weggangs wird nicht nahtlos zu schließen sein. Hiroshi Kiyotake, der auf der Zehnerposition dafür vorgesehen war, fällt mit einem Mittelfußbruch vorerst aus. Auch als Führungsspieler wird Stindl vermisst. Leon Andreasen könnte die Rolle ausfüllen, doch der 32-jährige Däne ist häufig verletzt. Damit wird die Last auf mehrere Schultern verteilt werden müssen. Womöglich wird Neuzugang Sorg nahtlos zu einem wichtigen Akteur. Der 25-Jährige hat in den letzten Jahren eine starke Entwicklung genommen und kann auch in der Defensive eingesetzt werden. Er wird der Abwehr Stabilität verleihen, in der letzten Spielzeit kassierten die Niedersachsen 56 Treffer.

Im Angriff macht bislang Benschop den besten Eindruck. Der erfahrene Erdinc hat das Zeug dazu, ein gleichwertiger oder besserer Ersatz für Joselu zu sein. Ob er der erhoffte Knipser ist, muss sich zeigen. Dazu kommen mit Bech und Klaus zwei hochveranlagte Perspektivspieler, beide sind auch eine Investition in die Zukunft. In der Offensive sind die 96er deutlich variabler aufgestellt als zuletzt.

3. Der Trainer

Mit dabei ist weiter Trainer Michael Frontzeck, der die 96er im Frühjahr nach einer desaströsen Niederlagenserie übernommen und noch vor dem Abstieg gerettet hatte. Frontzeck geht mit einem Vertrauensvorschuss in die neue Spielzeit. Seine Arbeit wurde zuletzt von Klubchef Kind ausdrücklich gelobt, zumindest körperlich sind die 96-Profis schon jetzt auf einem hohen Level.

Die Saison wird zeigen, ob er der der richtige Mann für den eingeleiteten Umbruch ist. Bei seinen bisherigen Stationen als Cheftrainer war häufig nach nur einem Jahr wieder Schluss.

4. Die Prognose

Hannover wird in dieser Saison nicht so lange um den Klassenerhalt zittern müssen wie im vergangenen Jahr. Trotz des Abgangs von Schlüsselspieler Stindl wird die Mannschaft ungefährdet auf Rang zwölf einlaufen. Eine Rückkehr ins internationale Geschäft ist allerdings illusorisch. Zu sehr haben andere Klubs aufgeholt, während die 96er um die Existenz kämpfen mussten.

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