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FSV Mainz 05 im Teamcheck: Das Feuer ist zurück

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FSV Mainz 05 im Teamcheck  

Das Feuer brennt wieder

28.07.2015, 16:58 Uhr | Nils Tittizer, t-online.de

FSV Mainz 05 im Teamcheck: Das Feuer ist zurück. Fabian Frei ist der Königstransfer der Mainzer. (Quelle: imago/Jan Hübner)

Fabian Frei ist der Königstransfer der Mainzer. (Quelle: imago/Jan Hübner)

"Es macht Spaß euch zu knechten", sagte der Mainzer Trainer Martin Schmidt zu seinen Profis im Trainingslager in Evian und grinste dabei. In der Tat hat der Coach seine Spieler ordentlich rangenommen in der Saisonvorbereitung. "Ich will das Team fitter haben, als letzte Saison", ließ er dabei verlauten. Verhindert werden soll eine ähnliche Spielzeit wie die letzte, in der den 05ern nach einem guten Auftakt buchstäblich die Puste ausging.

Was danach passierte, ist bekannt: Die Verantwortlichen zogen im Februar die Reißleine, entließen Trainer Kasper Hjulmand, und beförderten den damaligen Trainer der Mainzer Amateure Schmidt zum Chefcoach. Von da an ging es wieder bergauf. Am Ende sprang Platz elf in der Tabelle heraus. An diese Leistungen wollen die Rheinhessen in der  kommenden Saison wieder anknüpfen.

1. Personelle Situation

UMFRAGE
Wo landet Mainz 05 in der Saison 2015/16?

Mainz macht das, was es am besten kann: günstig einkaufen und teuer verkaufen. 05-Manager Christian Heidel ist bekannt für sein gutes Transfer-Händchen. "Bei uns hat es schon oft famos geklappt, junge Spieler zu holen und zu entwickeln", sagte FSV-Präsident Harald Strutz der "Sport Bild".

Durch die lukrativen Verkäufe von Torjäger Shinji Okazaki (für elf Millionen Euro zu Leicester City), Johannes Geis (für zwölf Millionen zum FC Schalke 04), Sebastian Polter (für 2,3 Millionen zu Queens Park Rangers) und Julian Koch (zu Fortuna Düsseldorf) steht ein dickes Plus auf der Haben-Seite. Doch da Heidel die Transfereinnahmen nicht komplett in neue Spieler investieren möchte, galt es, diese Abgänge günstig zu ersetzen.

Die Abschiede von Sami Allagui (Hertha BSC), Jonas Hofmann (Borussia Dortmund) und Kapitän Nikolce Noveski schmerzen. Mit dem Mazedonier verlässt nach elf Jahren eine absolute Identifikationsfigur den Klub.

Mit der Verpflichtung von Fabian Frei (FC Basel) - dem zweitteuerste Einkauf der Vereinsgeschichte - ist den 05ern ein Transfercoup gelungen. Der Schweizer Nationalspieler soll das Loch schließen, das Geis' Abschied im Mittelfeld gerissen hat. Mit Yoshinori Muto kommt vom FC Tokyo ein vielversprechendes Talent, das den abgewanderten Hofmann ersetzen könnte. Zudem wurde mit Florian Niederlechner ein Topscorer der 2. Liga (15 Tore) vom FC Heidenheim verpflichtet.

Einen vermeintlich guten Riecher bewies Heidel mit der Verpflichtung von Ex-HSV-Profi Maximilian Beister, Leon Balogun (Darmstadt 98) und Danny Latza (VfL Bochum). Zudem verpflichteten die 05er mit Henrique Sereno (von Kayserispor) einen Innenverteidiger mit Bundesligaerfahrung. Der Heidel-Clou: alle Profis kamen ablösefrei nach Mainz.

2. Stärken und Schwächen

Der FSV Mainz 05 steht seit Jahren wirtschaftlich extrem gesund da. Es gibt kein Theater - im und um den Verein herum herrscht Ruhe. Die perfekten Bedingungen also, um vernünftig arbeiten zu können.

Unter Trainer Schmidt zelebrieren die Mainzer schnelles Umschaltspiel und Angriffsfußball. Gepaart mit der emotionalen Stimmung in der Mainzer Arena sind diese Stärken eine gefährliche Waffe gegen jeden Gegner.

Im Trainingslager offenbarten sich jedoch noch ein paar Schwachstellen. Im ersten richtigen Härtetest gegen den AS Monaco kamen die Rheinhessen mit 1:5 unter die Räder. Neuzugang Balogun musste in der Innenverteidigung ran - mit mäßigem Erfolg. Durch Sereno erhofft man sich in Mainz nun diese Position in der Verteidigung erfolgreich zu besetzen.

Frei und Latza hatten zudem massive Probleme auf der Doppel-Sechs. Auch mit dem Tempo des Gegners hatten die Mainzer noch ihre Schwierigkeiten. Diese Baustellen gilt es noch bis zum Anpfiff der neuen Saison zu schließen.

3. Der Trainer

Mit Martin Schmidt schlugen die 05er wieder ihren altbewährten Weg ein, nämlich bei der Trainerfrage auf eine klubinterne Lösung zu setzen. Die Erfolge seiner Vorgänger Jürgen Klopp und Thomas Tuchel sprechen für sich.

Schmidt verkörpert den Verein wie kein Zweiter. "Ich lebe die Mainzer Philosophie. Ich bringe das Feuer zurück", sagte Schmidt im Februar bei seinem Amtsantritt. "Ich will aufwühlen, auffrischen, emotionalisieren. Zügellos und mit Vollgas." Im Verein genießt der 48-Jährige vollstes Vertrauen.

4. Die Prognose

Wichtig wird sein, dass sich die Neuzugänge gut integrieren und dass sich die neue Mannschaft schnell findet. Einen Top-Start wie unter Hjulmand in der vergangenen Saison (erst am 9. Spieltag gab es die erste Niederlage) wird es wohl nicht geben. Aber dafür wird Schmidt seine Profis bis zum Bundesligastart physisch und psychisch topfit gemacht haben, so dass die Mainzer auch in der kommenden Saison eine leistungsstarke und konkurrenzfähige Elf stellen werden.

Lässt man Gladbach am zweiten Spieltag außen vor, haben die Mainzer mit Ingolstadt (erster Spieltag) und Hannover 96 zwei schlagbare Gegner zum Auftakt. Auch in dieser Saison bleibt das internationale Geschäft ein entfernter Traum. Aber Platz 10 ist ein durchaus realistisches Ziel.

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