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TSG 1899 Hoffenheim im Check: Ohne Firmino wird's schwer

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Bundesliga-Teamcheck  

Ohne Firmino wird es schwer für Hoffenheim

31.07.2015, 09:23 Uhr | t-online.de

TSG 1899 Hoffenheim im Check: Ohne Firmino wird's schwer. Jonathan Schmid ist einer der zahlreichen Neuzugänge der TSG Hoffenheim. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Jonathan Schmid ist einer der zahlreichen Neuzugänge der TSG Hoffenheim. (Quelle: Jan Huebner/imago)

Von Nico Herold

Von Europa reden sie nicht gerne bei der TSG Hoffenheim. Das Formulieren zu hoher Saisonziele ist ebenso unerwünscht im Kraichgau. Seit Trainer Markus Gisdol und Manager Alexander Rosen bei 1899 das Sagen haben, ist Bescheidenheit rund ums Trainingszentrum in Zuzenhausen eingekehrt. Und die ist vor der neuen Saison angebrachter denn je.

Denn hinter der TSG Hoffenheim liegt eine turbulente Sommerpause. Am Ende stand fest, was zahlreiche Medien vorher bereits spekuliert hatten: Roberto Firmino verließ 1899 in Richtung Liverpool. Der Topstar avancierte dabei durch die Ablösesumme von 41 Millionen Euro ganz nebenbei zum teuersten Transfer der Bundesliga-Geschichte. Die Lücke die er hinterlässt wiegt schwer, denn…

1. Personelle Situation

…der Firmino-Abgang entzweit das offensive Traumduo der TSG. Umso wichtiger aus TSG-Sicht ist der Verbleib vom kongenialen Partner des Brasilianers: Kevin Volland. Der Nationalspieler gab kurz vor Ende der vergangenen Saison allen interessierten Klubs einen Korb und verlängerte bis 2019. Zweiter bedeutsamer Abgang im Kraichgau ist Andreas Beck. Der Kapitän verließ die Hoffenheimer nach sieben Jahren und schloss sich Besiktas Istanbul an. Als Ersatz wurde der Tscheche Pavel Kaderabak geholt.

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Für die ebenfalls abgewanderten Stürmer Anthony Modeste (Köln) und Sven Schipplock (Hamburg) stieß Mark Uth vom SC Heerenveen hinzu – und als große Überraschung: Russland-Rückkehrer Kevin Kuranyi. Außerdem konnte der Freiburger Jonathan Schmid verpflichtet werden. Richtig einschlagen könnten zwei Bundesliga-Neulinge: In der Innenverteidigung soll der Schweizer Fabian Schär für mehr Stabilität sorgen, in der Offensive bringt der brasilianische Jungstar Joelinton das Zeug mit, der neue Firmino zu werden.

2. Stärken und Schwächen

Man mag es kaum glauben, doch die 1899-Defensive könnte man glatt als Trumpf der Gisdol-Elf ansehen. Galt die Abwehr vor gut einem Jahr noch als Schießbude der Liga, hat der 45-Jährige seinem Team nun eine deutlich defensivere Spielweise eingeimpft. Komplett sicher ist der Abwehrverbund zwar immer noch nicht, die Entwicklungskurve zeigt dennoch nach oben. Mit Neuzugang Schär könnte die Innenverteidigung um Abwehrchef Niklas Süle, der nach seinem Kreuzbandriss wieder dabei ist, gar zum neuen Prunkstück werden. In Torwart Oliver Baumann hat die TSG zudem einen echten Rückhalt zwischen den Pfosten.

Die neue Schwäche von 1899 scheint – mit Abstrichen - auf einmal die Offensive zu sein. Dabei ist das Problem der Hoffenheimer gar nicht das Kreieren von Chancen, sondern vielmals deren Verwertung. Besonders in engen Partien versemmelten die TSG-Profis reihenweise hochkarätige Gelegenheiten. Zudem muss abgewartet werden, wie schwer der Firmino-Abgang am Ende wiegt. Mit Schmid und Joelinton stehen zwar zwei begabte Nachfolger bereit, das Fehlen des Brasilianers wird dennoch deutlich zu spüren sein.

3. Der Trainer

Lange gab es Spekulationen um die Zukunft von Gisdol. Der 1899-Coach wurde als möglicher neuer Trainer bei RB Leipzig gehandelt, beendete im April aber alle Spekulationen um seine Person und verlängerte bis 2018. Dort geht er in nun schon in seine dritte komplette Saison. In dieser Zeit hat er geschafft, was vor ihm kein Nachfolger von Ralf Rangnick hinbekommen hat: Kontinuität in den Klub zu bringen.

Bei der TSG wissen sie daher auch, was sie an Gisdol haben. Da fiel auch die magere Rückrunde der vergangenen Saison nicht ins Gewicht. Dennoch muss Gisdol nun beweisen, dass er den immer noch hervorragend besetzten Kader weiter voranbringen kann. Stillstand bedeutet Rückschritt – eine ähnliche Halbserie wie die letzte könnte für den Trainer zum Problem werden.

4. Die Prognose

Europa League? Zu wenig Qualität! Abstiegskampf? Zu viel Qualität! So kurz und knapp könnte man die Ausgangslage der Hoffenheimer vor der Saison beschreiben. Da die Spitzenteams anscheinend aus den Fehlern der vergangenen Saison gelernt haben, dürfte die TSG mit dem internationalen Geschäft nichts zu tun haben. Nur wenn Schalke, Gladbach, Dortmund und Co. schwächeln, ist für die Hoffenheimer mehr drin als die Bestätigung der vergangenen Saison.

Existenzsorgen braucht jedoch kein 1899-Fan zu haben. Diese Mannschaft verfügt trotz des Firmino-Abgangs über zu viel Qualität, als dass sie ernsthaft zittern müsste. Am Ende gibt’s einen einstelligen Tabellenplatz. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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