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Schwimm-WM 2015: Deutsche Beckenschwimmer im Fokus

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Schwimm-WM 2015  

Pro & Kontra: Deutsche Beckenschwimmer im Fokus

30.07.2015, 15:23 Uhr | dpa

Schwimm-WM 2015: Deutsche Beckenschwimmer im Fokus. Paul Biedermann präsentiert sich topfit in Kasan.

Paul Biedermann präsentiert sich topfit in Kasan. Foto: Martin Schutt. (Quelle: dpa)

Kasan (dpa) - Debakel bei Olympia 2012 in London, Ernüchterung bei der WM 2013 in Barcelona, erfüllte Pflicht bei der Heim-EM 2014 - und nun?

Die deutschen Beckenschwimmer stimmen sich bei der WM in Kasan auf ihre Wettbewerbe ein. Die Deutsche Presse-Agentur nennt Gründe, warum es bei der WM diesmal besser laufen könnte. Aber es könnte auch wieder eine enttäuschende Ausbeute geben. Vor zwei Jahren holte Marco Koch mit Silber über 200 Meter Brust die einzige deutsche Beckenmedaille.

Vier Gründe für eine bessere Ausbeute:

PAUL BIEDERMANN: Der Weltrekordler hatte die WM 2013 nach Krankheitspause ausgelassen, jetzt präsentiert er sich topfit. Der Weltjahresbeste über 200 Meter Freistil zählt zu den Top-Kandidaten auf den WM-Titel.

MARCO KOCH: Der "Mr. Konstant" im Team. Nach WM-Silber vor zwei Jahren gab es den EM-Titel im Vorjahr. Auch bei den Wettkämpfen im Vorfeld präsentierte sich der Brustschwimmer stark.

TEAMSTÄRKE: Einst waren die deutschen Schwimmer bei den deutschen Meisterschaften in ihrer Jahresbestform, beim Saisonhöhepunkt fiel die Leistung dann ab. Damit das nicht wieder passiert, mussten die Schwimmer ihre DM-Zeiten bei einem Überprüfungswettkampf bestätigen. Zudem wurde in den vergangenen Wochen frühmorgens trainiert. Das könnte auch für die WM-(Vorläufe) helfen.

FRANZISKA HENTKE: Die letzte Einzelmedaille einer deutschen Dame ist schon vier Jahre her. Die Weltjahresbeste über 200 Meter Schmetterling könnte das ändern - sie Magdeburgerin hat sich unter Bernd Berkhahn kontinuierlich in die Weltklasse geschwommen.

Vier Gründe gegen eine bessere Ausbeute: 

BESTZEITEN: Für einen Großteil des Teams wird allein das Weiterkommen schwierig. Schon dafür müssten sie im Bereich ihrer Bestzeiten schwimmen. Finals ohne deutsche Schwimmer wird es zur Genüge geben.

BRITTA STEFFEN: Die erste WM ohne die Doppel-Olympiasiegerin von 2008, die im Team natürlich nicht zu ersetzen ist. Aber auch mit ihr gab es 2013 keine Frauenmedaille.

EUROPAMEISTERSTAFFEL: Über 4 x 200 Meter Freistil holte das Biedermann-Quartett in Berlin EM-Gold. Nun aber fehlen zwei aus dem Sieg-Quartett - und die Staffel-Konkurrenz aus Übersee ist ungleich stärker.

GEGNER: Ein Jahr vor Olympia wird die internationale Konkurrenz Stärke demonstrieren wollen. Auch ohne Michael Phelps sind die Amerikaner bärenstark. Australier, Franzosen, Russen und Chinesen auch. Kann das deutsche Team da einen Stich machen?

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