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BVB im Check: Mit Thomas Tuchel ist die Champions League drin

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Teamcheck Borussia Dortmund  

Tuchel verscheucht beim BVB die Schreckgespenster

01.08.2015, 12:41 Uhr | t-online.de

BVB im Check: Mit Thomas Tuchel ist die Champions League drin. Dortmunds neuer Trainer Thomas Tuchel ist mit Blick auf die kommende Saison guter Dinge. (Quelle: imago/Eibner)

Dortmunds neuer Trainer Thomas Tuchel ist mit Blick auf die kommende Saison guter Dinge. (Quelle: Eibner/imago)

Von Patrick Brandenburg

Aller Anfang ist schwer. Das musste Borussia Dortmunds neuer Trainer Thomas Tuchel zum Start der Qualifikation zur Europa League feststellen. Nur ein mickriges 1:0 sprang in seinem Pflichtspieldebüt gegen den Außenseiter Wolfsberger AC aus Österreich heraus. Ein "dreckiger Sieg", wie der Klopp-Nachfolger einräumte. Aber trotz der Flatter in den letzten Spielminuten eben doch ein Erfolg, auf den sich aufbauen lässt.

Mit kleinen Schritten führt Tuchel die Borussia raus aus der Krise, die er bei den Westfalen geerbt hat.

1. Personelle Situation

Der BVB geht mit einem Kader von 27 Spielern in die Saison. Alleine im Mittelfeld balgen sich 14 Kandidaten um fünf Plätze. Für den Konkurrenzkampf in der Vorbereitung ist das gut, aber zum Saisonstart muss die Mannschaft auf eine praktikable Größe abgespeckt werden. Sonst droht Frust bei den namhaften Bankdrückern, das Beispiel Kevin Großkreutz gibt eine erste Idee davon. Eine schwierige Aufgabe für Sportdirektor Michael Zorc, da der Markt für BVB-Profis schwächelt und potenzielle Kandidaten kaum Wechselinteresse zeigen. Spielern wie Moritz Leitner, Oliver Kirch oder dem Ur-Borussen Großkreutz würde der Klub wohl keine Steine in den Weg legen. Nur im Sturm ist der BVB "auf Kante genäht", wie Tuchel einräumt. Dortmund verfügt in Pierre-Emerick Aubameyang und Adrian Ramos momentan lediglich über zwei Angreifer.

UMFRAGE
Schafft Borussia Dortmund in der kommenden Saison den Sprung in die Champions League?

Nach dem Verpassen der lukrativen Champions League haben die Westfalen deutlich vorsichtiger eingekauft als zuletzt. Torhüter Roman Bürki hat Dortmund zum Schnäppchenpreis von 3,5 Millionen Euro vom SC Freiburg bekommen. Der Schweizer hat das Zeug, Roman Weidenfeller als Nummer eins abzulösen. Julian Weigl, für 2,5 Millionen Euro vom Zweitligisten 1860 München geholt, ist der Shooting-Star der Vorbereitung. Im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation stand der 19-Jährige in der Startelf.

Hinter dem teuersten Transfer des Sommers stehen Fragezeichen: Routinier Gonzalo Castro ist zwar in sportlicher Hinsicht über jeden Zweifel erhaben. Als Ersatz für Ilkay Gündogan ist der Elf-Millionen-Mann aber überflüssig,da der Nationalspieler bleibt und die Planstelle in der Schaltzentrale besetzt. Allrounder Castro muss auf Rotation hoffen oder auf eine andere Position ausweichen. Den Neuen stehen drei Abgänge gegenüber: Torhüter Mitch Langerak wechselte für 3,5 Millionen Euro nach Stuttgart und Milos Jojic für drei Millionen Euro zum 1. FC Köln. Stürmer Ciro Immobile ist vorerst für die Leihgebühr von drei Millionen Euro beim FC Sevilla untergekommen.

2. Stärken und Schwächen

Die Testspiel-Pleite gegen den VfL Bochum und die Schlussphase in der Europa League gegen Wolfsberg haben noch einmal alle Probleme der vergangenen Saison offenbart: Das schön anzusehende Spiel verkommt zur gefährlichen Scheinüberlegenheit, wenn sich der BVB mit dem traditionellen Chancenwucher nicht für die eigene Leistung belohnt. Denn in Mittelfeld und Abwehr bleibt das Team anfällig für Flüchtigkeitsfehler. Slapstickhafte Aussetzer im Aufbau und Konzentrationsschwächen, die zu skurril vielen Blitzgegentoren geführt haben, soll es bei den ambitionierten Westfalen nicht mehr geben. Die 42 kassierten Bundesliga-Treffer der abgelaufenen Spielzeit gilt es sehr deutlich zu unterbieten.

Der Wille dazu ist spürbar vorhanden, das Talent des Teams unbestritten. Für die Nationalspieler geht es im Vor-EM-Jahr zudem darum, sich zu positionieren. Wenn die Spieler den Kopf freibekommen vom Negativerlebnis des letzten Klopp-Jahres, gehören sie weiter zum Besten, was die Bundesliga zu bieten hat. In der Vorbereitung zeigte Dortmund schon viele hoffnungsvolle Ansätze. Höhepunkt war der eindrucksvolle Sieg über den Champions-League-Finalisten Juventus Turin. Bislang ist der BVB auch vom ewigen Verletzungspech verschont geblieben. Nur Nuri Sahin fehlt.

3. Trainer

Tuchel tritt das schwere Erbe der Ära Klopp an. Der 41-Jährige soll dem Team Selbstvertrauen zurückgeben, das Spiel flexibler machen und die frühere Erfolgsformel Überfallfußball mit dem Element Ballbesitz verbinden. Spieler wie Henrich Mchitarjan soll er dazu befähigen, endlich ihr volles Potenzial zu entfalten. Dabei muss der neue Coach erst selbst bei dem Klub ankommen, der zwei Nummern größer erscheint als seine letzte Station, das beschauliche Mainz.

Für ein belastungsfähiges Urteil ist es zu früh, aber die ersten Wochen verliefen vielversprechend. Team und Trainer sind offen und neugierig aufeinander zugegangen und haben auch dem Makel der zerstückelten Vorbereitung getrotzt. Beide Seiten haben sichtbar Lust auf neue Impulse und Spaß am Lernprozess, auch wenn der noch Monate dauern wird.

4. Prognose

Noch eine Dortmunder Schreckenssaison wird es nicht geben. Dazu ist die Substanz im Kader einfach zu groß. Tuchel steht dafür, Ziele konsequent und beharrlich zu verfolgen, im täglichen Training, bis hin zur Saisonabrechnung. Auch wenn der Lernprozess mindestens noch bis zum Ende der Hinrunde andauern und zwischendurch schmerzhaft sein wird, meldet sich der BVB am Ende der Spielzeit in der Champions League zurück.

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