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Supercup 2015: VfL Wolfsburg rüttelt erneut am Thron der Bayern

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"Werden Bayern nicht in Ruhe lassen"  

Die Wölfe rütteln schon wieder am Münchner Thron

02.08.2015, 07:20 Uhr | t-online.de

Supercup 2015: VfL Wolfsburg rüttelt erneut am Thron der Bayern. Der VfL Wolfsburg feiert den Gewinn des Supercups 2015. (Quelle: dpa)

Der VfL Wolfsburg feiert den Gewinn des Supercups 2015. (Quelle: dpa)

Aus Wolfsburg berichtet Maximilian Miguletz

Beim FC Bayern München feierte zwar "König" Arturo Vidal sein Debüt, doch das letzte Wörtchen im Supercup hatte "Lord" Nicklas Bendtner vom VfL Wolfsburg. So war das Duell Pokalsieger gegen Meister nicht nur ein majestätisches Fußball-Spiel, sondern macht auch der Bundesliga Hoffnung auf mehr Spannung: Mit dem 6:5 nach Elfmeterschießen und dem Gewinn des ersten Saisontitels untergraben die Wölfe weiter die Machtverhältnisse im deutschen Fußball.

"Wir müssen der Herausforderer sein", sagte Bendtner nach der spektakulären Partie. "Wir wollten in die Spitzengruppe, das haben wir geschafft. Jetzt brauchen wir neue Ziele und wir werden angreifen", ergänzte der Matchwinner selbstbewusst und streifte sich von der Siegerehrung mitgebrachte Goldschnipsel aus dem Haar.

Auch Linksverteidiger Ricardo Rodriguez sieht die Niedersachsen "auf einem guten Weg" und verspricht: "Wir werden die Bayern nicht in Ruhe lassen."

Bayern bedient: "unglücklich und ärgerlich"

Das möchte der Rekordmeister auch gar nicht, er will gefordert werden. Doch am Ende soll bitte schön trotzdem der Triumph stehen. "Titel sind Titel, die wollen wir gewinnen, deshalb ist es schade", befand Pep Guardiola dann auch nach der Niederlage gegen den VfL. Dabei zeigte sich der Bayern-Trainer gelassener als zuvor: Denn fast über die gesamte Spielzeit lief er wild gestikulierend durch seine Coaching Zone und wirkte alles andere als zufrieden.

Deutliche Worte fanden seine Spieler. "Es kann nicht sein, dass wir kurz vor dem Ende ein solch blödes Tor bekommen. Das ist unglücklich und ärgerlich", polterte Jerome Boateng im ZDF-Interview, nachdem es für den deutschen Branchenprimus auch im dritten Anlauf unter Guardiola letztlich hieß: "koan" Supercup. Auch Arjen Robben, der im ersten Spiel nach seiner Genesung direkt das Führungstor erzielte, war zunächst bedient: "Ich bin enttäuscht, ich bin auch sauer. Wir müssen das Spiel früher entscheiden."

Alle Augen auf De Bruyne

Die Chancenverwertung der Bayern ließ einmal mehr zu wünschen übrig, doch auch die Wölfe ließen einiges liegen. Allen voran Kevin De Bruyne, der nach einem Missverständnis von Manuel Neuer und Medhi Benatia den Ball am leeren Tor vorbeischoss ("Ich wurde ein bisschen gehalten und kam aus dem Gleichgewicht."). Doch diese nicht genutzte Möglichkeit tat der herausragenden Leistung des Belgiers keinen Abbruch. Schon vor der Partie schnappte De Bruyne den Bayern einen Titel weg, als er unter Pfiffen der Münchner Fans die Auszeichnung als Fußballer des Jahres entgegennahm.

Im Spiel selbst war der Mittelfeldstar dann einmal mehr kaum vom Ball zu trennen, Initiator fast aller gefährlichen Angriffe seines Teams und so auch folgerichtig der Vorbereiter des Last-Minute-Ausgleichs. "Kevin rannte das ganze Spiel über", lobte Torschütze Bendtner seinen Flankengeber. De Bruyne ist heiß begehrt. Vor der Partie machte das Gerücht die Runde, Manchester City biete 80 Millionen für den 24-Jährigen. VfL-Sportdirektor Klaus Allofs bezog im ZDF Stellung: Der Wolfsburger Spielmacher werde den VfL "zu 99,9 Prozent" nicht verlassen.

Vidal führt sich gebührend ein

Das dürfte auch Robben freuen. Als Bayerns Flügelstürmer als einer der letzten vom Duschen kam, war sein anfänglicher Zorn abgemildert und er zeigte sich fast schon erfreut über die erstarkte Konkurrenz. "Es wird interessant. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass kein Spieler mehr geht, dass Top-Spieler wie De Bruyne oder Reus der Bundesliga erhalten bleiben. Dann haben wir hier sehr, sehr gute Mannschaften", sagte der Niederländer. Zu diesen Top-Spielern der Bundesliga gehören nun auch die Bayern-Neuzugänge Douglas Costa und "King Arturo", wie sich Vidal in den sozialen Netzwerken nennt.

Während Costa von Beginn an wirbelte, das 1:0 vorbereitete und erneut einen starken Eindruck hinterließ, wurde Vidal in der 74. Minute eingewechselt und pflegte prompt sein "Krieger"-Image. Nach nur zwei Minuten ließ er den ebenfalls eingewechselten VfL-Neuzugang Max Kruse über die Klinge springen. Und nur sechs weitere Minuten später sah er Gelb. Wie hätte es auch sonst laufen sollen? Robben trifft, De Bruyne bereitet vor, Vidal sieht Gelb. Nur der Pokal, der ging nicht nach München. Und so war es eben nicht nur ein "richtig tolles Supercup-Spiel", wie Dieter Hecking, Trainer des Jahres, resümierte, sondern ein zarter Fingerzeig in Richtung einer spannenden Saison.

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