Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Sportpolitik: Werbung für Hamburg beim IOC-Kongress

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Sportpolitik  

Werbung für Hamburg beim IOC-Kongress

02.08.2015, 10:32 Uhr | dpa

Sportpolitik: Werbung für Hamburg beim IOC-Kongress. Bernhard Schwank will die Olympischen Spiele nach Hamburg holen.

Bernhard Schwank will die Olympischen Spiele nach Hamburg holen. Foto: Daniel Bockwoldt. (Quelle: dpa)

Kuala Lumpur (dpa) - Der Kleine Grasbrook ist das Herzstück des Hamburger Olympia-Konzeptes für 2024. Wie erklärt man aber nur den 100 IOC-Mitgliedern, welchen Charme diese Elbinsel mitten in der Stadt hat?

Die Mitbewerber Rom und Paris haben es mit ihren Wahrzeichen da einfacher. Das Kolosseum als Kulisse des Marathons oder Beachvolleyball unterm Eiffelturm: Das erklärt sich von selbst! Beim Kongress des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Kuala Lumpur hat ein Team des deutschen Bewerbers Lobbyarbeit für das in der IOC-Welt nicht so bekannte Hamburg geworben.

"Alle IOC-Mitglieder wissen inzwischen, dass sich Hamburg bewirbt. Wir stoßen auf große Neugier und großes Interesse", resümierte Bernhard Schwank, stellvertretender Geschäftsführer der Hamburger Bewerbergesellschaft nach einem Gesprächs-Marathon. Dabei wurde er von Alfons Hörmann und Michael Vesper, dem Präsidenten und dem Vorstandschef des Deutschen Olympischen Sportbundes, unterstützt.

"Es war eine wunderschöne Gelegenheit, wichtige Erkenntnisse für die Bewerbung zu sammeln, noch mehr Gefühl für die IOC-Familie und die Bewertung des Auswahlprozesses zu bekommen", sagte Hörmann. "Unaufgeregt und unaufdringlich, aber doch gut bemerkbar", beschrieb er die Gesprächsstrategie auf den Gängen des Kongresszentrums oder in Hotelhallen. "Mit dem einen kommt man tiefer ins Gespräch, bei anderen bleibt es beim Hallo", berichtete Schwank.

Kennenlernen oder Kontakte knüpfen war ein Ziel. Es ging aber auch darum Erkenntnisse zu gewinnen, wie man eine erfolgreiche Bewerbungsstrategie entwickeln kann, um 2017 beim IOC-Kongress in Lima/Peru die Konkurrenten Budapest, Rom und Paris sowie möglicherweise eine Stadt aus den USA zu schlagen.

Aufschlüsse über die Chancen Hamburgs gab das Kandidatenduell zwischen Peking und Almaty um die Winterspiele 2022. Chinas Metropole setzte sich knapp mit 44:40-Stimmen durch. Der kasachische Außenseiter war der Bewerber, der die Reformen der Agenda 2020 am besten in seinem Konzept berücksichtigte. Ein Grund, warum es Kritik am IOC-Zuschlag für Peking gab.

"Almaty hat auf eine klare und aktive Weise die Vorzüge des Konzeptes gut herausgearbeitet. Diese klare Positionierung führte dazu, dass das Ergebnis so knapp war", meinte Hörmann. "Das kann man auch für die Hamburger Bewerbung mitnehmen." Die Hanseaten setzen voll auf die Agenda 2020, die maßvolle, auf eine Stadt zugeschnittene Olympische Spiele möglich machen soll.

"Der eine oder andere wird berechtigterweise sagen, Almaty hätte den Zuschlag bekommen müssen, weil es die Agenda konsequent umgesetzt hätte", sagte Hörmann. Er sehe das positiv für Hamburg, weil die Debatte rund um die Agenda nun wesentlich intensiver geführt werde. "Wenn jedes IOC-Mitglied durch die Medien in diesem Punkt noch mal sensibilisiert wird, kann es für 2024 helfen und ein großer Vorteil sein." Allerdings werden auch Budapest, Rom und Paris ihre Konzepte konsequent auf die Agenda-Kompatibilität trimmen.

Deshalb wird Hamburg klug erklären müssen, dass der Kleine Grasbrook - das olympische Dorf und die meisten Wettkampfstätten sind auf und um dieses Eiland in einem Radius von zehn Kilometern in der Hafencity geplant - etwas ganz besonderes ist. "Die Faszination, dass eine Stadt ihr bestes Stück Land, das es hat, für die Spiele anbietet, ist ein starkes Statement", sagte Schwank. Die Aufklärungsarbeit will er bei den Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Peking, der Ringer in Las Vegas oder der Ruderer in Lac d'Aiguebelette/Frankreich fortsetzen.

Entscheidend ist aber das Referendum am 29. November, bei dem die Hamburger Ja oder Nein zu Olympia sagen. Ein positives Votum könnte eine starke Wirkung auf die IOC-Mitglieder haben. "Formal reicht ein Ergebnis von 50 Prozent plus. Ich würde mir jedoch ein starkes internationales Signal und 60 Prozent plus wünschen", sagte Schwank.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal