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Formel 1: Zukunft von Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen steht fest

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Ferrari gibt Mitteilung raus  

Zukunft von F1-Pilot Räikkönen steht fest

19.08.2015, 18:28 Uhr | sid, dpa

Formel 1: Zukunft von Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen steht fest. F1-Rennstall Ferrari hat den Vertrag mit Pilot Kimi Räikkönen verlängert.  (Quelle: dpa)

F1-Rennstall Ferrari hat den Vertrag mit Pilot Kimi Räikkönen verlängert. (Quelle: dpa)

Ferrari legt sich fest: Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen wird auch in der kommenden Saison Teamkollege des viermaligen Titelträgers Sebastian Vettel sein. Einen Tag vor Ende der Sommerpause gab die Scuderia die Vertragsverlängerung mit dem 35-jährigen Finnen, der seit 2014 für die Ferrari an den Start geht, in einer kurzen Pressemitteilung bekannt.

Die Verlängerung kam etwas überraschend, denn zuvor war intensiv über einen anstehenden Wechsel im Ferrari-Cockpit spekuliert worden. Italienischen Medienberichten zufolge sollte Williams-Pilot Valtteri Bottas seinen Landsmann Räikkönen ersetzen.

"Was soll ich sagen...für mich geht ein Traum weiter, dass ich ein weiteres Jahr für Ferrari fahren darf", erklärte Räikkönen kurz nach der Mitteilung dann auf der Homepage des Rennstalls. "Die Scuderia ist meine Familie, und wie ich immer gesagt habe, hier möchte ich meine Karriere einmal beenden."

Gute Beziehung zu Vettel spielte eine Rolle

Zunächst erklärte Ferrari in einer noch recht nüchternen knappen Mitteilung, dass man die Vereinbarung mit dem 35 Jahre alten Finnen erneuert habe. In weiteren Statements auf der Homepage wurde es dann doch etwas ausführlicher: "Wir glauben, dass die Verlängerung des Vertrags mit Kimi weitere Stabilität in das Team bringt." Worte von Teamchef Maurizio Arrivabene, der mit seinem deutsch-finnischen Duo in der nächsten Saison noch näher heranrücken will an die bisherige Übermacht Mercedes.

Auch die gute Beziehung zwischen Vettel und Räikkönen sei bei der Entscheidung in Betracht gezogen worden. "Der Umgang mit ihm ist unkompliziert, er ist sehr geradeaus", hatte Vettel noch am Vortag ohne das Wissen um die Mitteilung gesagt.

Räikkönens Ausbeute ist deutlich schlechter als Vettels

Damit bleibt die große Rotation, mit der manche in der sogenannten "silly season" bereits spekuliert hatten, aus. Seit Wochen, ja fast Monaten stand die Frage im Raum: Wird Ferrari die Option ziehen und Räikkönen ein weiteres Jahr fahren lassen. Er ist immerhin der letzte Pilot, der in einem Wagen des Traditionsrennstalls Weltmeister (2007) wurde.

Pech, teilweise Pannen, aber auch eigene Fehler bremsten den Finnen in dieser Saison. Neuzugang Vettel feierte bereits zwei Saisonsiege - auch gegen die Silberpfeil-Übermacht mit Weltmeister Lewis Hamilton und Vizechampion Nico Rosberg im Mercedes. Räikkönens beste Platzierung ist bislang Rang zwei (Bahrain). Dreimal kam er nicht ins Ziel. In der WM-Wertung ist Vettel Dritter mit 160 Punkten. Räikkönen, der 2014 zu Ferrari zurückgekehrt war, belegt Rang fünf mit nicht mal halb so vielen Zählern (76).

Kein Aktiver ist in Spa erfolgreicher

Vonseiten Ferraris zeige die Entscheidung das große Vertrauen in Räikkönen, betonte Arrivabene zur weiteren gemeinsamen Zukunft: "Und ich erwarte, dass dieses Vertrauen belohnt wird."

Räikkönen selbst betonte praktisch von Saisonbeginn an, dass es letztlich an Ferrari liege, ob er auch im kommenden Jahr an der Seite des viermaligen Weltmeisters Vettel fährt. "Kimi weiß, wer er ist, was er kann und was er will", hatte Vettel vor ein paar Wochen auch betont. Hätte Ferrari anders entschieden, wäre wohl die Formel-1-Karriere des weltweit von Fans als kultig gefeierten Iceman vorbei gewesen.

Nun aber sind alle Spekulationen zunichte, ob womöglich Räikkönens Landsmann Valtteri Bottas von Williams zu Ferrari wechseln könnte. Damit ist auch der Name von Le-Mans-Sieger und Force-India-Pilot Nico Hülkenberg wieder aus dem Rennen bei Ferrari. Räikkönen dürfte das indes passend zum Rennen in Spa-Francorchamps noch einmal Auftrieb geben. Mit vier Siegen ist er von allen aktiven Piloten dort der erfolgreichste Fahrer.

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