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Fußball: Wirbel um De Bruyne zieht Wolfsburg runter

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Traurige Abschiedsvorstellung?  

Wirbel um De Bruyne zieht Wolfsburg runter

23.08.2015, 12:46 Uhr | sid

Fußball: Wirbel um De Bruyne zieht Wolfsburg runter. Schwacher Auftritt in Köln: Wolfsburgs Mittelfeld-Ass Kevin De Bruyne. (Quelle: imago/Horstmüller)

Schwacher Auftritt in Köln: Wolfsburgs Mittelfeld-Ass Kevin De Bruyne. (Quelle: Horstmüller/imago)

Die anhaltenden Wechselgerüchte und eine erneut ganz schwache Leistung schienen an Kevin De Bruyne zu zehren, als er wortlos in Richtung Mannschaftsbus schlich. Wenige Meter entfernt bestätigte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs das, was alle dachten: Die Millionenangebote von Manchester City und die ungeklärte Zukunft De Bruynes werden auch für den Rest des VfL-Teams zunehmend zur Last.

"Es ist schon richtig, dass uns das beeinflusst", sagte Allofs nach dem ganz schwachen 1:1 (0:1) des Vizemeisters beim 1. FC Köln: "Aber wir können doch jetzt nicht jammern. Wir müssen auch lernen, mit solchen Störfeuern oder Ungewissheiten umzugehen."

Allofs will keine Ausreden gelten lassen

Doch auch rund um den zweiten Spieltag belasteten Spekulationen um den wohl bevorstehenden Abschied von Deutschlands Fußballer des Jahres die Wolfsburger. Eine Summe zwischen 70 und 80 Millionen Euro soll City geboten haben. Einen neuen Stand gebe es nicht, sagte Allofs in Köln jedoch und flüchtete sich angesichts der immer gleichen Fragen schon in Galgenhumor.

"Kevin hat sich mit seiner Leistung dem Rest der Mannschaft angepasst. Das ist doch ein gutes Zeichen, er ist noch ein Bestandteil des Teams", sagte der 58-Jährige. Alle Beteiligten baten darum, die Personalie nicht allein für das Auftreten der gesamten Mannschaft verantwortlich zu machen. Auch Allofs: "Als Ausrede will ich das nicht gelten lassen", sagte er. "Wir dürfen jetzt nicht alles in diesen Topf werfen."

De Bruyne vergibt den Siegtreffer

Deutlich wurde in Köln allerdings: Der VfL Wolfsburg im August 2015 hat wenig mit dem Pokalsieger und Vizemeister der Vorsaison zu tun. Das hatte sich schon in der Vorwoche gegen Eintracht Frankfurt (2:1) angedeutet. "Wir haben hier kein gutes Spiel gezeigt", sagte Trainer Dieter Hecking: "Wir waren 60 Minuten lang uninspiriert, das war schon gegen Frankfurt so und heute nochmal in verschärfter Form. Da müssen wir schnell die Wende hinkriegen."

Vor 46.000 Zuschauern hatte den Wolfsburgern lange Zeit jegliche Dynamik gefehlt. Die Kölner waren gedanklich meist einen Schritt voraus und gingen durch Simon Zoller (30. Minute) verdient in Führung. In der Folge wurden die Gäste eher noch schwächer, De Bruyne ging in dieser Phase mit unter. Erst in der Schlussphase setzte Wolfsburg seine überlegene individuelle Klasse um. Nach dem Ausgleich durch den eingewechselten Nicklas Bendtner (83.) hatte ausgerechnet De Bruyne (90.+2) die große Chance auf den Siegtreffer - scheiterte jedoch völlig freistehend an Kölns Torwart Timo Horn.

Am Freitag gegen Schalke noch dabei?

Noch vor dem Spiel hatte Allofs bei Sky um etwas weniger Hysterie im Wechsel-Theater gebeten. Die zuvor hochgekochten Spekulationen um einen Abschied schon am Wochenende seien "verfrüht", "es ist ein bisschen zu viel Dynamik reingekommen. Wir fahren das jetzt mal runter", sagte Allofs. Berichte über eine bereits erfolgte Einigung zwischen Manchester und dem Spieler träfen zudem "nicht den Kern".

Die Frage zur Zukunft De Bruynes werde er bis zum 31. August beantworten können, sagte Allofs, dann schließt das Transferfenster. Ob der Mittelfeldstar aber am kommenden Freitag gegen Schalke 04 überhaupt noch das VfL-Trikot trägt, bleibt höchst fraglich. "Wenn sie mich jetzt fragen, sage ich: Stand heute ja", gab Allofs lediglich zu Protokoll. Und kletterte zu seinem wertvollsten Spieler in den Mannschaftsbus.

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