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Hamburger SV fühlt sich durch Elfmeter um einen Punkt betrogen

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Spahic-Rot und Strafstoß  

Labbadia kocht: "Der Elfmeter war ein Witz"

30.08.2015, 12:41 Uhr | t-online.de, sid

Hamburger SV fühlt sich durch Elfmeter um einen Punkt betrogen. Um diese Szene geht es: Ist Emir Spahics (li.) Kontakt elfmeter-würdig? (Quelle: imago/Horstmüller)

Um diese Szene geht es: Ist Emir Spahics (li.) Kontakt elfmeter-würdig? (Quelle: Horstmüller/imago)

Auf den Rängen sangen die Kölner Fans nach dem besten Saisonstart seit 19 Jahren Lieder über Unbesiegbarkeit, im Bauch des Stadions brodelte es in Bruno Labbadia und der Hamburger Trainer fühlte sich verschaukelt.

"Wir sind um einen Punkt betrogen worden", sagte der 49-Jährige nach dem 1:2 (0:0) seines HSV beim euphorisierten 1. FC Köln: "Der Elfmeter war eine krasse Fehlentscheidung, ein Witz, das ist nervig und bitter."

UMFRAGE
Elfmeter und Rot gegen Spahic - die richtige Entscheidung?

Selbst Stöger zweifelt

In der dramatischen Schlussphase hatte ein Pfiff von Schiedsrichter Deniz Aytekin den Lärm in Müngersdorf durchdrungen und das Spiel gekippt - kaum jemand wollte anschließend von einem berechtigten Elfmeter sprechen. "Von dort, wo ich stand, hätte ich den nicht gegeben", sagte sogar Kölns Trainer Peter Stöger.

Aytekin allerdings verteidigte seine Entscheidung. "Wir sehen da ganz klar einen Kontakt", sagte er. Dennoch gab er zu, dass die Entscheidung "diskussionswürdig" sei. Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann sprang Aytekin in seiner Funktion als Sky-Experte zur Seite. Es habe zwei Kontakte gegeben, somit seien sowohl der Strafstoß als auch die Rote Karte die unausweichliche Folge gewesen.

In der 79. Minute hatte Anthony Modeste vor dem Hamburger Tor den Ball verstolpert und war dann im Zweikampf mit Emir Spahic zu Fall gekommen. Der Bosnier berührte den Franzosen kaum, dennoch sah er die Rote Karte für eine Notbremse, Modeste (81.) traf zum umjubelten Sieg.

HSV war spielerisch nicht unterlegen

Mit sieben Punkten hat der FC nach drei Spielen nun direkten Kontakt zur Tabellenspitze, seit 1996 sind die Kölner nicht mehr so gut in eine Bundesliga-Saison gestartet. Die letzte Heimniederlage erlaubte sich Stögers Team am 6. Dezember 2014 (1:2 gegen Augsburg), eine solche Serie im eigenen Stadion gab es zuletzt vor mehr als 20 Jahren.

Entsprechend bemüht waren alle Beteiligten, die aufkommende Euphorie einzudämmenden - angesichts der 90 Minuten gegen Hamburg durchaus zu Recht. "Sie haben uns über 60 Minuten nicht ins Spiel kommen lassen", sagte Stöger, dem vermeintlichen Favoritenstatus wurde Köln nicht gerecht. Der HSV war verdient durch Lewis Holtby (47.) in Führung gegangen, der eingewechselte Philipp Hosiner erzielte mit seinem Debüt-Tor für den FC den Ausgleich (76.).

Labbadia: "Nur Verärgerung"

Nach dem späten Sieg in Stuttgart (3:1), dem Unentschieden gegen Vizemeister Wolfsburg (1:1) und dem Erfolg gegen Hamburg bleibt festzuhalten: Köln hätte alle Spiele verlieren können - ebenso wären aber auch drei Siege möglich gewesen. "Wir können das einschätzen. Sieben Punkte geben uns gewisse Sicherheit, mehr nicht", sagte Stöger daher.

In ganz anderer Stimmung gehen die Hamburger in die Länderspielpause. Aytekins Entscheidung brachte den Fast-Absteiger der Vorsaison um den Lohn für einen guten Auftritt. Nach dem peinlichen Pokal-Aus in Jena und der Auftaktklatsche bei Bayern München bleibt der Sieg in der Vorwoche gegen zehn Stuttgarter das einzige Erfolgserlebnis.

Und auch der Blick in die nahe Zukunft sorgte nicht für beste Laune. Torwart René Adler verletzte sich an der Schulter und musste schon in der ersten Halbzeit vom Feld, die Diagnose stand zunächst aus. "Und wahrscheinlich sperrt der DFB Emir Spahic, weil die Rote Karte ja auch irgendwie Sinn machen muss", sagte Labbadia bei Sky: "Momentan nehme ich nur Verärgerung mit."

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