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SV Darmstadt 98: Der Aufsteiger holt seinen dritten Punkt

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Drittes Spiel, dritter Punkt  

Lilien nehmen "kräftigen Schluck aus der Pulle Glück"

30.08.2015, 11:05 Uhr | ost, t-online.de

SV Darmstadt 98: Der Aufsteiger holt seinen dritten Punkt. Luca Caldirola (vorne) rettet Darmstadt den Punkt mit seiner Fußspitze. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Luca Caldirola (vorne) rettet Darmstadt den Punkt mit seiner Fußspitze. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Der erste Punkt war verdient. Der zweite Punkt nicht unverdient. Der dritte Punkt jedoch glücklich. Auch am dritten Spieltag der Bundesliga blieb der SV Darmstadt 98 ohne Niederlage. Doch anders als zum Auftakt gegen Hannover und danach auf Schalke durfte der Aufsteiger nach dem 0:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim tief durchatmen. Denn über eine Niederlage hätte sich bei den Gastgebern keiner beschweren dürfen. 

Sicherlich, die Lilien kämpften und versuchten so die fußballerischen Defizite gegenüber den Kraichgauern wettzumachen. Mit Erfolg. Auch wenn in der Schlussphase die Kräfte bei den Darmstädtern nachließen, die viel zu oft Ball und Gegner hinterher gelaufen waren. "Dass Hoffenheim fußballerisch besser ist, war uns klar – deswegen sind wir auch viel hinterher gehechelt", gestand Dirk Schuster. Und der Trainer des Aufsteigers fügte zufrieden an: "Wir haben uns in alles rein geschmissen. Zum Schluss ging es für uns nur darum, den Punkt mitzunehmen." Was gelang.

Hoffenheim hat 70 Prozent Ballbesitz

Der dritte Zähler also im dritten Spiel für die Darmstädter (Schuster: "Freue mich über den Punkt"), die sich mit dem 0:0 gewiss mehr anfreunden konnten als die Gäste. Zwar verbuchte die TSG nach den Niederlagen in Leverkusen und gegen die Bayern erstmals Zählbares in dieser Saison. Es war aber deutlich mehr drin gewesen. Allein der Ballbesitz (70:30 Prozent zugunsten Hoffenheim) gab Aufschluss über die Kräfteverhältnisse. 

So schien Markus Gisdol in der Beurteilung des Unentschieden am Darmstädter Böllenfalltor ein bisschen hin und her gerissen. "In der jetzigen Phase ist es gut, hier einen Punkt mitzunehmen. Darauf können wir aufbauen", sagte er. Für den Hoffenheimer Trainer war auch klar, dass es schwer ist, beim Aufsteiger zu punkten.

In der Schlussphase häufen sich die Chancen

"Das ist eine ganz eigenartige und abartige Atmosphäre hier. Es ist absolut schwierig hier zu spielen", erklärte Gisdol weiter. Dass sein überlegenes Team dies aber wirklich gut getan, sich aber nur mit einem Zähler belohnt hatte, dürfte ihn dann aber doch gewurmt haben. So räumte er denn auch ein: "Einziger Makel war, dass wir kein Tor gemacht haben." Zumal sich Chancen boten. 

Ließen die Gastgeber lange nichts Zwingendes zu, häuften sich in der Schlussphase die guten Gelegenheiten der Kraichgauer. Dabei war es immer wieder Kevin Kuranyi, der nach seiner Bundesliga-Rückkehr sein bisher bestes Spiel zeigte.

Caldirola rettet mit der Fußspitze

So scheiterte der frühere Nationalspieler in der (73.) gegen Darmstadts Torwart Christian Mathenia, der auch gegen Jonathan Schmid (89.) glänzend parierte. Der Lilien-Keeper war wenige Minuten später zwar geschlagen, die scharfe Hereingabe konnte Kuranyi aber nicht mehr richtig kontrollieren – der Ball landete nur am Außennetz. Und bei seiner dritten Großchance klärte Darmstadts Luca Caldirola in der Nachspielzeit akrobatisch und letzter Kraft auf der Linie mit der Fußspitze. Eine Schuhgröße kleiner, und der Italiener hätte den Ball verpasst. 

"Ich weiß, dass wir in den letzten beiden Spielen einen Schluck aus der Pulle genommen haben, wo Glück draufsteht", sagte Schuster daher. Dass Sandro Wagner sein Team Sekunden vor dem Abpfiff mit der ersten und einzigen echten Chance beinahe noch zum Sieg geschossen hätte, darauf ging der Darmstädter Coach nicht ein. Wohl wissend, dass es des Glücks dann doch ein bisschen viel gewesen wäre.

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