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Sport: Ein Deutscher im "Air Race" - Dolderer lebt grenzenlos

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Ein Deutscher im "Air Race" - Dolderer lebt grenzenlos

04.09.2015, 10:24 Uhr | dpa

Sport: Ein Deutscher im "Air Race" - Dolderer lebt grenzenlos. Matthias Dolderer ist der einzige Deutsche im "Red Bull Air Race".

Matthias Dolderer ist der einzige Deutsche im "Red Bull Air Race". Foto: Sebastian Marko/Global Newsroom. (Quelle: dpa)

Spielberg (dpa) - Gemütlichkeit ist nichts für einen Ausnahmepiloten wie Matthias Dolderer, der in höheren Sphären schwebt als andere. Der Himmel ist die Heimat des 44-Jährigen, und wenn er aus seinem einmotorigen Kunstflugzeug heraus in die Tiefe schaut, nimmt die Freiheit grenzenlose Züge an.

"Die Perspektive, da oben wie ein Vogel zu fliegen, überwältigt einen", sagt der einzige Deutsche im "Red Bull Air Race", der weltweit prominentesten WM-Serie von Luftrennen. Am Wochenende darf sich Dolderer quasi auf ein Heimspiel im österreichischen Spielberg freuen - vor den Augen vieler Freunde saust er dann mit mehr als 350 Stundenkilometern durch die Luft.

Der Baden-Württemberger war schon immer ein Kind der Lüfte. Als seine Kumpels nach der Schule auf den Bolzplatz gingen, lief Dolderer zum Flugplatz seiner Eltern in Tannheim, einer Gemeinde zwölf Kilometer von Memmingen entfernt. Als die anderen Jungs gegen den Ball traten, schaute Dolderer zahllosen Flugzeugen hinterher, jeden Tag aufs Neue. Uni? War später nie ein Thema für ihn. "Die Fliegerei war von Anfang an in meinem Blut, ich wollte immer den Kick erleben, einfach fliegen." Mit 14 Jahren durfte er endlich selbst mit einem Flugzeug aufsteigen - es war der Beginn einer steilen Karriere.

Im rekordverdächtig jungen Alter von 21 Jahren machte Dolderer den Fluglehrerschein, danach konzentrierte er sich aufs Kunstfliegen. Im Jahr 2009 erkämpfte sich der Deutsche schließlich einen festen WM-Startplatz im "Air Race", bei dem die Piloten ihre einmotorigen Propellermaschinen in insgesamt acht Rennen möglichst fehlerfrei durch aus luftgefüllten Pylonen bestehende Slalomkurse steuern müssen. Ziel ist es, die vorgeschriebenen Manöver in einer guten Zeit hinter sich zu bringen, der Schnellste gewinnt.

Nur 14 sehr erfahrene Piloten sind von der Weltflugsport-Föderation FAI überhaupt fürs Starterfeld zugelassen - auch, weil die Gefahr immer mitfliegt. Erst im August starben bei zwei dramatischen Flugschau-Unfällen in England und in der Schweiz mehrere Menschen. "Die Leute im Air Race respektieren das Leben", sagt Dolderer.

Zu den hohen Geschwindigkeiten kommen die enormen Fliehkräfte, die den Athleten auch beim sechsten WM-Stopp der Saison in Spielberg alles abverlangen werden. Mentale Fitness, technisches Fachwissen und eine außergewöhnliche Reaktionsschnelligkeit sind Muss-Faktoren. Aber Herausforderungen schrecken Dolderer sowieso nicht ab. "Es gibt nichts, das jemand anders kann, ich aber nicht kann. Das ist nur eine Sache der Übung", behauptet er voller Überzeugung. "In jedem Menschen ist dieses Ich-will-gewinnen-Ding drin, denn gewinnen gibt ein cooles Gefühl."

Das "Air Race" ist ein teurer Spaß, jedes Flugzeug kostet mehrere hunderttausend Euro. "Das ist nötig, um mithalten zu können", sagt Dolderer, der auf Platz sieben der Gesamtwertung liegt und es mehrmals in seiner Karriere bei Einzelevents aufs Podest schaffte.

Vor der Jahrtausendwende war er noch unschlüssig, wo genau sein Weg hinführen würde. Dolderer bewarb sich um Jobs als Langstreckenpilot - erfolglos. "Die haben damals gesagt: Mein Persönlichkeitsprofil passt nicht ins Firmenprofil", berichtet Dolderer über zwei Firmen. Heute sei er froh, dass das damals nicht klappte. "Es wäre schnell langweilig geworden. Viele dieser Piloten sind nur Knöpfedrücker."

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