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Ringen: Stäbler holt an einem "schlechten Tag" den WM-Titel

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Ringen  

Stäbler holt an einem "schlechten Tag" den WM-Titel

08.09.2015, 08:31 Uhr | dpa

Ringen: Stäbler holt an einem "schlechten Tag" den WM-Titel. In einem packenden Kampf hat Frank Stäbler (r) den serbischen Titelverteidiger Davor Stefanek mit 5:1 besiegt.

In einem packenden Kampf hat Frank Stäbler (r) den serbischen Titelverteidiger Davor Stefanek mit 5:1 besiegt. Foto: Paul Buck. (Quelle: dpa)

Las Vegas (dpa) - Fragen an Weltmeister Frank Stäbler, der bei den Titelkämpfen in Las Vegas im griechisch-römischen Stil nach 21 Jahren wieder einen WM-Titel für Deutschland gewann.

Können Sie den WM-Titel schon realisieren?

Frank Stäbler: "Es ist noch wie im Traum. Seit meiner Kindheit träume ich von diesem Gürtel. Vor acht Jahren hatte ich wirklich einen Traum, wie mich mein Heimtrainer Andreas Stäbler auf den Schultern über die Matte trägt."

Er hat einen großen Anteil an ihrer Entwicklung?

Stäbler: "Das ganze Trainerteam hat hervorragend gearbeitet. Aber Andreas, mit dem ich weder verwandt noch verschwägert bin, gibt mir immer wieder einen gewissen Kick. Ich war unglaublich fokussiert und ließ mich von nichts ablenken, führte auch keine Kampfrichterdiskussionen. Ich hatte diesmal immer den Blick aufs Wesentliche."

Sie machten in den ersten Kämpfen kurzen Prozess mit ihren Gegnern. War es der optimale Einstieg in den Wettkampftag?

Stäbler: "Das klingt vielleicht blöd, aber ich fühlte mich in den ersten Kämpfen extrem platt, hatte irgendwie einen schlechten Tag erwischt. Erst nach dem Viertelfinalsieg gegen den Amerikaner war der Bann gebrochen. Da stand ja auch die Olympia-Teilnahme fest."

Wie haben Sie sich in kurzer Zeit so aufgerappelt? Immerhin räumten Sie auf dem Weg zum Titel mit Stefanek (2014) und Ryu (2013) gleich zwei Weltmeister beiseite.

Stäbler: "Wir fuhren in der Mittagspause ins Hotel, ich sollte einen Mittagsschlaf machen. Doch bei dem Adrenalin im Körper konnte ich kaum schlafen, nur etwas ruhen. Danach gab es noch einen leichten Trainingskampf zum Wachwerden. Es hat offenbar geholfen."

Sie hatten unglaubliche Unterstützung von der Tribüne, dabei hatten Sie doch den Amerikaner ausgeschaltet?

Stäbler: "Meine Freundin Sandra, meine Familie und insgesamt 22 Freunde haben den Weg nach Las Vegas angetreten. Sie geben mir unheimlich viel Kraft und feuern mich enorm an. Es ist schön, dass ich Ihnen heute so viel zurückgeben konnte. Allerdings habe ich sie noch nicht umarmen können, erst war Siegerehrung, dann Dopingkontrolle. Heute Abend werde wir alle zusammen eine Flasche Sekt köpfen."

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