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Spielbericht  

Trotz Überlegenheit: Stuttgart muss sich auch Schalke geschlagen geben

20.09.2015, 17:28 Uhr | sid

Stuttgart muss sich auch Schalke geschlagen geben. Zweikampf zwischen dem Schalker Max Meyer (re.) und Florian Klein. (Quelle: dpa)

Zweikampf zwischen dem Schalker Max Meyer (re.) und Florian Klein. (Quelle: dpa)

Chancen über Chancen, aber wieder keine Punkte: Der VfB Stuttgart hat auch das fünfte Spiel in dieser Saison verloren. Trotz großer Überlegenheit und bester Gelegenheiten unterlagen die Schwaben Schalke 04 am 5. Spieltag mit 0:1 (0:0). Stuttgart bleibt damit knapp vor Borussia Mönchengladbach Vorletzter der Tabelle. Die schwachen Gäste dagegen nutzten durch Leroy Sané (53.) eine ihrer wenigen guten Gelegenheiten konsequent aus und feierten, vor allem aber dank des überragenden Ralf Fährmann im Tor, ihren dritten Saisonsieg.

42 Siege waren dem VfB gegen Schalke in der Bundesliga bereits gelungen - so viel wie gegen keine andere Mannschaft. Ihrem 43. Sieg gegen Königsblau versuchten sich die Stuttgarter nach den vier Niederlagen seit Saisonbeginn mit kontrollierter Offensive zu nähern: gepresst wurde nach wie vor, auch noch vorne ging es mit Entschlossenheit, jedoch wirkte alles längst nicht mehr so ungestüm und konteranfällig wie in den ersten Spielen. Nur die Chancenverwertung blieb miserabel, zum Teil stümperhaft; auch, weil Fährmann ein ums andere Mal glänzte.

Baumgartl lässt Killerinstinkt vermissen

Beste Gelegenheiten hatte der VfB reichlich, symptomatisch war allerdings eine Szene bereits in der 17. Minute: Timo Baumgartl schaffte es irgendwie, nach einer Flanke von Filip Kostic den Ball aus zwei Metern nicht ins leere Tor zu köpfen sondern in die Mitte - wo kein Mitspieler stand. Hinzu kamen auch in der zweiten Halbzeit mehrere Situationen, in denen der VfB unbeholfen gute Chancen vergab. Und dann war da noch Fährmann.

Auf der Gegenseite hatte Schalke, das aufgrund der defensiv sehr engagiert arbeitenden Stuttgarter kaum stattfand, vor dem Führungstreffer nur eine Gelegenheit - VfB-Torhüter Przemyslaw Tyton, der seine Rot-Sperre abgesessen hatte, reagierte jedoch glänzend gegen Joel Matip (20.). Ansonsten hatten die schwachen Gäste Mühe, die überlegenen Schwaben unter Druck zu setzen. Dazu wirkten sie in der Abwehr oft konfus, was angesichts der Unfähigkeit des VfB beim Torschuss und Fährmanns Sahnetag aber folgenlos blieb.

Einzelleistung von Sané entscheidet das Spiel

Umso überraschender, dass Schalke dann doch in Führung ging. Wenig überraschend, dass es ein schneller Gegenstoß war. Sané, kurz zuvor von Schiedsrichter Manuel Gräfe wegen einer Schwalbe im Strafraum völlig zurecht verwarnt, sprintete nach einem Ballverlust von Maxim weit in der Schalker Hälfte und einem Pass von Johannes Geis auf und davon, tanzte noch seinen Verfolger Florian Klein aus und traf ins lange Eck.

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