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Red Bull sucht neuen Motor: Ferrari oder wir steigen aus

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Suche nach neuem Motor  

Red Bull droht: Ferrari oder wir steigen aus

18.09.2015, 18:13 Uhr | dpa

Red Bull sucht neuen Motor: Ferrari oder wir steigen aus. Das Red-Bull-Team um Helmut Marko (li.) und Christian Horner droht wieder einmal mit einem Ausstieg aus der Formel 1. (Quelle: imago/Sven Simon)

Das Red-Bull-Team um Helmut Marko (li.) und Christian Horner droht wieder einmal mit einem Ausstieg aus der Formel 1. (Quelle: imago/Sven Simon)

Nach dem Ausstieg von Partner Renault tickt die Uhr für das Red-Bull-Team. Die Suche nach einem neuen Motorenlieferanten für die kommende Saison läuft auf Hochtouren und setzt die Verantwortlichen unter Druck. Diesen gibt der Rennstall an Ferrari weiter und droht wieder einmal mit Ausstieg aus der Formel 1.

Sollte es mit einer Zusammenarbeit im Sinne von Red Bull nicht klappen, würden demnach beide Teams des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz, Red Bull und Toro Rosso, nicht mehr antreten. "Wenn es keinen konkurrenzfähigen Motor für uns gibt, dann gibt es Red Bull nicht mehr in der Formel 1", sagte RB-Motorsportberater Helmut Marko dem österreichischen Sender ORF beim Großen Preis von Singapur.

Marko: "B-Version kommt nicht infrage"

Demnach liegt es für Marko nun an Ferrari, die Teams den Vorstellungen von Red Bull entsprechend mit Antrieben zu beliefern, damit der einstige Seriensieger wieder ins WM-Rennen eingreifen kann. "Es gibt nur noch eine Gesprächsbasis mit Ferrari, aber eine B-Version kommt für uns nicht infrage", betonte Marko. Teamchef Christian Horner stellte ebenfalls vor dem Nachtrennen an diesem Sonntag klar: "Wenn wir keinen Motor haben, können wir nicht fahren."

Mateschitz hat jedoch von "positiven" Gesprächen mit dem möglichen Partner Ferrari gesprochen. Diese hätten bislang Marko und Ferraris Teamchef Maurizio Arrivabene geführt. Sollte es zu einer Einigung kommen, würden wohl er selbst (Mateschitz, d. Red.) und Ferrari-Chef Sergio Marchionne den Vertrag unterschreiben. "Das wäre für die nächsten zwei, drei Jahre eine sehr akzeptable Lösung", sagte Mateschitz in einem Interview der "Salzburger Nachrichten".

Red Bull fuhr schon einmal mit Ferrari-Aggregaten

Illusionen würde er sich beim Abschluss einer solchen Partnerschaft aber nicht hingeben. "Wenn Ferrari als Werksteam mit Vettel den Titel nicht schafft, wird es für uns auch nicht möglich sein. Aber wir können in die ersten drei Startreihen und von dort aufs Podium fahren", sagte Mateschitz.

Red Bull war 2006 schon mal mit Ferrari-Motoren angetreten, Toro Rosso sogar von 2007 bis 2013. Von Mercedes hat Red Bull ein Nein zu einer möglichen Partnerschaft bekommen.

Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit Renault, die vier Titel für Sebastian Vettel und vier Konstrukteursweltmeisterschaften in Serie eingebracht hat, endet die seit der Einführung der Turbotriebwerke kriselnde Partnerschaft nach dieser Saison. Renault denkt über den Kauf des Lotus-Teams oder aber ebenfalls einen kompletten Rückzug nach. Einen andere Alternative - Mercedes oder Honda - gibt es den Worten Marko zufolge für Red Bull nicht.

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