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Formel 1: Mercedes rätselt über Leistungseinbruch in Singapur

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"Der Schock ist groß"  

Mercedes rätselt über Leistungseinbruch

20.09.2015, 08:51 Uhr | dpa, t-online.de

Formel 1: Mercedes rätselt über Leistungseinbruch in Singapur. Lewis Hamilton übt sich in Erklärungsversuchen für das Desaster im Qualifying. (Quelle: dpa)

Lewis Hamilton übt sich in Erklärungsversuchen für das Desaster im Qualifying. (Quelle: dpa)

Nach dem Qualifying zum Großen Preis von Singapur war das Mercedes-Team im Schockzustand. Zum ersten Mal in der Hybrid-Ära war es geschlagen worden - und zwar deutlich. Eine Chance auf die Pole Position gab es nie. Die Silberpfeile, die die Konkurrenz sonst nach Belieben beherrscht hatten, wirkten ratlos. "Unerklärlich", sagte Nico Rosberg, der nur Sechster wurde.

"Wir hatten einfach keinen Grip. Wir müssen die Enttäuschung jetzt verdauen, das ist schon heftig. Der Schock ist groß", fügte der Vizeweltmeister hinzu. Motorsportboss Toto Wolff brachte es auf den Punkt: "Das ist eine richtige Watschn."

Lewis Hamilton hatte ebenfalls keine Erklärung: "Es ist ein Fragezeichen in unseren Köpfen, warum die Reifen keinen Grip aufgebaut haben. Wir haben überhaupt keine Ahnung, was dahinter steckt", sagte der Brite, der mit Rang fünf die Einstellung eines über 25 Jahre alten Rekords von Ayrton Senna von acht Top-Startplätzen nacheinander verpasste.

Mercedes wollte es erst nicht glauben

Zusammen hatten die beiden Mercedes-Piloten in den vorangegangenen 23 K.-o.-Ausscheidungen die Pole Position unter sich ausgemacht. Noch eine mehr in Singapur und Mercedes hätte auch die Bestmarke von Williams aus den Jahren 1992/1993 eingeholt.

Neben Sebastian Vettel, der zuletzt am 23. November 2013 in Brasilien auf die Pole gerast war, verhinderten das aber noch Daniel Ricciardo auf Rang zwei im Red Bull, Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari und Daniil Kwyat im zweiten Red Bull. "Kein Mercedes hier ist für alle eine Überraschung", sagte Ricciardo bei der Pressekonferenz der besten Drei. "Wir waren so dominant, dass es echt gedauert hat, bis wir akzeptiert haben, dass etwas fehlt", beschrieb Rosberg, wie überraschend dieser Leistungseinbruch für das Team selbst war.

Wenig Hoffnung für das Rennen

Allerdings hatte sich ein kleiner Einbruch bei den Silberpfeilen schon angedeutet. Beim Training am Freitag fuhr Kwyat die Tagesbestzeit, am Samstag vor der Qualifikation war Vettel auch schon der Schnellste gewesen. Während Hamilton und Rosberg wie die anderen Piloten bei brutalen Bedingungen von knapp 30 Grad und nahezu 80 Prozent Luftfeuchtigkeit in ihren heißen Cockpits schwitzten, bekamen sie ihre Reifen auf dem 5,065 Kilometer langen Kurs einfach nicht auf die ideale Renntemperatur.

Aus dem kleinen Einbruch wurde eine handfeste Überraschung. Anstatt sich einen Zweikampf um den Sieg zu liefern, müssen Hamilton und Rosberg nun erstmal an vier Autos vorbeikommen - vier Autos, die sich in praktisch allen Einheiten als schneller erwiesen haben. Außerdem ist der Stadtkurs eng, überholen schwierig. Der Glaube daran fehlt bei allen Beteiligten. "Die Red Bulls waren in den Longruns extrem schnell. Ich bezweifle, dass wir bis morgen etwas finden", war Hamilton pessimistisch.

"Wir haben Downforce, wir haben den Motor. Aber wenn du das nicht auf die Straße übertragen kannst, fehlt etwas. Man sollte nie aufgeben, aber man sollte auch keine Wunder erwarten. Wir sind Fünfter und Sechster, unsere Longruns waren gestern nicht gut. Wir müssen realistisch sein", stimmte Wolff in das Wehklagen mit ein. Rosberg sagte es fatalistischer: "Die können wir morgen nicht schlagen."

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