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BVB setzt dickes Ausrufezeichen - Showdown beim FC Bayern?

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Gala gegen Leverkusen  

Dortmund setzt ein dickes Ausrufezeichen

21.09.2015, 15:55 Uhr | t-online.de

BVB setzt dickes Ausrufezeichen - Showdown beim FC Bayern?. Der BVB dominiert Bayer Leverkusen: Henrich Mchitarjan und Shinji Kagawa (re.). (Quelle: dpa)

Der BVB dominiert Bayer Leverkusen: Henrich Mchitarjan und Shinji Kagawa (re.). (Quelle: dpa)

Aus Dortmund berichtet Patrick Brandenburg

Für die Fans von Borussia Dortmund war die Sache nach der erneuten Gala bereits sonnenklar: "Wer wird Deutscher Meister? BVB Borussia" sang die schwarz-gelbe Gemeinde im früheren Westfalenstadion - glückselig wie in besten Zeiten. 3:0 im Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen, mit tollen Kombinationen und klasse Toren. Dazu die Siegesserie ausgebaut und die Tabellenspitze vor dem FC Bayern verteidigt. Der BVB meldet sich mit Macht zurück und wird in dieser Form lange an der Bundesliga-Spitze mitmischen.

"Wir sollten uns keine Gedanken machen, wo unser Limit liegt", sagte Trainer Thomas Tuchel nach der Partie - für seine Verhältnisse ziemlich unbescheiden. Der neue Coach war auch nicht überrascht vom bärenstarken Auftritt seiner Mannschaft, die nun auf die optimale Startbilanz aus 11 Siegen in 11 Pflichtspielen kommt und in der Bundesliga mit 15 Punkten und 18:3 Treffern Rang eins vor Titelverteidiger München behauptet - dank der besseren Tordifferenz. "Wir haben heute eine große Schärfe ausgestrahlt", sagte Tuchel zufrieden und freute sich neben dem spielerischen Glanz auch über die zurück gewonnene Wettkampfhärte. 150:105 gewonnene Zweikämpfe unterstützen seine These. 

Große Fortschritte in wenigen Monaten

Dabei hatte vor dem Duell mit Leverkusen noch so mancher Kritiker geunkt, das Spiel gegen die wilden Balljäger vom Rhein sei der erste wirkliche Prüfstein - die Auftakt-Gala gegen Gladbach schlichtweg übergehend. Gegen Bayer zeigte der BVB nun auch dem letzten Ungläubigen, welche Fortschritte das Team in den wenigen Monaten mit neuem Coach gemacht hat. Obwohl Leverkusen das Heimteam extrem hoch anlief - teilweise zehn Meter vor dessen Strafraum - befreite sich die Borussia in fast allen Fällen nahezu spielerisch aus der Umklammerung. Dabei leistete sich Tuchel sogar den Luxus, Offensivstar Marco Reus bei dieser wichtigen Aufgabe zu schonen, obwohl der Nationalspieler nach ausgeheiltem Zehenbruch im Notfall wohl hätte spielen können.

Kagawa bärenstark und torgefährlich

Aber warum auch in einem so hoch intensiven Spiel mit zahlreichen Zweikämpfen das Risiko einer Folgeverletzung eingehen, wenn beim BVB regelmäßig andere Hochbegabte in die Bresche springen. In dem mit Spannung erwarteten Topduell war es nun Shinji Kagawa. Der Japaner bestätigte seine Form und dirigierte die Borussia zum souveränen Sieg. Mit einem Traumpass aus der eigenen Spielhälfte bereitete er den Führungstreffer durch Jonas Hofmann vor (19. Minute), auch wenn der Treffer letztlich durch das zögerliche Eingreifen von Bayer-Torwart Bernd Leno begünstigt wurde. Das vorentscheidende 2:0 erzielte Kagawa selbst (58.). Dass der glücklich ins Tor kullernde Ball seine Leistung irgendwie karikierte - geschenkt. "Spätestens da war die Luft beim Gegner raus", analysierte Torschütze Hofmann, der im Kampf um die Startelfplätze punktete.

Sechzehn Minuten vor Schluss beseitigte Pierre-Emerick Aubameyang per Elfmeter allerletzte Zweifel. Der Gabuner erzielte seinen sechsten Saisontreffer und kommt damit voran beim Versuch, die Zwanzig-Tore-Wette mit seinem Trainer zu gewinnen. Der BVB-Sieg hätte sogar deutlich höher ausfallen können. Nach Foul des überforderten Tah an Aubameyang direkt nach der Pause hätte es ebenfalls Strafstoß geben müssen. Von den fünf (!) weiteren guten Einschuss-Gelegenheiten besaß Joker Gonzalo Castro mit Schlusspfiff die beste. Doch der 11-Millionen-Einkauf scheitete gegen sein früheres Team am Pfosten und besetzt bei den Dortmunder Höhenfliegern weiter die Rolle des tragischen Helden.

Keeper Bürki erstmals wirklich geprüft

Auch die Gäste hatten ihre Chancen. Stark bei Bayer: Kevin Kampl als Abräumer und Antreiber im defensiven Mittelfeld. Der nach nur einem halben Jahr von Dortmund nach Leverkusen abgeschobene Slowene wollte zeigen, was wirklich in ihm steckt. Auch dank seiner Hilfe spielte sich Bayer mehrfach aussichtsreich vors Tor von Roman Bürki, obwohl die eigene Spielgestaltung nicht so die Sache der Überfallfußballer aus Leverkusen ist. Deren neuer Stürmerstar Chicharito hatte kurz nach der BVB-Führung den Ausgleich auf dem Fuß, war aber dann wohl zu überrascht, wie frei er plötzlich stand. Bei der zweiten Gelegenheit des Mexikaners verhinderten ein elfmeterreifer Schubser von Dortmunds Linksverteidiger Marcel Schmelzer sowie der aufmerksame Bürki, dass Bayer ins Spiel fand (52.).

Der BVB-Keeper machte im Übrigen sein bislang bestes Spiel für Schwarz-Gelb. Auch, weil er viel öfter im Blickpunkt stand als zuvor: "Heute habe ich einiges aufs Tor bekommen", sagte der Schweizer fast ein wenig glücklich. So entschärfte die neue Nummer eins der Westfalen einen der gefährlichen Freistöße Hakan Calhanoglus (61.) und reagierte nervenstark im Duell Eins gegen Eins mit dem eingewechselten Julian Brandt (75.). Mindestens ebenso wichtig war aber, dass sich der ballsichere Bürki als Verteilstation für seine Abwehr einschaltete, um das Pressing der Gäste ins Leere laufen zu lassen.

Showdown beim FC Bayern?

"Der BVB hat absolut verdient gewonnen", zog Bayer-Trainer Roger Schmidt in der Pressekonferenz den Hut und da gab es wohl keine zwei Meinungen. Während sich die ambitionierte Werkself nach der dritten Liga-Niederlage in Serie und dem schwachen Saisonstart bereits Gedanken machen muss, wie die Trendwende zu schaffen ist, geht die Dortmunder Tormaschine mit noch breiterer Brust in die Aufgaben in Hoffenheim am Mittwoch und gegen Aufsteiger Darmstadt am kommenden Sonntag. Nicht auszuschließen, dass die Westfalen auch Anfang Oktober noch mit weißer Weste dastehen. Viel schneller als selbst von kühnsten Optimisten nach der vergangenen Seuchensaison erwartet, liefe es dann am 4. Oktober schon wieder auf einen echten Showdown beim großen FC Bayern hinaus.

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