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Lewis Hamilton: Ich bin mehr als 100 Millionen Euro wert

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Formel-1-Star im Interview  

Hamilton: Bin mehr als 100 Millionen Euro wert

25.09.2015, 11:19 Uhr | t-online.de

Lewis Hamilton: Ich bin mehr als 100 Millionen Euro wert. Liebt die Extravaganz: Lewis Hamilton. (Quelle: WENN)

Liebt die Extravaganz: Lewis Hamilton. (Quelle: WENN)

Ein Mann der leisen Töne war Lewis Hamilton noch nie. Nun betreibt der Formel-1-Pilot mittels eines Interviews mit dem "Blick" ordentlich Bad-Boy-Imagepflege. Angesprochen auf eine frühere Aussage in englischen Medien, wonach er jeden Penny seines 100-Millionen-Pfund-Vertrags wert sei, konterte Hamilton: "Ich erinnere mich nicht mehr, aber ich bin mehr wert."

Auch bezüglich seiner Zukunft hat der Mercedes-Fahrer eher lebemännische Pläne. "In zehn Jahren sitze ich irgendwo auf einem Boot, mit einer Zigarre und vielen Frauen", sagte Hamilton. Oder doch eine Schauspiel-Karriere? Nach einem Kurzauftritt im Kinofilm "Zoolander 2" scheint Hamilton Blut geleckt zu haben: "Später ist Hollywood sicher mal ein Thema."

"Ich will nie Zweiter werden"

Doch so sehr Hamilton im Privatleben die Zügel locker lässt, so ehrgeizig zeigt sich der 30-Jährige in seinem Beruf als Rennfahrer. "Ich habe in meinen Leben jede Niederlage gehasst", so Hamilton. Auch die Aussicht, auf Punkte zu fahren und mit gelegentlichen zweiten Plätzen den WM-Titel zu sichern, stößt dem aktuell Führenden der Fahrerwertung übel auf: "Das würde mich echt anpissen. Ich will nie Zweiter werden, ich will immer gewinnen. Ich wäre stinksauer. Vor allem, wenn mich mein Teamkollege schlägt."

Auf den Titel möchte Hamilton noch nicht schielen. "Die WM ist kein großes Thema für mich", so Hamilton. "Das sind mehr die Siege bei jedem Rennen. Bis Abu Dhabi sind noch 150 Punkte zu vergeben, also lassen wir die Spekulationen. Auch die Jagd auf die Rekorde von Michael Schumacher - 91 Grand-Prix-Siege und sieben WM-Titel - ist für Hamilton nicht interessant. "Diese 91 unglaublichen Erfolge überlasse ich Schumi gerne", sagte Hamilton.

Neue Freiheiten bei Mercedes

Seit seinem Wechsel von McLaren zu Mercedes zur Saison 2013 hat sich der 30-Jährige nach seinem ersten Jahr noch einmal deutlich gesteigert. Das führt Hamilton vor allem auf die Freiheit, die er bei seinem neuen Team genießt, zurück. Wurde er bei McLaren noch gemaßregelt, darf er bei Mercedes seinen polarisierenden Lebensstil in vollen Zügen praktizieren: "Ich konnte mich endlich aus der Umklammerung lösen, das Schneckenhaus verlassen – und ich selbst sein. Jetzt fühle ich mich frei und kann tun, was ich will, und nicht, was andere von mir erwarten."

"Es ist einfach großartig, dass ich mich frei bewegen und so leben und anziehen kann, wie ich will", so Hamilton weiter. "Das ist vielleicht auch der Grund, warum ich jetzt so super fahre, weil ich mich nicht mehr schämen muss, woher ich komme und wer ich bin." Zudem sei das erfüllende Privatleben ein wichtiger Faktor für seine Ergebnisse auf der Strecke: "Wenn du zufrieden bist, machst du auch einen besseren Job. Ich habe die richtige Balance gefunden."

Brawn ist das Zünglein an der Waage

Mit dem Gerücht, dass Niki Lauda ihn damals im Hotelzimmer zum Wechsel zu Mercedes überredete, räumt Hamilton auf. Erst zwei Wochen nach dem Gespräch mit Lauda habe er sich "nach weiteren langen Diskussionen mit Mercedes entschieden, McLaren zu verlassen". "Das habe ich selbst entschieden", entkräftet Hamilton zudem Stimmen, die behaupten, sein damaliger Manager habe ihm die Entscheidung abgenommen.

Der Grund, sich einem neuen Rennstall anzuschließen, war für Hamilton der Reiz, die eigene Qualität in mehreren Teams unter Beweis zu stellen: "Man vergleicht ja oft Fahrer, die nur mit einem Team gewonnen haben, mit solchen, die das mit mehreren Teams geschafft haben. Darin lag für mich die Herausforderung für den Wechsel. Ob gut oder schlecht. Ich wollte meine Erfahrungen von McLaren zu einer neuen Station der Karriere mitbringen. Ich wollte einfach wissen, ob ich auch ein neues Team erfolgreich machen kann, wie es Michael Schumacher nach Benetton bei Ferrari tat."

Letztlich war es ein Treffen mit Ross Brawn, das Hamilton zum Wechsel bewegte. Im Haus von Hamiltons Mutter legte der damalige Mercedes-Teamchef alle Pläne für die Zukunft dar. "Er weihte mich in die letzten Details ein, sagte auch, warum gewisse Dinge noch nicht funktionieren. Wow, diese Offenheit hat mich sehr beeindruckt. Am Ende habe ich mir gesagt, dass keine Firma der Welt bessere Motoren für die neue Hybrid-Formel bauen kann als Mercedes. Ich war einfach überzeugt."

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