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Noch kein Motor: Lage bei Red Bull spitzt sich dramatisch zu

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"Wir haben keinen Motor"  

Lage bei Red Bull spitzt sich dramatisch zu

29.09.2015, 16:31 Uhr | t-online.de

Noch kein Motor: Lage bei Red Bull spitzt sich dramatisch zu. Sorgenvoller Gesichtsausdruck: Bei Red-Bull-Teamchef Christian Horner schwindet die Hoffnung auf einen Verbleib in der Formel 1. (Quelle: imago/LAT Photographic)

Sorgenvoller Gesichtsausdruck: Bei Red-Bull-Teamchef Christian Horner schwindet die Hoffnung auf einen Verbleib in der Formel 1. (Quelle: LAT Photographic/imago)

Dem ehemaligen Erfolgsrennstall Red Bull droht mehr denn je das Aus in der Formel 1. Teamchef Christian Horner sieht mit Blick auf das kommende Jahr schwarz. "Die Situation ist kritisch. Wir haben für die nächste Saison keinen Motor", wird der Brite von "speedweek.com" zitiert.

Horner ließ durchblicken, dass sich die Verhandlungen mit Ferrari als Antriebslieferant äußerst zäh gestalten. "Langsam wird es eng, sehr eng", sagte er. Bereits in der vergangenen Woche hatte Firmenboss Dietrich Mateschitz die Situation als "hoffnungslos" beschrieben und von einem Ausstieg gesprochen, falls der Rennstall keinen konkurrenzfähigen Motor findet.

Hitzige Diskussion bei Ferrari

Nach der Trennung von Renault gestaltet sich die Suche in der Tat kompliziert: Mercedes hat Red Bull schon vor Wochen abgesagt, Honda ist wegen der schwachen Performance derzeit keine Alternative. Bleibt also nur noch Ferrari. Das Problem an der Sache: Red Bull will nur das aktuelle Aggregat mit all seinen Ausbaustufen. Ein Vorjahresmotor kommt für den früheren viermaligen Serienweltmeister nicht infrage.

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene zeigt sich nach wie vor gesprächsbereit. Bei der Scuderia soll aber intern eine hitzige Diskussion laufen, ob man Red Bull das Werksmaterial zur Verfügung stellen soll. Red Bull würde unnötig zu einem starken Rivalen aufgebaut, lautet das Argument der Gegner. Aus diesem Grund will auch Mercedes dem ehemaligen Team von Sebastian Vettel nicht helfen.

Für Toro Rosso Situation noch schwieriger

Erschwerend kommt hinzu, dass auch Toro Rosso einen neuen Motor braucht. Für das Red-Bull-Schwesterteam ist die Situation noch prekärer, weil der Rennstall wegen fehlender Ressourcen "weniger flexibel auf einen Motorenwechsel reagieren kann", sagte Horner und betonte: "Toro Rosso ist in einer ähnlichen Situation wie wir. Aber ihr Timing ist noch kritischer als unseres."

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