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1899 vs. VfB Stuttgart: Wir können alles - außer Bundesliga

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Krise im Ländle  

"Wir können alles - außer Bundesliga"

02.10.2015, 07:44 Uhr | t-online.de

1899 vs. VfB Stuttgart: Wir können alles - außer Bundesliga. Markus Gisdol (li.) und Alexander Zorniger befinden sich mit ihren Klubs im Tabellenkeller. (Quelle: imago/Eibner/DeFodi)

Markus Gisdol (li.) und Alexander Zorniger befinden sich mit ihren Klubs im Tabellenkeller. (Quelle: Eibner/DeFodi/imago)

Von Nico Herold

Wer sich in letzter Zeit in den sozialen Netzwerken herumgetrieben hat, durfte sich über eine umgewandelte Form eines baden-württembergischen Werbespruchs erfreuen. Gemünzt auf die Klubs aus dem Ländle hieß es dort: "Wir können alles - außer Bundesliga." Bei der TSG Hoffenheim und dem VfB Stuttgart dürfte der Spruch für wenig Lacher gesorgt haben. Beide Vereine haben den Bundesliga-Start gehörig in den Sand gesetzt.

Am Wochenende treffen die beiden ambitionierten Vereine im direkten Duell aufeinander (Samstag, ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Der Verlierer der Partie bleibt im Tabellenkeller und verliert den Anschluss an das Tabellenmittelfeld immer mehr aus den Augen.

Beide Vereine weit unter den Erwartungen

Ein Mann der beide Vereine besonders gut kennt, ist Karlheinz Förster. Der ehemalige Verteidiger spielte elf Jahre lang für den VfB Stuttgart, war von 1999 bis 2001 Sportdirektor der Schwaben und in der Saison 2005/2006 sportlicher Berater der TSG Hoffenheim. Den schlechten Saisonstart beider Teams kann auch er sich nicht wirklich erklären. "Ich habe es bei beiden Verein anders erwartet", gibt Förster im Gespräch mit t-online.de zu.

Besonders die Entwicklung in Stuttgart habe ihn überrascht. "Ich dachte, mit dieser Qualität in der Mannschaft und dem neuen Spielsystem würden sie mehr Punkte holen." Noch zündet das neue Vollgas-System von Trainer Alexander Zorniger nicht wirklich. Die Schwaben spielen sich zwar viele Chancen heraus, sind aber auch Großmeister darin, diese zu vergeben.

Förster: "Hinten zu viele Fehler"

Die bereits in der Vorsaison äußerst instabile Abwehr wird dadurch noch wackliger. "Diese offensive Spielweise des VfB fällt zur Last der Defensive. Da hat man gemerkt, dass dadurch hinten zu viele Fehler gemacht werden", resümiert Förster. Alleine gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Spieltag ballerte die Stuttgarter Offensive 22 Mal aufs Tor, die Gladbacher gerade einmal neun Mal. Das Endergebnis lautete dennoch 3:1 für die Fohlen.

Das Spiel gegen die Borussia dient dabei sehr gut als Blaupause für die gesamte Runde. Die Stuttgarter schaffen es aktuell noch nicht eine stimmige Balance zwischen Offensive und Defensive zu kriegen. Für Förster ein Dilemma: "Der VfB hat viele Spiele verloren, obwohl er die bessere Mannschaft war."

"Dann wird es schwierig"

Trainer Zorniger gerät durch die fehlenden Ergebnisse langsam in die Kritik - für Förster der falsche Ansatz. "Der VfB sollte weiter an Alexander Zorniger festhalten", fordert der ehemalige Nationalspieler. Aber auch er weiß, dass es bei fehlenden Ergebnissen schon bald sehr eng werden könnte für den gebürtigen Schwaben: "Klar, Fakt ist auch: Er muss punkten, er muss Spiele gewinnen."

Wenn das nicht bald passiert, könnten die Mechanismen des Systems greifen. "Wenn du noch zwei Spiele verlierst, dann kommt natürlich der Druck von außen", weiß Förster: "Dann wird es schwierig." Er hat dennoch Vertrauen in den VfB-Trainer: "Ich traue es Zorniger zu, dass er in den nächsten beiden Spielen punktet und die Wende schafft."

Rosen: "Bewegen uns in die richtige Richtung"

Etwas rosiger sieht da die Situation bei der TSG Hoffenheim aus. Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol feierte am vergangenen Wochenende den ersten Dreier und möchte nun zu Hause gegen den Konkurrenten aus Württemberg nachlegen. Mit dem Saisonstart sind sie jedoch auch im Kraichgau alles andere als zufrieden. "Wir haben keineswegs eine komfortable Situation. Aber wir bewegen uns in die richtige Richtung", findet 1899-Manager Alexander Rosen im Gespräch mit dem "kicker".

Der Umbruch im Sommer war groß bei der TSG. Den Abgang von Star Roberto Firmino haben die Hoffenheimer allem Anschein nach noch nicht ganz verkraftet. "Man hat das Gefühl, dass sich die Mannschaft noch nicht gefunden hat", sagt Förster. Besonders bei der komplett neu formierten Offensive läuft es noch nicht rund.

Gisdol als Garant für die Wende

Sorgen braucht man sich dennoch nicht machen um 1899. Das liegt laut Förster besonders am Coach: "Markus Gisdol hat bewiesen, dass er ein guter Trainer ist. Er hat diese Phase auch schon durch gemacht. Da mache ich mir gar keine Gedanken." Deswegen werde sich die Tabellensituation der Kraichgauer auch schon bald verändern: "Hoffenheim kommt da unten raus."

Zumindest vorübergehend unten raus kommt in jedem Fall der Sieger der Partie zwischen 1899 und dem VfB. Nachdem Baden-Württemberg in der vergangenen Saison bereits den SC Freiburg an die 2. Bundesliga abtreten musste und dafür noch nicht einmal den Kalsruher SC zurück bekam, brauchen sie im Ländle wieder Erfolge - damit der Wahlspruch bald wieder so formuliert werden kann: "Wir können alles - auch Bundesliga."

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