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Fußball: Rauball fordert Blatter-Rücktritt - Distanz zu Platini

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Fußball  

Rauball fordert Blatter-Rücktritt - Distanz zu Platini

30.09.2015, 21:11 Uhr | dpa

Fußball: Rauball fordert Blatter-Rücktritt - Distanz zu Platini. Reinhard Rauball geht auf Distanz zu UEFA-Präsident Platini und fordert glaubwürdige Aufklärung.

Reinhard Rauball geht auf Distanz zu UEFA-Präsident Platini und fordert glaubwürdige Aufklärung. Foto: Frank Rumpenhorst. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Fußball-Spitzenfunktionär Reinhard Rauball zweifelt trotz der Einleitung eines Strafverfahrens am Rücktritt von FIFA-Präsident Joseph Blatter. Zugleich hat der Präsident des Liga-Verbandes UEFA-Chef Michel Platini aufgefordert, die Vorwürfe gegen ihn zu entkräften.

"Michel Platini wird der Öffentlichkeit und den Fußballfans glaubwürdig - darauf liegt die Betonung: glaubwürdig - erklären müssen, wie die Dinge gelaufen sind", sagte Rauball in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Im Zuge des FIFA-Korruptionsskandals war Platini von der Schweizer Justiz als Auskunftsperson gehört worden.

Der Franzose behauptet, dass die zwei Millionen Franken, die er 2011 erhalten hat, auf seine Beratertätigkeit für die FIFA zwischen 1999 und 2002 zurückgehen. "Er hat in seinem Brief an die Mitgliedsverbände der UEFA sinngemäß einen Satz geschrieben, der mir überhaupt nicht gefallen hat: Nämlich, dass er sich mit Verweis auf laufende Ermittlungen derzeit nicht im Detail äußern wolle. Als private Person in einem privaten, zivilen Umfeld, kann er das selbstverständlich so machen, wenn er glaubt, sich schützen zu müssen", sagte Rauball.

Vom umstrittenen FIFA-Chef Blatter erwartet der Jurist, dass er - wie angekündigt - spätestens im Februar 2016 zurücktritt. "Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob er wirklich zurücktreten wird", meinte Rauball. "Ich kann mir vorstellen, dass er bis Februar irgendwann auf die Idee kommen kann, zu sagen: Gut, wenn kein anderer Kandidat da ist, der mehrheitsfähig ist, dann mache ich halt weiter. Er ist immerhin gewählt."

Am 25. September hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft mitgeteilt, gegen Blatter "ein Strafverfahren wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie - eventualiter - wegen Veruntreuung eröffnet" zu haben.

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