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Fußball: Reaktionen auf die Sperren gegen Blatter und Platini

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FIFA-Skandal  

Reaktionen auf die Sperren gegen Blatter und Platini

08.10.2015, 20:01 Uhr | dpa

Fußball: Reaktionen auf die Sperren gegen Blatter und Platini. Thomas Bach fordert einen externen Kandidaten für den FIFA-Chefposten.

Thomas Bach fordert einen externen Kandidaten für den FIFA-Chefposten. Foto: Arne Dedert. (Quelle: dpa)

Zürich (dpa) - Die Deutsche Presse-Agentur hat die Reaktionen auf die Sperren gegen Joseph Blatter und Michel Platini gesammelt.

IOC-Präsident Thomas Bach: "Genug ist genug. Wir hoffen, dass nun jeder bei der FIFA verstanden hat, dass man nicht passiv bleiben darf. Es muss umgehend gehandelt werden, um Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen, da man nicht auf Dauer die Glaubwürdigkeit der FIFA von der Glaubwürdigkeit des Fußballs abkoppeln kann. Die FIFA muss verstehen, dass es um mehr als eine Liste mit Kandidaten geht. Es handelt sich um ein strukturelles Problem, das nicht einfach durch die Wahl eines neuen Präsidenten gelöst wird."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach: "Was heute passiert ist, ist der absolute Super-GAU. Dass wir an der wichtigsten Stelle des Weltfußballs nun eine Führungslosigkeit haben. Der Präsident ist seit heute nicht mehr da, der Generalsekretär ist schon gegangen worden. Da ist der absolute Tiefpunkt gekommen. Das ist einfach der Punkt, dass man sich personell in jeder Hinsicht neu aufstellen muss. Die Zukunft kann nur gestaltet werden ohne den bisherigen Präsidenten, also ohne Sepp Blatter."

Ligapräsident Reinhard Rauball: "Der Weltfußball steht vor der größten Herausforderung seiner Geschichte. Mit Rhetorik alleine ist es schon lange nicht mehr getan. Wir brauchen einen kompletten Neuanfang - personell und organisatorisch. Vor diesem Hintergrund ist der heutige Tag auch eine Chance. Alle, die unbelastet sind und Interesse am Fußball haben, sind nun aufgerufen, sich dabei im Sinne des Sports zu engagieren. Die großen Nationalverbände und Ligen in Europa sind meiner Meinung nach zwingend gefordert, mit einer gemeinsamen Position ihr Gewicht für einen echten Neuanfang einzubringen."

UEFA-Chef Michel Platini: "Ich weise alle Anschuldigungen, die bloßer Anschein und erstaunlich vage sind, gegen mich zurück. Ich weigere mich, zu glauben, dass dies eine hastige politische Entscheidung ist, die getroffen wurde, um einen lebenslangen Anhänger dieses Spiels zu beflecken oder meine Kandidatur als FIFA-Präsident zu zerstören."

Blatter-Berater Klaus J. Stöhlker:  "Er ist ein sehr beschäftigter Mann, er wird sich sicher nicht langweilen. Vor allem wird er hoffentlich etwas Ferien machen, das Wallis ist im Herbst besonders schön, er hat sich etwas Ruhe verdient."

Blatter-Anwälte Lorenz Erni, Erni Brun Forrer und Richard Cullen: "Präsident Blatter ist enttäuscht, dass die Ethikkommission nicht dem Ethik- und Disziplinarcode gefolgt ist, die beide die Möglichkeit schaffen, angehört zu werden. Die Entscheidung der Ethikkommission basiert auf einem Missverständnis der Aktionen der Schweizer Bundesanwaltschaft. Die Ermittler sind vom Gesetz verpflichtet, den Fall einzustellen, wenn ihre Untersuchung, die gerade einmal zwei Wochen alt ist, keinen hinreichenden Beweis erbringt. Präsident Blatter erwartet die Möglichkeit, Beweise zu präsentieren, dass er nicht an irgendeinem kriminellen Fehlverhalten beteiligt war."

Bundesjustizminister Heiko Maas:  "Endlich die Rote Karte für #Blatter. Das ist eine gute Nachricht für den Fußball und alle Fans. Suspendierung von #Blatter kann nur Anfang einer #FIFA Reform sein. Aufklärung geht nur ohne ihn. Korruption hat im Fußball keinen Platz"

Niederländischer Fußball-Verband KNVB:  "Wer Fußball liebt, dem graust es bei diesen Entwicklungen."

Leo Windtner, Präsident des Österreichische Fußball-Bund:  "Es ist für alle überraschend, dass sogar Platini suspendiert wurde. Dadurch ist eine völlig neue Situation entstanden, auch für die UEFA. Jetzt muss das Krisenmanagement reagieren und dafür sorgen, dass Europa im Hinblick auf den 26. Oktober noch etwas zustande bringt. Jetzt ist das große Clean-Up gefragt, auch bei der UEFA."

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