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Schach-WM 2015 in Berlin: Magnus Carlsen will beim Blitzen glänzen

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Schach-WM 2015  

Schach-WM in Berlin: Carlsen will beim Blitzen glänzen

09.10.2015, 14:29 Uhr | dpa

Schach-WM 2015 in Berlin: Magnus Carlsen will beim Blitzen glänzen. Magnus Carlsen will auch Weltmeister im Blitzschach werden.

Magnus Carlsen will auch Weltmeister im Blitzschach werden. Foto: Koen Van Weel. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Geschwindigkeit ist bei der Schach-WM in der Bolle-Meierei keine Hexerei. In der Berliner Eventhalle werden von Samstag bis 14. Oktober die Weltmeister im Schnellschach und Blitzschach ermittelt.

Norwegens Top-Star Magnus Carlsen, Weltmeister im klassischen Schach mit mehrstündiger Bedenkzeit, beherrscht auch die schnelleren Varianten perfekt. Er reist als Titelverteidiger in beiden Disziplinen an und möchte sich auch zukünftig "Champion aller Klassen" nennen können.

Neben Carlsen, der die beiden Turniere voriges Jahr in Dubai gewann, steht auch der frühere Weltmeister Viswanathan Anand (Indien) auf der Meldeliste. "Wir erwarten bis zu 200 Weltklassespieler, das Interesse ist riesig", erklärte Herbert Bastian, der Präsident des Deutschen Schach-Bundes (DSB). Die aussichtsreichsten deutschen Teilnehmer sind die Nationalspieler Daniel Fridman, Georg Meier und Filiz Osmanodja.

"Wegen der kurzen Bedenkzeit sind spektakuläre Partien zu erwarten", erläuterte DSB-Chef Bastian den besonderen Reiz des Turniers. "Man sieht die Figuren übers Brett fliegen", ergänzte DSB-Sportdirektor Uwe Bönsch. Die Geschwindigkeit, mit der die Großmeister immer wieder neue Spielsituationen auf den 64 Feldern erfassen und darauf reagieren müssen, erfordern besondere Fähigkeiten.

Im Schnellschach erhält jeder Spieler auf der elektronischen Uhr 15 Minuten plus 10 Sekunden Bonus pro Zug. Noch spannender geht es beim Blitzschach zu. Dort beträgt die Bedenkzeit pro Mann nur drei Minuten plus zwei Sekunden pro Zug.

Die Berliner Veranstaltung gilt seit dem WM-Duell zwischen Anand und Wladimir Kramnik (Russland) in Bonn sowie der Schach-Olympiade in Dresden - beides im Jahr 2008 - als das hochkarätigste Ereignis des Denksports in Deutschland seit sieben Jahren.

Beide Weltmeisterschaften werden als offene Turniere im sogenannten Schweizer System gespielt. Der Gesamtpreisfonds beträgt 400 000 Dollar. Das Schnellschach-Turnier geht über 15 Runden an drei Tagen. Danach wird an zwei Tagen über 21 Runden geblitzt.

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