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Formel 1 Sotschi: Sainz' Horror-Crash löst neue Sicherheitsdebatte aus

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Barrieren auf dem Prüfstand  

Sainz' Horror-Crash löst neue Sicherheitsdebatte aus

11.10.2015, 11:58 Uhr | sid

Formel 1 Sotschi: Sainz' Horror-Crash löst neue Sicherheitsdebatte aus. Der Wagen von Carlos Sainz steckt unter einer Barriere fest. (Quelle: AP/dpa)

Der Wagen von Carlos Sainz steckt unter einer Barriere fest. (Quelle: AP/dpa)

Der Horror-Unfall von Carlos Sainz im dritten Training zum Großen Preis von Russland hat in der Formel 1 eine neue Sicherheitsdebatte ausgelöst. Im Mittelpunkt stehen dabei die TecPro-Barrieren. Das Auto von Sainz hatte sich derart unter diese gebohrt, dass jeglicher Kontakt zu dem Toro Rosso Piloten abriss.

Sebastian Vettel gab den zahlreichen Kritikern eine Stimme. "Es war schockierend zu sehen, dass er so tief in der Bande steckte. Der Sinn der Barriere ist nicht, dass sie auf deinem Auto liegt, darüber müssen wir uns Gedanken machen", sagte der Ferrari-Fahrer. Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sprach von einem "beängstigenden Anblick".

Bange Minuten des Wartens

Sainz hatte im freien Training am Samstagmorgen an einem der schnellsten Abschnitte bei Tempo 300 die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war anschließend mit hoher Geschwindigkeit in die ausgepolsterten Banden gerast. Diese "verschluckten" ihn, und da daraufhin der Funk ausfiel, war sein Zustand zunächst völlig unklar. Es begannen bange Minuten des Wartens.

Ein Jahr nach dem verheerenden Unfall des mittlerweile verstorbenen Jules Bianchi wurden schlimme Erinnerungen wach, im Fahrerlager herrschte Stille, Wiederholungen des Unfalls strahlte die Renn-Regie aufgrund des ungewissen Zustands vorerst nicht aus. Vergleichbar mit Bianchis Unfall war der Crash letztlich allerdings nicht.

Sainz nimmt Unfall gelassen

Einmal befreit, reckte Sainz den Daumen in die Luft, für Untersuchungen wurde er ins Krankenhaus gebracht, dass er aber schon am späten Abend wieder verließ. Für einen Start beim Rennen bekam er am Sonntagvormittag Grünes Licht. Überhaupt nahm er den Unfall ziemlich gelassen.

Schon im Krankenbett am Samstagmittag hatte Sainz sich einen Fernseher bringen lassen, um das Qualifying zu verfolgen, wenig später berichtete er via Twitter von Plänen, "wie ich die Ärzte davon überzeuge, mich fahren zu lassen". Die Zeit allein im Auto sei zudem nicht kritisch gewesen. "Ich war zu jeder Zeit bei Bewusstsein. Ich habe versucht, mit dem Team zu kommunizieren", sagte Sainz.

Nicht immer muss es allerdings so glimpflich enden. Und hätte Sainz schnelle Hilfe benötigt, wäre dies angesichts der aufwendigen Bergung nicht möglich gewesen. Wolff schlug daher vor, die eigentlich sehr angesehenen TecPro-Barrieren zukünftig in den Boden einzulassen. Damit könnte verhindert werden, dass ein einschlagendes Auto sie anhebt.

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