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Sportpolitik: Streit um Olympia-Kosten schlägt hohe Wellen

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Sportpolitik  

Streit um Olympia-Kosten schlägt hohe Wellen

16.10.2015, 16:37 Uhr | dpa

Sportpolitik: Streit um Olympia-Kosten schlägt hohe Wellen. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz wünscht eine starke Beteiligung des Bundes für die Spiele 2024.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz wünscht eine starke Beteiligung des Bundes für die Spiele 2024. Foto: Christian Charisius. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Im Streit um den Kostenanteil des Bundes bei einer erfolgreichen Bewerbung Hamburgs um die Olympischen Spiele 2024 bemühten sich die Hansestadt und der DOSB, die Wogen zu glätten.

"Der Bund wird sich den Finanzreport genau ansehen und mit Sicherheit noch die eine oder andere Frage stellen", hieß es in einer Erklärung der Hansestadt. "Dem Hamburger Konzept kann der Bund vertrauen, es ist gut durchgerechnet."

Die Bundesregierung lehnt eine vom Hamburger Senat geforderte Kostenbeteiligung in Höhe von 6,2 Milliarden Euro ab. Weder die Höhe des Bundeszuschusses noch die Aufteilung zwischen Bund und Hamburg würden so mitgetragen, hatte es in Berlin geheißen.

"Eine Einigung konnte bisher noch nicht erreicht werden, die Gespräche zwischen Bund und Hamburg laufen weiter", teilte das Bundesinnenministerium mit. In den bisherigen Gesprächen seien Hamburg großzügige Angebote des Bundes unterbreitet worden, die weit über die in der Vergangenheit zugesagten Beteiligungen hinausgingen.

Nach dem vorgelegten Finanzplan kalkuliert Hamburg für das größte Sportereignis der Welt mit Kosten von 11,2 Milliarden Euro. Davon soll die öffentliche Hand 7,4 Milliarden Euro übernehmen. Hamburg will nach Angaben von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) davon aber nur 1,2 Milliarden Euro beisteuern. "Auch zukünftige Preissteigerungen sind einbezogen", hieß es in der Senats-Mitteilung weiter. Zudem bewege man sich im Rahmen der Kosten, die auch andere Nationalstaaten für die Olympischen und Paralympischen Spiele aufgewandt hätten.

"Wie mehrfach besprochen und kommuniziert, wird der Bund sich nun die Details in der notwendigen Ruhe und Präzision ansehen", hieß es in einer Stellungnahme des Deutschen Olympischen Sportbunde (DOSB). Die partnerschaftlichen Gespräche im Kreise der Gesellschafter stimmten optimistisch, dass ein tragfähiges Gesamtkonzept der Finanzierung erarbeitet werden könne.

Dass der Disput über das Finanzierungskonzept zwischen Bund und Stadt negative Auswirkungen auf das Referendum über die Hamburger Olympia-Kandidatur am 29. November haben könnte, befürchten weder Senat noch DOSB. "Für das Referendum hat Bürgermeister Olaf Scholz seinen Bürgern klar den Hamburger Weg aufgezeigt, und somit ist die Basis für eine sachgerechte Entscheidung in der Stadt gegeben", argumentiert der Sportdachverband.

Unter dem Strich sei ein "in jeder Hinsicht professionell geplantes und kalkuliertes Konzept" erarbeitet worden, das im internationalen Wettbewerb alle Anforderungen - insbesondere die der Agenda 2020 - erfülle und erfolgreich sein könne.

Auch der hanseatische Senat erwartet durch die ablehnende Haltung des Bundes nicht, dass dadurch die Zustimmung zur Olympia-Bewerbung bröckeln wird. "Die Hamburger Bürger wissen, worüber sie beim Referendum abstimmen. Sie kennen das Konzept. Sie kennen die Sportstätten und die Nutzungen, die für die Zeit nach den Spielen vorgesehen sind", hieß es in der Senats-Erklärung. "Und sie kennen die finanzielle Obergrenze, auf die sich der Hamburger Senat einlassen kann."

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