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BVB: Tuchel genießt Ende der Mini-Krise bei Borussia Dortmund

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Trotz Pfiffen gegen Ex-Trainer  

Tuchel feiert "besondere" Rückkehr nach Mainz

17.10.2015, 13:11 Uhr | sid

BVB: Tuchel genießt Ende der Mini-Krise bei Borussia Dortmund. Thomas Tuchel zu Gast in seinem ehemaligen "Wohnzimmer", der Coface Arena.  (Quelle: imago/JAn Huebner)

Thomas Tuchel zu Gast in seinem ehemaligen "Wohnzimmer", der Coface Arena. (Quelle: JAn Huebner/imago)

Borussia Dortmund hat seine Mini-Krise beendet und nach vier sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Besonders groß war die Freude bei Trainer Thomas Tuchel, der seine Rückkehr nach Mainz trotz Pfiffen gegen ihn in vollen Zügen genoss.

Den ersten Auftritt in seinem ehemaligen "Wohnzimmer" wird Tuchel in guter Erinnerung behalten. Die Zufriedenheit über den 2:0 (1:0)-Erfolg bei seinem Ex-Verein FSV Mainz 05 war ihm deutlich anzusehen. Da störten auch die zahlreichen Pfiffe der Mainzer Fans gegen ihn nicht. 

Und weil es 17 Monate nach seinem freiwilligen und etwas unrühmlichen Abgang sonst kaum Misstöne bei der erstmaligen Rückkehr gab, trat der 42-Jährige rundum glücklich die Heimreise an. "Ich fand es schön, wie sich alle, denen ich begegnet bin, gefreut haben. Genauso wie ich mich gefreut habe. Es war etwas Besonderes, hier zu spielen", sagte Tuchel.

"So ein Sieg ist von großem Wert"

Noch wichtiger waren ihm die drei Punkte, die der BVB dank der Treffer von Marco Reus (18. Minute) und Henrich Mchitarjan (82.) verdient verbuchte. "Man hat gemerkt, dass uns die drei Unentschieden inklusive Europa League und die heftige Niederlage in München ein wenig Vertrauen in unser Spiel gekostet haben", sagteTuchel. "So ein Sieg ist deshalb von großem Wert. Ich bin überzeugt, dass uns das wieder viel Vertrauen zurückgibt. Wir wissen um die Wichtigkeit dieser drei Punkte. Das ist top."

Die Schwarz-Gelben setzten mit ihrem vor allem kämpferisch überzeugenden Auftritt ein Zeichen. "Wir haben in den Zweikämpfen richtig auf den Sack gekriegt", stellte der Mainzer Trainer Martin Schmidt fest.

Auch Tuchel hob den Einsatz und den Willen seiner Schützlinge hervor. "Ich finde es extrem wichtig, dass wir die Zweikampf-Quote als maßgebliches Element für uns entschieden haben. Dafür gilt der Mannschaft ein dickes Kompliment, weil ich das auch wertschätzen kann", lobte er.

Einzige BVB-Schwäche: die Chancenverwertung

Die Borussen-Fans unter den 34.000 Zuschauern in der ausverkauften Coface Arena hatten deshalb viel Freude an ihrem Team, das lediglich bei der Chancenverwertung Schwächen offenbarte. Selbst ein Elfmeter-Geschenk von Schiedsrichter Tobias Stieler wurde nicht angenommen. Reus (47.) scheiterte an Mainz-Keeper Loris Karius.

"Wir hätten es gern gehabt, wenn er nachgelegt hätte. Aber es ist auch so gut. Er hat eine starke Präsenz gezeigt, es war ein guter Schritt", äußerte sich Tuchel dennoch zufrieden über die Leistung des zuletzt schwächelnden Nationalstürmers.

Der Coach hofft, dass Reus nach seinem dritten Saisontreffer zum 1:0 schnell wieder zu alter Stärke zurückfindet. "Marco hat uns heute die Tür aufgesperrt und die Weichen zum Sieg gestellt. Dieses Gefühl, wichtige Tore zu schießen, bekommt man durch kein Training und kein Gespräch. Das bekommt man nur durch Erlebnisse", sagte Tuchel.

Tuchel froh, wenn das "Brennglas weg ist"

Am Ende war es für den Rückkehrer also ein schöner Abend. "Ich habe schon genug Spiele erlebt, in denen du noch das 1:1 kassierst und nachher denkst, irgendwas hat heute gefehlt. So ist es ein völlig anderes Gefühl", sagte der bestens gelaunte BVB-Trainer.

Das hatte er persönlich schon während der 90 Minuten durchlebt. "Es hat sich eine ganze Weile spiegelverkehrt angefühlt", sagte Tuchel über das erste Spiel gegen die Mainzer, die er sechs Jahre lang erfolgreich betreut hatte. "Ich bin froh, dass das erste Mal jetzt vorbei und beim nächsten Mal das Brennglas darauf weg ist."

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