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Pep Guardiola: Darum ist der FC Bayern in der Liga unschlagbar

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Pep erklärt das Erfolgsgeheimnis  

Darum ist der FC Bayern in der Liga unschlagbar

25.10.2015, 12:24 Uhr | t-online.de

Pep Guardiola: Darum ist der FC Bayern in der Liga unschlagbar. Bayern-Coach Pep Guardiolagestikuliert und gibt Anweisungen in der Partie gegen Köln. (Quelle: imago/Action Pictures)

Bayern-Coach Pep Guardiolagestikuliert und gibt Anweisungen in der Partie gegen Köln. (Quelle: Action Pictures/imago)

Aus München berichtet Marc L. Merten

Zehn Spiele, zehn Siege, 33:4 Tore: Niemals zuvor hat eine Mannschaft die Bundesliga derart dominiert wie im Sommer und Herbst 2015 der FC Bayern die chancenlose Konkurrenz. Das Spiel am Samstag gegen hoffnungslos unterlegene Kölner war eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Von der ersten Minute an lautete die Frage lediglich, wie hoch die Mannschaft von Pep Guardiola gewinnen würde. Dass es am Ende "nur" vier Tore wurden, lag an der auf Schadensbegrenzung ausgelegten Taktik des 1. FC Köln. "Jetzt kann ich’s ja sagen", sagte Trainer Peter Stöger hinterher: "Wir hatten die Punkte gegen die Bayern nicht einkalkuliert."

Wie auch? Welche Mannschaft, um Himmels Willen, kalkuliert in der aktuellen Form des Monsters von der Säbener Straße bitte Punkte gegen die Bayern ein? Wolfsburg? Bekam fünf Stück in der Allianz Arena. Dortmund? Ebenfalls fünf Stück. Leverkusen? Drei Stück. Hamburg? Okay, war nur der HSV – trotzdem auch fünf Stück. Nach jedem Spiel, nach jedem Sieg, nach jeder Demontage, wurde Pep Guardiola nicht müde zu betonen, wie hart erkämpft dieser letzte Sieg wieder war.

"Wow", sagte er auch am Samstag, "das war schwer." Er sei stolz, "in diesem Moment Trainer dieses Vereins sein zu dürfen" – in dem Moment des 1000. Bundesliga-Sieges des Klubs. "Jeder Trainer weiß, wie schwer es ist, einen einzigen Sieg zu holen. 1000 Siege, das zeigt, wie groß dieser Verein ist."

FC Bayern hat sich aus der Bundesliga gedanklich verabschiedet

Und wie weit entrückt er der Konkurrenz ist. Unabhängig allen internationalen Ergebnissen, Entwicklungen und Konkurrenten hat sich der FC Bayern in Deutschland aus der Bundesliga gedanklich verabschiedet. Die 90 Minuten am Wochenende sind größtenteils nur noch bessere Trainingseinheiten – Passübungen mit Gegner und abschließendem Torschuss. Längst stellt sich keiner mehr die Frage, wie der FC Bayern den Konkurrenten derart enteilen konnte. Gerade stellt sich nur die Frage, was die Pep-Boys noch einmal so viel besser macht als letzte Saison. Schließlich waren in der zweiten Saisonhälfte 2014/15 merkliche Zweifel an Kader, Trainer und spieltaktischer Ausrichtung aufgekommen.

"Ich habe diese Qualität letzte Saison vermisst"

Die Frage beantwortete Pep Guardiola am Samstag gleich mehrfach. Vor dem Spiel, indem er ein Team nominierte, das sich (vereinfacht dargestellt) in einem 2-3-5 auf dem Platz formierte und alles an Offensivpower auf den Platz brachte, was der Kader aktuell hergibt. Während des Spieles, weil Kingsley Coman ein überragendes Spiel machte, der bisherige Flügelflitzer Douglas Costa eine veränderte Rolle erhielt und mit fortlaufender Spieldauer vermehrt durch die Mitte agierte, und weil Arjen Robben wieder da ist. Alle drei Komponenten – Coman, Costa und Robben – standen am Samstag für den neuen FC Bayern.

"Sie waren heute sehr gut im Eins gegen Eins", lobte der Spanier und setzte anschließend zu jener Erklärung an, die eine Warnung an die gesamte Bundesliga sein sollte. "In Zukunft, da bin ich überzeugt, wird es heißen: Je mehr Spieler du hast, die gut im Eins gegen Eins sind, desto besser ist dein Spiel. Da bin ich mir sicher." Und weiter: "Gegen Coman, Douglas, Arjen oder Franck (Ribéry) ist es fast unmöglich, diese Duelle zu gewinnen. Mit dieser Qualität sind auch Thomas Müller und Robert Lewandowski in der Mitte bessere Spieler. In den letzten drei Monaten der letzten Saison haben wir ohne diese Qualität gespielt. Wir brauchen das. Ich habe diese Qualität letzte Saison vermisst."

Extremes Flügelspiel, extreme Schnelligkeit, extreme Fähigkeiten

Sätze, die alles erklärten: die Transferpolitik des Sommers mit den Einkäufen Costas und Comans, den Saisonstart mit zehn Siegen aus zehn Spielen, die unfassbare Torquote und Lewandowski (13 Tore) und Müller (zehn), die neue taktische Marschroute der Bayern. "Ich habe Coman gesagt: Geh zur Grundlinie und dann flanken, flanken, flanken! Er war heute der Wahnsinn!" Extremes Flügelspiel, extreme Schnelligkeit, extreme Fähigkeiten im direkten Duell mit den Gegenspielern – Guardiola hat im Sommer dafür gesorgt, dass die lahmende, angeschlagene, in die Jahre gekommene Flügelzange mit Robben und Ribery neues Blut erhalten hat. "Aus diesem Grund sind wir diese Saison stärker", sagte Guardiola.

Das bestätigte auch Trainer-Kollege Peter Stöger. "Du kannst gegen sie nicht alles verhindern. Sie sind unfassbar ball- und passsicher. Sie sind sehr stark im Eins gegen Eins über die Außen. Und in der Mitte haben sie den besten Zentrumstürmer der Welt", sagte der Österreicher, der mit einer Fünferkette und drei Sechsern davor versuchte hatte, dem Ansturm Herr zu werden. Doch Torhüter Timo Horn, der eine höhere Niederlage verhinderte, ergänzte: "Es ist egal, ob mit Vierer-, Fünfer- oder Sechserkette - die finden immer ihre Lücken. Gerade auf den Außenbahnen haben sie enorme Qualität und im Vergleich zu den letzten Jahren noch mal deutlich zugelegt. Manche Tore sind einfach überhaupt nicht zu verteidigen, wenn sie mit Tempo über die Außen kommen."

Die mentale Aufgabe für das Frühjahr

Die Außen. Sie sollen Guardiolas Schlüssel zum Erfolg werden. Und dieses Mal nicht nur in der Hinrunde und in der Champions-League-Gruppenphase wie in den letzten zwei Spielzeiten, sondern vor allem im nächsten Frühjahr, wenn die heiße Phase auch international beginnt. "Die Leute können sich nicht vorstellen, zehn Siege in Folge zu holen", sagte Guardiola. "Nach Champions-League-Spielen, nach Pokal-Spielen, am Wochenende immer wieder da zu sein – das ist die Aufgabe! Mental in der Position zu sein, um jedes Spiel zu gewinnen."

Fußballerisch und personell haben die Bayern dafür gesorgt, dass sie die Bundesliga nach Belieben dominieren werden. Jetzt will und muss Guardiola aber auch dafür sorgen, dass seine Spieler mental stark bleiben, damit das eigentliche, das große Ziel, die Champions League, endlich greifbar wird. Peter Stöger glaubt, dass sich erst dann in der Bundesliga die Gegner wieder berechtigtere Hoffnungen machen könnten, gegen die Bayern was zu holen. "Wenn es im Frühjahr in Richtung Champions League gehen wird, wird es vielleicht ein wenig einfacher gehen, wenn vor oder nach einem Ligaspiel ein ganz wichtiger Gegner kommt", sagte der Kölner Trainer und fügte gequält lächelnd an: "Aber in der Bestformation wird es bei den Bayern wohl keine Niederlagen-Serie geben."

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