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Fußball - Veh über Affäre: "Die Leute nicht beschädigen"

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Affäre um Vergabe der WM 2006  

Veh über Affäre: "Die Leute nicht beschädigen"

26.10.2015, 13:26 Uhr | dpa

Fußball - Veh über Affäre: "Die Leute nicht beschädigen". Armin Veh wundert es nicht, wenn Funktionäre im FIFA-System mitspielen.

Armin Veh wundert es nicht, wenn Funktionäre im FIFA-System mitspielen. Foto: Arne Dedert. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurts Trainer Armin Veh sieht die Debatte um die FIFA und den DFB ziemlich pragmatisch.

"Wenn der Franz Beckenbauer es geschafft hat, ohne sich zu bereichern, die WM zu bekommen, dann kann man das so oder so sehen", erklärte der 54-Jährige am Montag. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sei ein Riesenspektakel gewesen, "deshalb kann man die Leute nicht beschädigen". Dies sei seine private Meinung.

Veh distanzierte sich von den "großen Moralisten", "vor allem die Journalisten". Bei dem System, das die FIFA geschaffen hat, seit 30 Jahren, da spielst du entweder mit - oder du kriegst die WM nicht", sagte der Chefcoach des hessischen Bundesligisten.

Hamburgs Fußball-Idol Uwe Seeler hat die Rolle des ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger in der Affäre um die WM 2006 verurteilt. "Ich finde das nicht gut, das geht ja schon länger", sagte der 78-Jährige der Deutschen Presse-Agentur zu den Aussagen Zwanzigers bezüglich schwarzer Kassen beim WM-Organisationskomitee und der Dauerfehde mit Nachfolger Wolfgang Niersbach. "Ich verstehe das nicht, man soll nicht nachtreten", ergänzte der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft.

Trotz der Vorwürfe rund um die Weltmeisterschaft 2006 sieht er DFB-Chef Niersbach nicht beschädigt: "Wolfgang Niersbach ist eine gute Lösung gewesen und ich wünsche mir, dass er weitermacht. Ich glaube, er macht seine Sache gut." Er selbst könne die Vorwürfe nicht beurteilen und kritisiert auch die vielen Meinungen vermeintlich Uninformierter: "Es ist schade, dass das so aufgebauscht wird. Wer keine Ahnung hat, soll sich nicht äußern."

Seeler hofft auf eine lückenlose Aufklärung und "eine Wende zum Guten". Sein Freund Franz Beckenbauer werde sich zu seinem Wissen als OK-Chef schon zu gegebener Zeit äußern: "Ich schätze, Franz weiß, was er macht. Er wird zur rechten Zeit sagen, was notwendig ist."

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