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Nico Rosberg erklärt Mützenwurf gegen Lewis Hamilton

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Rosberg erklärt Mützenwurf  

"Ich habe mich absolut ekelhaft gefühlt"

27.10.2015, 12:30 Uhr | dpa, t-online.de

Nico Rosberg erklärt Mützenwurf gegen Lewis Hamilton. Gefühle wie im Dschungelcamp: Nico Rosberg nach dem verkorksten Rennen in Austin. (Quelle: imago/LAT Photographic)

Gefühle wie im Dschungelcamp: Nico Rosberg nach dem verkorksten Rennen in Austin. (Quelle: LAT Photographic/imago)

Nico Rosberg und der Mützenwurf gegen den neuen Weltmeister Lewis Hamilton: Der Mercedes-Pilot ist nach seinem verpassten Sieg in Austin noch immer sauer auf seinen Teamrivalen.

"Schon mal gesehen, wie die im Dschungelcamp Ochsenhoden verschlingen? Absolut ekelhaft! So fühlte ich mich nach dem Rennen in Amerika", schrieb der 30-Jährige in seiner Kolumne für die "Bild"-Zeitung.

Rosberg war wenige Runden vor Schluss von der Strecke geflogen und hatte dadurch die Führung eingebüßt. Hamilton gewann das Rennen und krönte sich vorzeitig zum Weltmeister. Kurz vor der Siegerehrung hatte Rosberg seinem Stallrivalen wütend eine Sponsorenkappe zurückgeworfen und zunächst noch von "normalen Spielchen" gesprochen.

"Keiner von uns kann aus seiner Haut"

Nun erklärte Rosberg: "Du willst eigentlich nur noch abk...en. Ich war kurz vor dem Sieg und es hat mich aus unerklärlichem Grund von der Strecke geschossen, weil mir die Hinterräder durchdrehten. Das ist mir noch nie passiert." Er sei sauer gewesen - "auf mich, auf Lewis, auf die ganze Situation beim Grand Prix in Austin. Einfach auf alles!"

Vor allem hatte ihn aber das Manöver Hamiltons gleich zu Beginn des dramatischen Rennen erzürnt. Hamilton war von Platz zwei, Rosberg von der Pole gestartet. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison konnte er sie aber nicht lange verteidigen. Bei der Aktion in der ersten Kurve, als Hamilton versuchte innen vorbeizukommen, sich die Autos berührten und Rosberg von der Strecke abkam, sei der Brite "deutlich zu weit gegangen", schrieb Rosberg. "Darum habe ich auch hinterher die Mütze zurückgepfeffert, die er mir auf den Bauch geworfen hatte. Manchmal muss das einfach raus."

Unmittelbar nach dem Rennen in Texas hatte auch Teamchef Toto Wolff das Manöver als zu hart deklariert. "Es gibt nämlich Regeln in unserem Team und ich habe mich an diese Regeln gehalten, Lewis leider nicht", sagte Rosberg nun. Er machte genau diesen Gegensatz offensichtlich auch zu einem Charakteristikum beim Vergleich der beiden Silberpfeil-Piloten aus: "Keiner von uns kann da aus seiner Haut, sollte er auch nicht."

Rosberg spricht von unsichtbarem Gegner

Hamilton habe aber den WM-Titel verdient, erklärte Rosberg weiter. In diesem Jahr gelangen ihm bislang drei Rennsiege, Hamilton dagegen zehn. "Aber in Austin hat Lewis nicht das Rennen gewonnen, sondern ich habe es verloren", schrieb der 30-Jährige, der schon 2014 im WM-Duell mit dem Briten das Nachsehen hatte.

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Wenn man sich einen Fehler erklären könne oder der andere einfach schneller sei, könne man das auch akzeptieren. "Aber im Moment kommt es mir so vor, als hätte jemand in dieser Saison etwas dagegen, dass ich Erfolg habe. Ein unsichtbarer Gegner, der nur sehr schwer zu bekämpfen ist. Schicksal nennen das die einen, Pech die anderen."

Für die nun noch ausstehenden drei Rennen hat sich Rosberg eine besondere Motivationsstrategie ausgedacht. "Ich tue so, als würde es eine neue WM geben, die nur aus drei Rennen besteht. Und diese Mini-WM will ich gewinnen." An diesem Sonntag kann er damit bei der Rückkehr der Formel 1 nach Mexiko beginnen.

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