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Formel 1: Jean Todt und Bernie Ecclestone gemeinsam gegen Ferrari

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Hinterzimmer-Schlacht um Millionen  

Todt und Ecclestone vereint gegen Ferrari

01.11.2015, 13:37 Uhr | sid, t-online.de

Formel 1: Jean Todt und Bernie Ecclestone gemeinsam gegen Ferrari . Sebastian Vettel im Ferrari beim freien Training in Mexiko.  (Quelle: imago/Crash Media Group)

Sebastian Vettel im Ferrari beim freien Training in Mexiko. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Jean Todt und Bernie Ecclestone haben sich verbündet. Die beiden mächtigsten Männer im Motorsport kämpfen gemeinsam gegen Ferrari. Es geht in den Hinterzimmern um Macht, Millionen und Motoren in der Formel 1

"Ein Veto-Recht ist wie eine Pistole in der Hosentasche. Man sollte im Umgang damit sehr vorsichtig sein", sagte FIA-Präsident Todt als Warnung in Richtung der Scuderia.

Veto von Ferrari 

Todt und Formel-1-Geschäftsführer Ecclestone sind sauer, weil sich das Team von Sebastian Vettel hartnäckig weigert, die Kosten der Hybrid-Motoren für ihre Kunden preislich zu deckeln. Gegen einen entsprechenden Vorschlag - im Gespräch waren zwölf Millionen Euro - legte Ferrari sein Veto ein. Auch Mercedes ist gegen diese Pläne.

Damit würden die beiden Branchenführer die finanzielle Schieflage vieler Teams in der Formel 1 noch verschlimmern und ihre Machtposition weiter ausbauen, so der Vorwurf von Todt und Ecclestone. Ihre Lösung: Ein neuer Billigmotor ab der Saison 2017, der schon für sechs Millionen Euro zu haben und trotzdem konkurrenzfähig sein soll. Den Plan wollen sie mit aller Macht durchdrücken - auch gegen den Widerstand von Ferrari.

Spaltung droht

"Wenn die Hersteller nicht den Willen haben, günstigere Motoren zu liefern, dann führen wir eben eine andere Lösung ein", sagte Todt, der pikanterweise früher selber Ferrari-Teamchef war. Ecclestone sagte zuletzt: "Wenn wir die Formel 1 retten wollen, müssen wir einen konkurrenzfähigen Motor anbieten, den jeder kaufen kann, der keinen Werksmotor bekommt. Sonst sind wir den Herstellern ausgeliefert." Damit droht die Spaltung der Formel 1.

Ferrari ist nicht bereit, klein beizugeben. "Wir haben Kosten für die Forschung und die Entwicklung, und die müssen wir irgendwie wieder einspielen", sagte Teamchef Maurizio Arrivabene: "Ich kenne keine Firma, die ihre Produkte frei oder zu einem vorgeschriebenen Preis abgibt." Im Moment kostet ein Hybrid-Antrieb der Premiumhersteller die Kunden rund 20 Millionen Euro.

Mercedes auf der Seite von Ferrari 

Mercedes gesellt sich grundsätzlich auf die Seite von Ferrari, will aber auch die Sorgen der Kleinen ernst nehmen. Natürlich könne man sagen, "einige Millionen spielen für eine große Firma keine Rolle - aber das tun sie sehr wohl", sagte Niki Lauda, der Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams.

Schon jetzt würde Mercedes mit dem Verkauf seiner Antriebe ein Defizit machen. Aber, so Lauda: "Wir können unsere Augen nicht davor verschließen, was in der Formel 1 passiert und wir müssen Respekt für jedes Team zeigen."

Guter Wille reicht nicht mehr 

Doch Respekt und guter Wille reichen Ecclestone und Todt nicht mehr. "Ich finde es sehr ärgerlich, dass Teams ums Überleben kämpfen müssen, dass es Rennställe gibt, die für 2016 noch keinen Motor haben", sagte Todt. Unter anderem hat Red Bull immer noch keinen Motorenlieferanten für die nächste Saison gefunden, Teams wie Sauber oder Force India kämpfen immer nur ums Überleben.

"Wir kriegen keinen Motor, weil die anderen Teams Angst vor uns haben", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko der "Bild"-Zeitung.

In der Formel 1 tobt gerade eine Schlacht - um Macht, Millionen und Motoren.

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