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DFB-Chefrevisor: Verzögerung bei ist Steuererklärung unüblich

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Fußball  

DFB-Chefrevisor: Verzögerung bei Steuererklärung unüblich

06.11.2015, 16:14 Uhr | dpa

DFB-Chefrevisor: Verzögerung bei ist Steuererklärung unüblich. Die Staatsanwaltschaft moniert die DFB-Steuererklärung für das Geschäftsjahr 2005.

Die Staatsanwaltschaft moniert die DFB-Steuererklärung für das Geschäftsjahr 2005. Foto: Boris Roessler. (Quelle: dpa)

Kiel (dpa) - Der DFB-Chefrevisor Hans-Ludwig Meyer hat mit Verwunderung auf den angeblich langen Zeitraum zwischen Testierung und Unterzeichnung der DFB-Steuererklärung mit der ominösen 6,7-Millionenzahlung reagiert. "Ich kann das nicht nachvollziehen, das ist eigentlich nicht üblich", sagte Meyer.

"Ich kann aber nur den gängigen Ablauf von heute auf die damalige Zeit projizieren." Der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes war im fraglichen Jahr 2007 noch nicht in der Revisionsstelle des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), erst seit 2010 gehört er ihr an, seit 2013 steht er ihr vor.

"Der Ablauf ist so: Bis Januar oder Februar ist der Jahresabschluss fertig, dann gebe ich ihn zum Wirtschaftsprüfungsunternehmen Rödl und Partner zum Erstellen des Testates. Und spätestens im Mai stelle ich dem Präsidium dann den Jahresabschluss vor", erläuterte Meyer.

Warum die von der Staatsanwaltschaft monierte Steuererklärung für das Geschäftsjahr 2005 laut "Kicker" nach ihrer abschließenden Vorlage bei der Verbandsführung im Februar 2007 neun Monate lang nicht abgegeben und erst im November von dem wenige Tage zuvor gewählten DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach unterzeichnet wurde, "kann und will" DFB-Vorstandsmitglied Meyer nicht bewerten.

Er stärkte dem heutigen DFB-Präsidenten aber den Rücken: "Ich habe nach wie vor uneingeschränktes Vertrauen zu Wolfgang Niersbach." Und er versicherte: "Das Finanzgebaren im DFB ist ein sehr ordentliches. Es sind viele Schutzschilde eingebaut."

Zugleich räumte Meyer ein, dass das Fußball-Funktionärswesen durch die DFB-Affäre "Kratzer abbekommen" habe. "Und ich kann mir auch vorstellen, dass das einen negativen Einfluss auf die Olympia-Bewerbung für Hamburg und Kiel hat", sagte der Kieler.

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