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Formel 1: Bernie Ecclestone spricht Machtwort im Motorenstreit

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Streit um Alternativmotor hält an  

Ecclestone: "Lassen uns Formel 1 nicht zerstören"

14.11.2015, 14:05 Uhr | sid

Formel 1: Bernie Ecclestone spricht Machtwort im Motorenstreit. F1-Boss Bernie Ecclestone beim Goßen Preis von Brasilien in Interlagos.  (Quelle: imago/Crash Media Group)

F1-Boss Bernie Ecclestone beim Goßen Preis von Brasilien in Interlagos. (Quelle: Crash Media Group/imago)

Bernie Ecclestone hat im Streit um geplante Alternativmotoren für die Formel 1 den Ton deutlich verschärft und den aktuellen Herstellern Eigensinn vorgeworfen.

"Wir lassen uns die Formel 1 nicht zerstören", sagte der Chef der Königsklasse im Gespräch mit "auto motor und sport".

Ecclestone: "Sie denken nur an sich"

Der 85-Jährige warf Mercedes, Ferrari, Renault und Honda vor, ihre Machtposition auszunutzen, indem sie entscheiden, welcher Rennstall mit Motoren beliefert wird und welches Team keine bekommt. "Sie denken dabei nicht an den Sport, sondern nur an sich", sagte Ecclestone.

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Turbo-Hybridmotoren für viele zu teuer

Erneut entzündet hat sich der Streit zuletzt am Fall Red Bull. Der einstige Branchenführer stand vor dem Abschied aus der Formel 1, nachdem Mercedes und Ferrari den Konkurrenten nicht mit eigenen Motoren stärken wollten.

Zudem stürzten die hohen Preise der 2014 eingeführten Turbo-Hybridmotoren von rund 20 Millionen Euro pro Stück viele Teams in finanzielle Schwierigkeiten.

FIA will Ausschreibung für neue Hersteller machen

Um das Problem zu lösen, wollen Ecclestone und der Automobilweltverband FIA nun einen günstigeren alternativen Antrieb einführen. Ab 2017 soll dieser verfügbar sein.

Im Rahmen des Großen Preises von Brasilien brachte die FIA die Ausschreibung für neue Hersteller auf den Weg. Die Kandidaten müssen bis zum 23. November ihr Interesse formal bekunden. Der neue Motor soll dem Vernehmen nach ein 2,2-Liter-Bi-Turbo mit sechs Zylindern sein, der nur rund ein Drittel der aktuellen Hybrid-Motoren kostet.

"Haben uns genau überlegt, was wir tun"

Der Plan muss allerdings noch den Weg durch die Strategiegruppe, die Formel-1-Kommission und den FIA-Weltrat gehen, von den Herstellern gibt es Gegenwind. Die Aussicht auf Niederlagen gegen einen Billigmotor schreckt die großen Werke ab, zudem wurden hohe Summen in die Entwicklung der hochkomplizierten Hybrid-Antriebe investiert.

Ecclestone sieht seine Seite dennoch gut gerüstet. "Da halten sich einige für super schlau. Aber wir sind auch nicht dumm. Wir haben uns genau überlegt, was wir tun", sagte der Brite.

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