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Wolff kontert Ecclestone: Motoren-Krise zerreißt die Formel 1

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Wolff kontert Ecclestone  

Ton wird rauer: Motoren-Krise zerreißt die Formel 1

15.11.2015, 12:47 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Wolff kontert Ecclestone: Motoren-Krise zerreißt die Formel 1. Toto Wolff kontra Bernie Ecclestone: Die Gräben werden immer tiefer. (Quelle: imago/HochZwei)

Toto Wolff kontra Bernie Ecclestone: Die Gräben werden immer tiefer. (Quelle: HochZwei/imago)

Der Ton in der Debatte um einen kostengünstigen Alternativmotor wird rauer, die Formel 1 steht vor einer Zerreißprobe: Nach der deutlichen Kritik von Bernie Ecclestone kontert nun Toto Wolff.

Der Mercedes-Motorsportchef hält bei einer Einführung des Alternativmotors die nötige Leistungsanpassung zwischen den Antrieben schlichtweg für nicht praktikabel. "Es scheint, als ob wir komplett stur wären und die Augen verschließen würden", sagte der Österreicher. "Es ist nicht so, dass da jemand ein Kaninchen aus dem Hut gezogen hat. Das funktioniert auch in anderen Serien nicht", erklärte er.

Zuvor war Ecclestone mit markieren Worten vorgeprescht. Der Brite hatte den Herstellern und damit auch Mercedes vorgeworfen zu bestimmen, wer künftig welches Aggregat mit welcher Qualität bekomme. "Sie denken nur an sich und nicht an den Sport. Wir lassen uns die Formel 1 nicht von gewissen Leuten zerstören", schimpfte er.

Alternativmotor soll 2017 kommen

Schon seit Monaten bleibt der Konflikt über eine Kostenregulierung ungelöst, es scheiterte immer wieder am Veto der Top-Teams. Daher planen der Weltverband FIA und Ecclestone nun eine Lösung im Alleingang. Der lange gehegte Plan zum Alternativmotor soll umgesetzt werden, schnell und gegen alle Widerstände.

Schon ab 2017 soll der vereinfachte Antrieb verfügbar sein, in Sao Paulo brachte die FIA bereits die Ausschreibung auf den Weg. Die Kandidaten müssen bis zum 23. November ihr Interesse formal bekunden - zugelassen sind dabei nur Hersteller, die unabhängig von den großen Konzernen sind, etwa Cosworth oder Ilmor.

Und der neue Motor soll auf die erst 2014 eingeführte, eigentlich zukunftsweisende Hybridtechnik verzichten. Kostenpunkt: lediglich rund ein Drittel der aktuellen Aggregate, die bei rund 20 Millionen Euro liegen. Unterstützt wird das Vorhaben von den meisten kleinen Teams und von Red Bull.

"Billigmotor" könnte die modernste Technik schlagen

Neben Mercedes stemmen sich auch Ferrari, Renault, und Honda gegen die Pläne von Ecclestone. Sie haben viele Millionen Euro in die Entwicklung des zur Saison 2014 eingeführten 1,6 Liter V6-Turbo-Hybrid-Antriebs investiert. Besonders gute Arbeit hatten damals die Silberpfeile geleistet, die sich nun ihren Vorsprung nicht nehmen lassen wollen. Denn im Grunde müsste der Mercedes-Motor eingebremst werden, wenn der neue Alternativmotor - dem Vernehmen nach ein 2,2-Liter-Bi-Turbo mit sechs Zylindern - mithalten soll. 

Eine derartige Angleichung würde jedem Entwicklungs-Wettbewerb widersprechen, ein "Billigmotor" könnte die modernste Technologie schlagen. Das wäre nicht nur ein Albtraum für Mercedes, sondern brächte auch neue Fragen am motorsportlichen Wert der Königsklasse. Auf die Außendarstellung der ohnehin kriselnden Serie könnte das schlimme Auswirkungen haben.

Ecclestone droht schon mit Beschwerde

Der Plan mit dem Alternativmotor muss vor der Umsetzung allerdings noch durch die Strategiegruppe, die Formel-1-Kommission und den FIA-Weltrat schaffen. Sollten die nötigen Mehrheiten nicht zustandekommen, droht Ecclestone bereits mit einer Beschwerde bei der EU-Kommission. Eine solche liegt dort übrigens bereits gegen den 85-Jährigen vor, Absender sind die kleinen Teams. Die Brandherde sind zahlreich in der Formel 1.

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