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Sport: Sport gegen Terror - "Keine Kapitulation vor Verbrechern"

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Sport gegen Terror - "Keine Kapitulation vor Verbrechern"

15.11.2015, 16:11 Uhr | dpa

Sport: Sport gegen Terror - "Keine Kapitulation vor Verbrechern". IOC-Präsident appelliert an die Friedensfunktion des Sports.

IOC-Präsident appelliert an die Friedensfunktion des Sports. Foto: Thomas Eisenhuth. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Allen Horrorbildern aus Paris zum Trotz will sich der Sport dem internationalen Terror nicht beugen.

"In diesen dunklen Zeiten sollten wir uns an die einende Kraft des Sports erinnern, der Menschen und Gemeinschaften zusammenführen kann, um Frieden und Versöhnung zu bringen", betonte Thomas Bach als Chef des Internationalen Olympischen Komitees nach den verheerenden Anschlägen mit mehr als 120 Toten. Die Stars aus zahlreichen Sportarten zeigten sich demonstrativ solidarisch mit den Opfern und Frankreich, die Veranstalter vieler Großevents erhöhten ihre Sicherheitsmaßnahmen.

Unmittelbar vor Beginn der inoffiziellen Tennis-WM in London instruierte die Profispielerorganisation ATP ihre Mitarbeiter, die Personenkontrollen nochmals zu verschärfen. Die Taschen aller Zuschauer werden bei den World Tour Finals nun mit noch größerem Aufwand nach verbotenen und gefährlichen Mitteln durchsucht. In der Metropole treffen die besten Profis aufeinander.

Bis auf kleinere Veranstaltungen in Frankreich wurden weltweit kaum Spiele oder Sportwettbewerbe abgesagt. So wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Dienstag auch zu ihrem geplanten Länderspiel gegen die Niederlande antreten, obwohl es teils Bedenken gibt. "Die Botschaft ist klar: Wir lassen uns nicht vom Terror einschüchtern", sagte DFB-Übergangspräsident Reinhard Rauball.

Der Fußball müsse sich jetzt zur Wehr setzen, "wie die Gesellschaft im Ganzen", erklärte sein Interimskollege als DFB-Chef, Rainer Koch, im ZDF. Er kommentierte: "Es darf nicht sein, dass der Terror siegt." Als Zeichen der Solidarität sollen zudem die Spieler der 36 deutschen Proficlubs am kommenden Punktspiel-Wochenende Trauerflor tragen.

Die Handballer der Rhein-Neckar Löwen machten sich sogar noch am Samstag auf den Weg nach Frankreich: Entgegen aller Erwartungen wurde das Champions-League-Spiel bei Montpellier HB nicht vom Plan genommen. Dies war der ausdrückliche Wunsch der Franzosen. Eine Absage "wäre auch ein Sieg gewesen für die Initiatoren dieser unbeschreiblichen Taten, die ein Klima von Furcht und Angst auslösen wollen", begründete der französische Club seine Entscheidung.

Die Fußball-EM kommendes Jahr in neun französischen Städten steht nach Angaben der Europäischen Fußball-Union ebenfalls nicht infrage. Tue man das, "würde man sich den Regeln der Terroristen beugen", sagte Turnier-Cheforganisator Jacques Lambert französischen Medien. In dieser Haltung wird er von deutschen Spitzenfunktionären unterstützt. "Wenn man die EM jetzt absagen würde, dann käme dies einer Kapitulation vor den Verbrechern gleich. Das darf nicht passieren", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Der zurzeit wegen Korruptionsverdachts gesperrte UEFA-Chef Michel Platini - selbst ein Franzose - bezeichnete die Anschläge als "blinde Barbarei". Argentiniens Fußballstar Lionel Messi appellierte mit dringlichen Worten: "Wir müssen immer wieder wiederholen, heute öfter denn je, dass es nur einen Weg gibt: Liebe und Frieden zwischen der Menschheit und einen Zusammenschluss der Welt."

Auch Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone zeigte sich schockiert. "Wir leben in einer bösen Welt mit bösen Menschen", urteilte der 85-Jährige am Rande des Grand Prix in Brasilien. Ein speziell dekorierter Lastwagen fuhr Weltmeister Lewis Hamilton und seine Kollegen während der Fahrerparade über den Kurs; Frankreichs Flagge mit schwarzer Schleife zierte die Flanken des Autos. Auf eine Schweigeminute explizit für die Paris-Opfer verzichteten die Veranstalter aber. Automobil-Weltverbandschef Jean Todt sorgte zusätzlich für Unmut, indem er im Zusammenhang mit den Anschlägen unglücklich auf die Vielzahl der Toten im Straßenverkehr verwies.

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