Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Fußball - Minister: Mega-Geschäfte des DFB nicht gemeinnützig

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Norbert Walter-Borjans (SPD) im "kicker"  

Minister: Mega-Geschäfte des DFB nicht gemeinnützig

16.11.2015, 14:30 Uhr | dpa

Fußball - Minister: Mega-Geschäfte des DFB nicht gemeinnützig. Angesichts der Affäre um die WM-Vergabe 2006 sind erneut Zweifel an der Gemeinnützigkeit des DFB aufgekommen.

Angesichts der Affäre um die WM-Vergabe 2006 sind erneut Zweifel an der Gemeinnützigkeit des DFB aufgekommen. Foto: Daniel Karmann. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Die Zweifel an der Gemeinnützigkeit des Deutschen Fußball-Bundes sind angesichts der Affäre um die WM-Vergabe 2006 erneut aufgekommen.

Die internationalen Profisportverbände dürften "nicht länger quasi steuerrechtsfreie Räume sein", sagte Norbert Walter-Borjans (SPD), Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, im Sportmagazin "Kicker" (Montag). Der SPD-Politiker forderte: "Wenn wir dem Sport einen Dienst erweisen wollen, müssen wir akribisch trennen zwischen Mega-Business einerseits und der hohen gesellschaftlichen Bedeutung des Breitensports. Letzteres ist gewiss gemeinnützig, das große Geschäft ganz sicher nicht."

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zuge der dubiosen 6,7-Millionen-Euro-Zahlung des DFB an den Weltverband FIFA wegen des Verdachts der Streuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall. Die zuständige Oberfinanzdirektion wollte sich nicht konkret dazu äußern, ob die Gemeinnützigkeit des weltweit größten Sportfachverbandes (knapp 6,9 Millionen Mitglieder) gefährdet ist. Ein Sprecher erklärte dem "Kicker" aber ganz allgemein, "dass Ermittlungsergebnisse von den Finanzämtern stets zum Anlass genommen werden, einen Fall erneut rechtlich zu beurteilen".

Nach Schätzungen des "Kicker" spart der DFB jährlich bis zu 20 Millionen Euro durch seinen Status der Gemeinnützigkeit. "Mich wundert am meisten, wie überrascht viele sind, dass Profifußball ein Mega-Geschäft ist, das sich aller Möglichkeiten internationaler Finanzakrobatik bedient", sagte Walter-Borjans.

Gemeinnützigkeit:

Wer die "Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet" ohne kommerzielles Eigeninteresse fördert, verfolgt gemeinnützige Zwecke. Als gemeinnützig anerkannte Organisationen werden ganz oder teilweise von Steuern befreit.

Den rechtlichen Rahmen beschreibt Paragraf 52 der Abgabenordnung: Als gemeinnützig gilt danach unter anderem die Förderung von Kunst und Kultur, Sport, Religion oder Tierschutz, die Unterstützung von Flüchtlingen oder Kriegsopfern sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung. Das Finanzamt kann die Gemeinnützigkeit rückwirkend entziehen - zum Beispiel wenn Vermögen zweckentfremdet wurde.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal