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Deutschland - Niederlande: Polizei analysiert Sicherheitslage

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Nach Terror in Paris  

Polizei analysiert Sicherheitslage vor DFB-Spiel

17.11.2015, 12:11 Uhr | dpa

Deutschland - Niederlande: Polizei analysiert Sicherheitslage. Für das Hotel Fuchsbachtal in Barsinghausen bei Hannover herrschen erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

Für das Hotel Fuchsbachtal in Barsinghausen bei Hannover herrschen erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Foto: Peter Steffen dpa. (Quelle: dpa)

Nach dem Terror von Paris analysiert die Polizei in Hannover vor dem Fußball-Länderspiel am Dienstagabend die Sicherheitslage in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Der Deutsche Fußball-Bund hatte am Sonntag entschieden, das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande nicht abzusagen. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird zusammen mit einigen Mitgliedern des Kabinetts im Stadion sein.

Angela Merkel besucht das Fußball-Länderspiel bewusst

Mit ihrem Besuch will die Bundeskanzlerin ein Zeichen gegen den islamistischen Terror setzen. Zusammen mit ihre werden mehrere Minister bei dem Freundschaftsspiel auf der Ehrentribüne sitzen. Dabei sind nach Angaben von Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz auch Vizekanzler Sigmar Gabriel und Justizminister Heiko Maas (beide SPD) sowie Innenminister Thomas de Maizière (CDU).

"Vor dem Hintergrund der Pariser Geschehnisse wird die Lage bewertet, und wir bereiten uns auf das Spiel morgen Abend vor", sagte der Sprecher der Polizeidirektion Hannover, Thorsten Schiewe. Wie viele Beamte im Einsatz sein werden und welche Sicherheitsvorkehrungen konkret geplant sind, dazu gab es bisher keine Angaben von der Polizei.

Sicherheitslage nach Terroranschlägen in Paris

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will noch zu den Sicherheitsfragen rund um das Spiel Stellung nehmen. Pistorius sagte: "Wir werden der Welt und den Terroristen zeigen: Wir lassen uns nicht kleinkriegen. Wir stehen zusammen und wir solidarisieren uns mit den Franzosen, die so Furchtbares erlebt haben."

Bundesjustizminister Heiko Maas erklärte, die Sicherheit habe oberste Priorität. "Wir müssen alles tun, um die Sicherheit bei dem Spiel zu gewährleisten", sagte der SPD-Politiker, der ebenfalls im Stadion sein wird. "Ich bin der Mannschaft dankbar, dass sie bereit ist, morgen zu spielen."

Sicherheit beim Länderspiel hat oberste Priorität

Bundesweit wird bis morgen Trauerbeflaggung angeordnet, vor der Staatskanzlei in Hannover soll die auf halbmast wehende Bundesflagge am Mittag durch die französische Flagge ersetzt werden. Im Rathaus in Hannover versammeln sich die Mitarbeiter am Mittag zu der europaweiten Trauerminute. Außerdem ist am Montagabend am Maschsee direkt neben dem Stadion eine Menschenkette geplant, an der auch Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) teilnehmen will. Schostok sagte: "Hannover gibt mit dem Spiel ein klares Signal, dass wir durch Terror nicht unsere Freiheit, unser Zusammenleben und unsere Solidarität beeinträchtigen lassen werden."

Nationalmannschaft in Barsinghausen untergebracht

Im Hotel Fuchsbachtal in Barsinghausen bei Hannover, wo die Nationalmannschaft im Laufe des Montags zusammenkommt, herrschen diesmal erhöhte Sicherheitsvorkehrungen, sagte eine Mitarbeiterin. Detailliert wollte sie sich dazu aber nicht äußern. Das Hotel war schon oft Quartier für das DFB-Team.

Die Zufahrt zur Sportschule ist rund 150 Meter vor dem Gebäude mit rot-weißen Plastikbarrieren abgesperrt und Polizisten kontrollieren Autofahrer, die auf den Parkplatz fahren wollen. Der schwarze Mannschaftsbus mit der Weltmeister-Aufschrift parkt vor dem Quartier. Teammanager Oliver Bierhoff war bereits am Morgen eingetroffen. Die Spieler werden bis zum frühen Nachmittag zur Vorbereitung auf das Länderspiel gegen die Niederlande in Hannover erwartet. Der Bundestrainer und Bierhoff wollen sich um 13.00 Uhr erstmals nach den Terroranschlägen in Paris bei einer Pressekonferenz äußern.

Der Teammanager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, hatte am Vortag betont: "Wir wollen als Mannschaft ein Zeichen der Gemeinschaft setzen. Mit dem französischen Volk, mit den Angehörigen der Opfer." Auch DFB-Interimspräsident Reinhard Rauball erklärte: "Die Botschaft ist klar: Wir lassen uns nicht vom Terror einschüchtern."

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