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Wegen Terrorgefahr: Deutsche Schwimmer wollen nicht zur EM

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Wegen Terrorgefahr  

Zahlreiche DSV-Athleten wollen nicht zur EM

21.11.2015, 08:32 Uhr | sid

Wegen Terrorgefahr: Deutsche Schwimmer wollen nicht zur EM. Alexandra Wenk will auf einen Start bei der Schwimm-EM in Israel verzichten. (Quelle: imago/Camera 4)

Alexandra Wenk will auf einen Start bei der Schwimm-EM in Israel verzichten. (Quelle: Camera 4/imago)

Die deutschen Schwimmer kämpfen derzeit bei der Kurzbahn-DM in Wuppertal um die EM-Tickets. Doch die meisten wollen wegen der Terrorgefahr gar nicht nach Israel.

Paul Biedermann macht sich "keine Sorgen", Marco Koch will sich keine "Angst machen lassen": Die beiden deutschen Vorschwimmer wollen trotz akuter Sicherheitsbedenken nach den Anschlägen von Paris bei der Kurzbahn-EM in Israel in zwei Wochen starten, die meisten ihrer Teamkollegen bleiben aber lieber zu Hause.

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"Ganz ehrlich: Das Risiko ist mir zu groß", sagte die WM-Dritte Alexandra Wenk am Rande der deutschen Meisterschaft.

Mehrheit der DSV-Schwimmer will nicht starten

Die Bronzemedaillengewinnerin von Kasan mit der Mixed-Lagenstaffel spricht für die Mehrheit der deutschen Schwimmer. Bei einer Umfrage des Athletensprechers Hendrik Feldwehr erklärten 13 von 25 Olympia-Kandidaten, dass sie wegen erhöhter Terrorgefahr nicht in Netanya (2. bis 6. Dezember) an den Start gehen wollen.

Und selbst der Bundestrainer hat große Bedenken. "Ich bin nicht erfreut bei dem Gedanken, dass wir da hinfahren", sagte Henning Lambertz.

Bundestrainer noch unschlüssig

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat nicht nur den Schwimmern, sondern auch dem Chefcoach die EM-Teilnahme freigestellt. "Ich fände es auch nicht gut, wenn man sagt: Weil jemand Chefbundestrainer ist, lässt der mal Frau und Kind zu Hause und fährt in eine Situation, in der er ein absolut ungutes Gefühl hat."

Ob er selbst mitfliegt, will Lambertz auch von der Größe des EM-Teams abhängig machen. "Wenn's am Ende eine Truppe von drei Athleten ist, dann könnte man auch zwei Heimtrainer und einen Physiotherapeuten mitschicken, und gut wär's", sagte er.

Koch will sich keine "Angst machen lassen"

Keinen Zweifel an seinem EM-Start lässt dagegen Weltmeister Koch. "Die Sicherheitsvorkehrungen in Israel werden gut sein. Ich glaube nicht, dass es dort ein größeres Risiko gibt als anderswo", sagte der 25-Jährige, der mit deutschem Rekord über 400 Meter Lagen in die DM gestartet und gleich im ersten Rennen sein EM-Ticket gelöst hatte: "Ich find's blöd, sich von ein paar Eierköppen Angst machen zu lassen."

Auch für Biedermann wäre die Sicherheitslage kein Grund für eine Absage. "Da mache ich mir keine Sorgen", sagte der 29-Jährige. Die sportliche Hürde erfüllte der Weltrekordler. Über 200 Meter Freistil sicherte sich der 29-Jährige seinen 42. deutschen Meistertitel und blieb mehr als eine Sekunde unter der EM-Norm.

"Wir warten noch auf die Antwort"

Der DSV ist unterdessen mit dem Auswärtigen Amt in Kontakt und will auch eine Empfehlung der deutschen Botschaft in Tel Aviv einholen. "Wir warten noch auf die Antwort", sagte Lambertz.

Nachdem die WADA die israelische Anti-Doping-Agentur für nicht regelkonform erklärt hat, ist zudem unklar, ob die EM überhaupt stattfinden kann.

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