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BVB-Trainer Tuchel macht Spielern Vorwürfe nach Pleite gegen HSV

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"Vielleicht sogar gut und heilsam"  

Tuchels lange Mängelliste nach der Hamburg-Pleite

21.11.2015, 13:47 Uhr | t-online.de

BVB-Trainer Tuchel macht Spielern Vorwürfe nach Pleite gegen HSV. Dortmunds Marcel Schmelzer (li.), Mats Hummels und Co. erlebten in Hamburg einen schwarzen Abend. (Quelle: dpa)

Dortmunds Marcel Schmelzer (li.), Mats Hummels und Co. erlebten in Hamburg einen schwarzen Abend. (Quelle: dpa)

Aus Hamburg berichtet Nico Herold

Thomas Tuchel wusste gar nicht, wo er anfangen sollte. Nach der deutlichen und verdienten 1:3 (0:2)-Niederlage seines BVB beim Hamburger SV wählte der Coach der Dortmunder daher einfach die simpelste Lösung: Er zählte schonungslos alle Schwächen seines Teams auf. Und diese Liste war nach dem verkorksten Abend äußerst lang.

Eines vermisste der Borussen-Trainer besonders: Bereitschaft. Sein Team wäre nicht "bereit gewesen, dieses Spiel zu spielen" und ebenso nicht bereit, es "mit der nötigen Intensität zu spielen". Zudem vermisste er in seiner Hintermannschaft die Bereitschaft "mit einer hohen Intensität zu verteidigen."

Zudem beklagte der sichtlich angefressene Tuchel den "Unterschied zwischen unserem Anspruch, unserem Verständnis als Mannschaft aufzutreten, und der Realität" als "dramatisch".

BVB wird "verdient bestraft"

Sehr viele Vorwürfe auf einmal. Tuchel räumte zwar ein, dass diese Bestandsaufnahme nur für die ersten 45 Minuten galt – doch nach denen war die Messe schon so gut wie gelesen. Ein dem BVB in nahezu allen Belangen überlegener HSV hatte in der ersten Hälfte durch ein Elfmetertor von Pierre-Michel Lasogga (19. Minute) und einen Treffer von Lewis Holtby (42.) bereits die Weichen auf Heimsieg gestellt.

Zu viele Fehler auf einmal

Besonders das zwischenzeitliche 2:0 offenbarte alle Schwächen der Dortmunder in der ersten Halbzeit in einer Aktion. Ein Fehlpass vom indisponierten Matthias Ginter leitete den Hamburger Konter ein. Der emsige Nicolai Müller wurde daraufhin 25 Meter vor dem Tor des Tabellen-Zweiten von niemandem angegriffen, bevor Lewis Holtby am Ende den Ball freistehend einschieben konnte. Zu viele Fehler auf einmal. "Wir sind verdient bestraft worden", gab Tuchel zu.

Auch Nationalspieler Ilkay Gündogan wollte nach dem Ende der Partie die Leistung in Hälfte eins nicht schön reden. "Die erste Halbzeit war heute der Schlüssel für die Niederlage", stellte der 25-Jährige geknickt fest und gab seinem Trainer damit Recht.

"Freude und Mut vermisst"

Torwart Roman Bürki, der den Strafstoß zum 1:0 verursacht hatte, erkannte seine Vorderleute nach der zweiwöchigen Länderspielpause überhaupt nicht wieder. "Ich habe heute ein bisschen die Freude und den Mut vermisst", bemängelte der Schweizer, der den Rest der Partie fehlerlos blieb.

Aubameyang trifft erneut

In der zweiten Hälfte änderte sich dieses Bild zwar, das Eigentor von BVB-Kapitän Mats Hummels in der 54. Minute beendete die Dortmunder Bemühungen jedoch schon frühzeitig. Dass die Westfalen danach ein spielerisches Übergewicht erzeugten, brachte ihnen außer einem Pfostenschuss und weiteren guten Chancen nicht mehr viel ein.

Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang nutzte kurz vor Schluss zwar eine seiner im zweiten Durchgang zahlreichen Möglichkeiten noch zu seinem 15. Saisontor und 3:1-Anschlusstreffer. Dabei blieb es jedoch.

"Vielleicht besser, dass wir es sofort spüren"

Ein herber Dämpfer für den BVB, der zuvor in sieben Pflichtspielen in Serie sieben Siege einfahren konnte. Dass aus der Pleite in der Hansestadt nun ein Negativtrend entstehen könnte, war für das Borussen-Lager jedoch kein Thema. "Wir sind eigentlich gefestigt. Das war jetzt definitiv kein Knacks", beteuerte Gündogan.

Sein Trainer konnte aus der Pleite, die er "nicht kommen gesehen" hatte, auch etwas Positives ziehen. "Es ist vielleicht besser, dass wir es dann auch sofort spüren", sagte der Fußball-Lehrer über die Leistung seines Teams und fügte hinzu: "Das ist am Ende vielleicht sogar gut und sehr heilsam."

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