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TSG 1899 Hoffenheim: Huub Stevens beleidigt Journalisten

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"Du bist es halt nicht wert"  

Huub Stevens sorgt für einen Eklat

29.11.2015, 10:48 Uhr | sid

TSG 1899 Hoffenheim: Huub Stevens beleidigt Journalisten. Die Durststrecke der Hoffenheimer geht nicht spurlos an Huub Stevens vorüber. (Quelle: dpa)

Die Durststrecke der Hoffenheimer geht nicht spurlos an Huub Stevens vorüber. (Quelle: dpa)

Nachdem die TSG Hoffenheim trotz 3:1-Führung gegen Borussia Mönchengladbach nur 3:3 (2:1) gespielt hatte, brannten bei Huub Stevens die Sicherungen durch. Hoffenheims Trainer sorgte für einen handfesten Eklat.

"Der Knurrer von Kerkrade" beendete seinen verbalen Disput mit einem Journalisten weit unterhalb der Gürtellinie: "Ab und zu muss man draufhauen. Du bist es halt nicht wert." Der Journalist war "persönlich beleidigt" und forderte eine Entschuldigung von Stevens.

Lage äußerst angespannt

Dass der kritische Artikel des Sportchefs der größten Regionalzeitung im Vorfeld der Partie ausreichte, um Stevens auf die Palme zu bringen, ist ein weiteres Indiz für die äußerst angespannte Lage im Kraichgau.

Schließlich schafft es auch der Feuerwehrmann nicht, die Talfahrt Richtung 2. Liga zu stoppen. Stevens muss auch nach vier Anläufen weiter auf seinen ersten Sieg mit den Hoffenheimern warten.

Bilanz eines Aufsteigers

Der Klub weist nach dem 14. Spieltag die Bilanz eines Absteigers auf: Seit nunmehr sieben Spielen kein Sieg, mickrige neun Punkte auf dem Konto. So wenige wie noch nie zu diesem Zeitpunkt einer Saison. Zudem ist die TSG der einzige Bundesligist ohne Heimsieg.

"Ich bin natürlich enttäuscht, dass es nur zu einem 3:3 gereicht hat, das ist doch klar. Dass wir kurz vor Schluss so den Ausgleich kassieren, darf nicht passieren", sagte Stevens: "Aber dennoch ein Kompliment an die Jungs. Das ist der Weg, den wir gehen müssen. Wir müssen mit Leidenschaft Fußball spielen."

Ex-Hoffenheimer Johnson zerstört Hoffnungen

In der Tat zeigten die Hoffenheimer ihr bestes Saisonspiel, doch die Tore von Steven Zuber (11.), dem Ex-Gladbacher Eugen Polanski (34.) und Nadiem Amiri (47.) reichten nicht zum Sieg. Der Ex-Hoffenheimer Fabian Johnson (5. und 87.) zerstörte die Hoffnungen der TSG. Zudem traf Josip Drmic (56.) für die Gäste.

"Es ist natürlich bitter, ein 3:1 noch abzugeben. Dennoch müssen wir auf dieser Leistung aufbauen. Dann kommen wir unten raus", sagte der erst 19 Jahre alte Amiri, der zum ersten Mal in der Bundesliga getroffen hatte und die beiden anderen Treffer vorbereitete: "Ich spüre das Vertrauen des Trainers. Er hat mir gesagt, dass ich frech sein und mir etwas zutrauen soll."

Sonderlob für Amiri

Nachdem der deutsche U19-Nationalspieler die Anweisungen des Trainers so gut umgesetzt hatte, verteilte Stevens ganz gegen seine üblichen Gewohnheiten ein Sonderlob an den offensiven Mittelfeldspieler. "Der gibt seine Antworten", äußerte der Niederländer: "Und wenn er seine Antworten so gibt, muss man zufrieden sein."

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