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NOlympia: Wie Unbekannte die Olympia-2024-Träume platzen ließen

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Olympia 2024  

NOlympia: Wie Unbekannte die Olympia-Träume platzen ließen

30.11.2015, 13:30 Uhr | dpa

NOlympia: Wie Unbekannte die Olympia-2024-Träume platzen ließen. Der Umweltaktivist Dirk Seifert gehört zu den führenden Köpfen des Hamburger NOlympia-Bündnisses.

Der Umweltaktivist Dirk Seifert gehört zu den führenden Köpfen des Hamburger NOlympia-Bündnisses. Foto: Ulrich Perrey. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Sie verstehen sich als informelles Bündnis ohne Sprecher. Deshalb gab es während des Wahlkampfs der NOlympia-Leute um das Referendum auch niemanden, der in den Medien ständig präsent gewesen wäre.

Einige traten aber dennoch immer wieder in Erscheinung, machten die Olympia-Gegnern auch in der Öffentlichkeit erkennbar.

DIRK SEIFERT: Der Umweltaktivist und Internetblogger gehört zu den führenden Köpfen des Hamburger Bündnisses. Seifert ist im Hauptberuf seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter für Atomausstieg beim Linken-Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel. Daneben ist er Vorstandsmitglied bei der Umweltorganisation BUND Hamburg und arbeitete zudem im Träger- und Koordinierungskreis der Volksinitiative "Unser Hamburg - Unser Netz" zur Rekommunalisierung der Hamburger Energienetze mit.

FLORIAN KASISKE: Der NOlympia-Aktivist brauchte am Sonntagabend einen Moment, bis er den Erfolg beim Olympia-Referendum begriff. Aber dann spulte er die Begriffe herunter, mit denen er monatelang mit seinen Mitstreitern Politik gegen das "Establishment" gemacht hatte: "Gegen das Wahnsinns-Projekt Olympia, gegen massive Mietpreissteigerungen, gegen höhere Immobilienpreise und gegen die Monopolstellung des IOC". Er sensibilisierte Bürger zur kritischen Auseinandersetzung mit dem von der Stadt verbreiteten Material - sei es der Finanzreport, sei es der Host-City-Vertrag des Internationalen Olympischen Komitees. "Das IOC hat es ja nicht so mit dem Versammlungsrecht", wetterte er und sprach von "verfassungswidrigen" Verträgen. Stadtentwicklung will er jenseits von milliardenschweren Großprojekten umgesetzt wissen.

HEIKE SUDMANN: Die Linken-Politikerin hielt das Referendum bereits im Mai für eine Farce. Damals wollte sie erst abstimmen lassen, wenn "wirklich belastbare Zahlen" über Olympische Spiele in der Hansestadt vorliegen. Heute fühlt sich die Stadtentwicklungsexpertin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken in der Bürgerschaft darin bestätigt. "Die Menschen haben verstanden, Emotionen reichen nicht aus", sagte die 53-Jährige. Sudmann kämpfte zusammen mit ihren Parteifreunden und Fraktionskollegen von Anfang an gegen die Bewerbung. Nach dem Nein könne sich die Politik nun endlich wieder den wichtigen sozialen Fragen in der Stadt zuwenden.

EMMA HANSEN: Die Vorsitzende der Grünen Jugend Hamburg hat es der Mutterpartei nicht leicht gemacht. Während die Grünen sich nach langer Debatte auf einem Parteitag denkbar knapp für eine Bewerbung um Olympische Spiele aussprachen, tat die Schülerin nicht nur so, als ginge sie das nichts an. Sie opponierte sogar offen gegen das Sportgroßereignis. "Hamburg kann bei Olympia eben nicht nur gewinnen, sondern in vielerlei Hinsicht nur verlieren. Deshalb werben wir für ein "Nein!" am 29. November", erklärte sie frech.

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