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Sportpolitik  

Nach Olympia-Aus: Bangen um Sportstätten und -events

30.11.2015, 14:18 Uhr | dpa

Sportpolitik - Nach Olympia-Aus: Bangen um Sportstätten und -events. Aus den schönen neuen Sportstätten wird nun nichts.

Aus den schönen neuen Sportstätten wird nun nichts. Visualisierung: KCAP | Arup | Vogt | Kunst+Herbert | gmp | Drees&Sommer | WES | ARGUS | bloomimages | on3studio | Luftbilder Matthias Friedel Foto: Kcap | Arup | Vogt | Kunst+herbe. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Der Olympia-Crash in Hamburg erschüttert auch den Hamburger Sport. Weil die vorgesehenen olympischen Sportstätten nicht gebaut werden, können Trainingsbetrieb und Freizeitgestaltung in der Hansestadt nachhaltig Schaden nehmen.

Das betrifft die sogenannten Leuchtturm-Projekte wie auch kleinere Anlagen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Das Olympia-Stadion, das von einem Fassungsvermögen von 70 000 auf 20 000 Besucher zurückgebaut werden und fortan von Leichtathleten und American Footballern genutzt werden sollte, fällt ebenso weg wie die Schwimm- und die benachbarte Olympia-Halle auf der Elbinsel Kleiner Grasbrook. "Ein Freizeitbad für die wachsende Zahl an Einwohnern im Süden Hamburgs von dieser Dimension wird es nicht mehr geben", versicherte Ralph Lehnert, Geschäftsführer des Hamburger Sportbundes (HSB).

Noch bedenklicher: 23 vorhandene Sportstätten sollten für Olympia umgebaut und modernisiert werden. Darum müssen die Nutzer und Zuschauer nun fürchten. Beispiel Tennisstadion am Rothenbaum. Die veraltete und stark renovierungsbedürftige Arena für 13 000 Zuschauer sollte für Olympia in Top-Zustand versetzt und mit zusätzlichen Plätzen ausgestattet werden. Jetzt ist die Zukunft ungewiss.

Die Radrennbahn im Stadtteil Stellingen ist völlig veraltet. Ohne Modernisierung hat sie keine Chance mehr. "Ob es jetzt noch eine Perspektive gibt, müssen wir abwarten", sagte Lehnert. Mehr als 100 Anlagen, die bei Olympia auch zu Trainingszwecken genutzt werden sollten, wären bei einer Bewerbung in Schuss gebracht worden. Daran bestehen jetzt erhebliche Zweifel.

Hamburg stützt sich weiterhin auf die Dekadenstrategie, die von 2010 bis 2020 die Sanierung zahlreicher Sportstätten von Vereinen und der Stadt vorsieht. "Daran ändert sich nichts. Die Strategie ist beschlossen", sagte HSB-Präsident Jürgen Mantell. "Durch die Olympia-Bewerbung hätte sie allerdings einen Push bekommen."

Auf dem Weg zu Olympia wollte die Hansestadt in der Welt laut klappern. Deshalb wurden internationale Sportereignisse an die Elbe geholt: das Beachvolleyball-Weltturnier 2016, die Box-WM 2017, die Finalspiele der Handball-WM 2017, die Rollstuhlbasketball-WM 2018. Findet das unter den neuen Vorzeichen noch statt? "Dass es anders werden könnte, möchte ich mir nicht vorstellen", sagte Mantell. Zumindest werden die Etats der Veranstaltungen auf den Prüfstand gestellt. "Wir gehen davon aus, dass die Vereinbarungen gehalten werden", sagte Sportdirektor Michael Müller vom Deutschen Boxsport-Verband.

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