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Schwimmen: Hentke bricht mit Gold den Bann

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Kurzbahn-EM  

Hentke bricht mit Gold den Bann

04.12.2015, 18:18 Uhr | dpa

Schwimmen: Hentke bricht mit Gold den Bann. Franziska Hentke fliegt zu Gold.  (Quelle: imago/Insidefoto)

Franziska Hentke fliegt zu Gold. (Quelle: Insidefoto/imago)

Europameisterin Franziska Hentke nickte und ballte im Wasser die Faust, Philip Heintz war trotz Silber unzufrieden, Marco Koch glänzte schon im Halbfinale mit deutschem Rekord. Die deutschen Schwimmer sind bei der Kurzbahn-EM in Israel weiter hungrig auf Erfolge.

Nach den Siegen von Paul Biedermann und Marco Koch wurde am folgenden Tag auch Hentke Ihrer Favoritenrolle gerecht. Über 200 Meter Schmetterling gewann die Magdeburgerin in 2:03,01 Minuten und verbesserte ihren deutschen Rekord um 0,46 Sekunden. "Was will man mehr, Gold und Rekord, da bin ich absolut zufrieden. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nie so gut wie in diesem Jahr - das lässt für Rio hoffen", sagte Hentke mit Blick auf Olympia 2016.

Mit einem Vorsprung von 0,84 Sekunden verwies sie die Französin Lara Grangeon auf Platz zwei. Für Hentke, Dritte der Kurzbahn-WM 2014 und Zweite der Kurzbahn-EM 2013, war es der erste internationale Titel. EM-Debütantin Lisa Höpink kam als Achte ins Ziel.

Heintz "ohne Rhythmus" zu Silber

Lagenschwimmer Heintz schlug über 200 Meter in 1:53,21 Minuten an. "Mit dem Rennen bin ich überhaupt nicht zufrieden, nullkommanullnullnull. Ich hatte irgendwie keinen Druck auf den Beinen, hab den Rhtythmus nicht gefunden", sagte der Titelverteidiger, der die Langbahn-WM im Sommer wegen Krankheiten verpasst hatte. Im Vorlauf hatte Heintz in 1:53,64 die schnellste Zeit der acht Finalisten hingelegt. Bei der Siegerehrung konnte der Mannheimer aber wieder lachen. Der Titel ging erwartungsgemäß an den Ungarn Laszlo Cseh in der Europarekordzeit von 1:51,36 Minuten.

Koch nahm über seine Nebenstrecke 100 Meter Brust ebenfalls Kurs auf eine Medaille. In 57,02 Sekunden verbesserte der Darmstädter als Zweiter des Halbfinales hinter dem britischen Weltmeister Adam Peaty seinen zwei Jahre alten deutschen Rekord um drei Hundertstelsekunden. "Das Rennen war nicht ganz optimal. Im Finale will ich unter 57 Sekunden schwimmen", sagte 200-Meter-Weltmeister Koch. Christian vom Lehn verpasste als Neunter den Endlauf am Samstag knapp.

Hosszu sorgt für zweiten Weltrekord

Über 200 Meter Rücken verpasste Jenny Mensing in 2:03,89 Minuten auf Platz vier eine Medaille um knapp vier Zehntelsekunden. "Das Rennen war gut, ich habe alles gegeben, schade dass es nicht zu einer Medaille gereicht hat", sagte die Polizeikommissarin. Dörte Baumert kam in 2:06,20 bei ihrer EM-Finalpremiere auf Platz acht. 

Es gewann Ungarns Ausnahmeathletin Katinka Hosszu .Die "Iron Lady" sicherte sich zudem im Finale über 100 Meter Lagen in 56,67 Sekunden überlegen den Titel und blieb dabei drei Hundertstelsekunden unter ihrer eigenen Bestmarke. Zuvor war Hosszu bereits über 400 Meter Lagen (4:19,46 Minuten) Weltrekord geschwommen.

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