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FIFA-Ethikkommission: Urteilsbegründung an Blatter und Platini

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Ethikkommission: Urteilsbegründung an Blatter und Platini

09.01.2016, 14:16 Uhr | dpa

FIFA-Ethikkommission: Urteilsbegründung an Blatter und Platini. Joseph Blatter und Michel Platini haben nun drei Tage Zeit zu erklären, ob sie in Berufung gehen wollen.

Joseph Blatter und Michel Platini haben nun drei Tage Zeit zu erklären, ob sie in Berufung gehen wollen. Foto: Marcus Brandt. (Quelle: dpa)

Zürich (dpa) - Joseph Blatter und Michel Platini können nun gegen ihre Sperre von acht Jahren durch die FIFA-Ethikkommission vorgehen. Beide Funktionäre erhielten die schriftliche Urteilsbegründung, teilte die Ethikkommission mit.

Blatter als gesperrter Präsident des Fußball-Weltverbandes und Platini, der ebenso gesperrte Präsident der Europäischen Fußball-Union UEFA, haben nun drei Tage Zeit zu erklären, ob sie in Berufung gehen wollen. Dem schließt sich eine Frist von weiteren sieben Tagen an, in der die Berufung schriftlich begründet werden muss.

"Wir bestätigen, dass wir in der Nacht von Freitag auf Samstag die Urteilsbegründung erhalten haben. Wir werden sie lesen, analysieren und Montag Berufung vor dem Berufungskomitee einreichen", sagte Platinis Anwalt Thibaud d'Alès der französischen Nachrichtenagentur AFP

Beide Funktionäre hatten bereits Einsprüche angekündigt. Blatter erklärte nach der Urteilsverkündung im Dezember, sowohl beim Berufungskomitee der FIFA als auch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch einzulegen. Auch ein Einspruch bei zivilen Schweizer Gerichten ist nach Auffassung der Blatter-Anwälte möglich. Die FIFA hatte Platini darauf hingewiesen, dass er vor einem Gang vor den CAS zunächst vor das FIFA-Berufungskomitee ziehen müsse.

Blatter und Platini waren vergangenen Monat für jeweils acht Jahre gesperrt worden. Grund war eine Zahlung von zwei Millionen Franken aus dem Jahr 2011 von der FIFA an Platini. Blatter hatte dies als verspätetes Gehalt wegen Platinis Tätigkeit als Präsidentenberater in den Jahren 1999 bis 2002 erklärt.

Thailands Verbandspräsident Worawi Makudi bleibt weitere 45 Tage gesperrt. Das ehemalige Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees war Mitte Oktober wegen des Verdachts auf Korruption und Veruntreuung von Geldern zunächst für 90 Tage suspendiert worden.

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