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Doping: Wada-Ermittler Younger fordert internationale Ermittlungseinheit

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Doping  

Younger fordert internationale Ermittlungseinheit

10.01.2016, 10:54 Uhr | dpa

Doping: Wada-Ermittler Younger fordert internationale Ermittlungseinheit. Dopingjäger Günter Younger fordert eine internationale Sondereinheit zur Überführung von Doping-Straftätern.

Dopingjäger Günter Younger fordert eine internationale Sondereinheit zur Überführung von Doping-Straftätern. Foto: Frank Rumpenhorst. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der Sonderermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur, Günter Younger, hat sich für die Einrichtung einer internationalen Einheit von Strafverfolgern im Sport ausgesprochen.

Diese solle "ohne Rücksicht auf Titel und Rang überall überprüfen" dürfen, ob die Regeln eingehalten werden, sagte der Münchner Kriminaldirektor der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Vorbild für die Sondereinheit könne die Ermittlungsgruppe der WADA sein, in der Younger mit Dopingjäger Richard Pound und dem Sportrechts-Experten Richard McLaren zuletzt systematischen Sportbetrug in Russland nachwiesen.

"Ich bin überzeugt, dass in naher Zukunft eine solche Einheit, wie wir sie gebildet haben, dauerhaft eingerichtet wird", sagte Younger. Allerdings benötige die WADA für weitere Erfolge im Kampf gegen Doping und Korruption "nicht nur mehr Geld, sondern auch die richtigen Leute", sagte der Polizist.

Younger regte an, dass die WADA ihren Umgang mit Kronzeugen professionalisieren müsse. Zudem schlug er vor, in jedem größeren Sportverband einen Compliance-Beauftragten zu beschäftigen. Dieser Zuständige für regelkonformes Verhalten solle interne Ermittlungen einleiten können. Regelverstöße und kriminelle Machenschaften müssten bestraft werden. "Kein Sportfunktionär steht über dem Gesetz", mahnte Younger.

Die WADA-Sonderermittler wollen in München den zweiten Teil ihres Berichts vorlegen. Es wird erwartet, dass der Skandal um Doping um Russland noch weitere Kreise zieht. "Wenn wir diese Informationen in die Welt geben, wird es einen Wow-Effekt geben", hatte der frühere WADA-Chef Pound bereits angekündigt.

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