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Fußball - Wembley und Kießling: Tordebatten haben Tradition

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Fußball  

Wembley und Kießling: Tordebatten haben Tradition

22.01.2016, 04:42 Uhr | dpa

Fußball - Wembley und Kießling: Tordebatten haben Tradition. Manuel Neuer kassierte 2010 in Bloemfontein ein Gegentor, das aber nicht gegeben wurde.

Manuel Neuer kassierte 2010 in Bloemfontein ein Gegentor, das aber nicht gegeben wurde. Foto: Jon Hrusa. (Quelle: dpa)

Nyon (dpa) - Nach der FIFA und dem DFB stehen auch bei der UEFA die Zeichen auf eine Einführung der Torlinientechnik. Bei ihrer Sitzung in Nyon beraten Europas führende Fußball-Funktionäre am heutigen Freitag über die Hilfe für Referees.

Die Gretchenfrage des Fußballs, Tor oder kein Tor, könnte damit auch im Europacup und bei Europameisterschaften bald durch hochauflösende Kameras oder Radarsignale entschieden werden. Beispiele für knifflige - und vor allem falsche - Entscheidungen gibt es genug.

DAS WEMBLEY-TOR: Die Mutter aller Tordebatten. Beim WM-Endspiel 1966 zwischen England und Deutschland im Wembleystadion fliegt der Schuss von Geoff Hurst in der Verlängerung von der Querlatte nach unten. Bis heute ist ungeklärt, ob der Ball auf der Linie oder im Tor war. Referee Gottfried Dienst entscheidet nach Befragung des Linienrichters Tofiq Bahramow auf Tor. England geht 3:2 in Führung und gewinnt letztlich 4:2. Torlinientechnik gibt es damals noch lange nicht. Selbst die Zeitlupe der Fernsehbilder gibt Jahrzehnte später keinen sicheren Aufschluss.

DER TORKLAU VON BLOEMFONTEIN: 34 Jahre nach Wembley heißt das Duell bei der WM 2010 in Südafrika wieder Deutschland gegen England. Diesmal im Achtelfinale von Bloemfontein. Deutschland führt 2:1. Ein Schuss von Englands Frank Lampard landet dann ziemlich deutlich hinter der Linie. Nur Schiedsrichter Jorge Larrionda sieht das nicht. Fußball-England schäumt nach dem WM-Aus durch das 1:4. FIFA-Chef Joseph Blatter ändert unter dem öffentlichen Druck seine konservative Haltung. Bei der nächsten WM in Brasilien 2014 gibt es erstmals die Torlinientechnik.

DIE UKRAINE IM PECH: Marko Devic erzielt für Gastgeber Ukraine bei der EM 2012 gegen England ein Tor. Die TV-Bilder zeigen, dass John Terry erst hinter der Linie klärt. Aber trotz Torassistenten entscheidet Referee Viktor Kassai, der diese Bilder nicht begutachten kann, nicht auf Tor. Die Ukraine verliert 0:1 und scheidet aus dem Turnier aus. Trotz der klaren Benachteiligung führt die UEFA den Kurs ihres Präsidenten Michel Platini fort. Torlinienassistenten ja, Torlinientechnik nein. Auch für den unglücklichen Kassai ist das Turnier beendet.

DAS PHANTOMTOR VON SINSHEIM: Auch in der Bundesliga bleibt Torlinientechnik lange tabu - primär aus Kostengründen. Doch dann köpft Leverkusens Stefan Kießling gegen Hoffenheim im Oktober 2013 den Ball durch ein zu großes Loch im Netz hindurch von außen ins Tor. Referee Felix Brych begeht einen fatalen Fehler und entscheidet auf Tor. Obwohl es alle besser wissen, hat der Treffer und der Leverkusener Sieg auch vor dem DFB-Gericht Bestand. So sind die Regeln. Doch es setzt ein Umdenken in der Liga ein. Seit der laufenden Saison gibt es die Torlinientechnik auch im deutschen Fußball.

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