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HSV und 1. FC Köln verpassen den Befreiungsschlag

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Spielbericht  

HSV und Köln verpassen den Befreiungsschlag

07.02.2016, 17:16 Uhr | sid

HSV und 1. FC Köln verpassen den Befreiungsschlag. Hamburgs Josip Drmic (re.) und Kölns Simon Zoller (li.) kämpfen um den Ball.  (Quelle: dpa)

Hamburgs Josip Drmic (re.) und Kölns Simon Zoller (li.) kämpfen um den Ball. (Quelle: dpa)

Der Hamburger SV hat nur mit viel Mühe eine Kölner Karnevalsfeier in der Hansestadt verhindert: Einen Tag vor Rosenmontag und dem 50. Geburtstag ihres Trainers Bruno Labbadia erkämpften sich die Hanseaten ein 1:1 (0:1) gegen den 1. FC Köln.

Damit entging der HSV seiner vierten Heimniederlage in Serie, bleibt aber in gefährlicher Nähe zum vier Punkte entfernten Relegationsplatz 16.

Zoller zur Führung, Müller gleicht aus

Simon Zoller brachte die Gäste vor 51.999 Zuschauern nach einem kapitalen Bock von HSV-Kapitän Johan Djourou in Führung (41. Minute). Nach einem leichtfertigen Abspielfehler des Schweizers traf der Angreifer mit einem trockenen Rechtsschuss. Nach dem Wechsel glich Nicolai Müller per fulminantem Linksschuss in den linken Winkel aus (47.).

Der FC verpasste es damit, während der fünften Jahreszeit die Europacup-Hoffnungen seiner jecken Anhänger zu nähren. Mit 26 Punkten stimmt die Bilanz von Trainer Peter Stöger jedoch.

HSV-Neuzugang Drmic wirkt hilflos

Kein Spielwitz, kaum Offensiv-Power: Der HSV enttäuschte in den ersten 45 Minuten und wachte erst nach der Pause auf. Dabei hatte Labbadia nach zuvor nur 21 Treffern in 19 Spielen erstmals Winter-Zugang Josip Drmic gebracht. Doch auch die Leihgabe von Borussia Mönchengladbach konnte die lahmende Offensive der Gastgeber zunächst nicht beflügeln.

Nach einem ersten Warnschuss von Kölns Anthony Modeste (5.) suchte der HSV mit ein wenig Wucht zwar nach einer Lücke in der Dreierkette der Domstädter, die Marcel Risse und Filip Mladenovic auf den Außen zeitweise zu einer Fünferkette ergänzten. Doch weder Sturmspitze Pierre-Michel Lasogga noch Drmic, der auf den Außenbahn viel Defensivarbeit verrichten musste, kamen in der Anfangsviertelstunde zum Abschluss, die erste Drangperiode entpuppte sich als Strohfeuer.

Mladenovic mit Geniestreich - Adler hält stark

Köln wartete geduldig auf Konter und bekam vom HSV durch leichtfertige Ballverluste immer wieder Chancen serviert. Erst sorgte Mladenovic mit einem Schuss aus spitzem Winkel für etwas Aufregung bei HSV-Schlussmann René Adler (25.). 13 Minuten später klatschte ein Kopfball von Anthony Modeste nach einer Ecke an die Latte, bevor Zoller traf.

Rudnevs bringt Schwung rein

Nach dem Wechsel plötzlich ein völlig anderes Bild: Mit dem für Lasogga eingewechselten Artjoms Rudnevs drängte der HSV nach dem sofortigen Ausgleich auf die Führung. Gojko Kacar scheiterte per Fernschuss nur knapp am glänzend reagierenden Timo Horn (50.). Doch auch der FC fing sich schnell und wurde immer wieder gefährlich.

Mladenovic zwang Adler aus 25 Metern zu einer großen Tat (58.), kurz danach wurde es noch brenzliger für den früheren Nationaltorwart. Einen Freistoß von Marcel Risse lenkte Adler an die Latte. In der Schlussphase wollten beide Teams den Sieg, ein weiteres Tor fiel aber nicht mehr.

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