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Bundesliga: Hannover 96 verliert auch gegen den FC Augsburg

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Spielbericht  

Schlusslicht Hannover taumelt Abstieg entgegen

21.02.2016, 19:27 Uhr | dpa

Bundesliga: Hannover 96 verliert auch gegen den FC Augsburg. Zweikampfverhalten: Der Augsburger Jeffrey Gouweleeuw (links) und Hannovers Edgar Prib streiten um den Ball. (Quelle: dpa)

Zweikampfverhalten: Der Augsburger Jeffrey Gouweleeuw (links) und Hannovers Edgar Prib streiten um den Ball. (Quelle: dpa)

Hannover 96 hat seinen Sturzflug auch im Keller-Duell gegen den FC Augsburg nicht stoppen können. Im fünften Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Schaaf verlor der Tabellenletzte der Bundesliga zum fünften Mal und scheint nach der bitteren 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen die Augsburger nicht mehr zu retten.

Der FCA gewann hingegen drei wichtige Punkte im Abstiegskampf und kletterte auf Platz 13. Dank des frühen Treffers von Ja-Cheol Koo (14.) verschaffte sich Augsburg mit dem ersten Rückrunden-Sieg vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Kiyotake kehrt zurück - Startelfdebüt für Finnbogason

Auch das Comeback des Hannoveraner Hoffnungsträgers Hiroshi Kiyotake bescherte den Niedersachsen nicht die Wende zum Guten. Der Japaner kam in der zweiten Hälfte erstmals seit November wieder zum Einsatz, das ersehnte Erfolgserlebnis aber blieb vor der Hannoveraner Saison-Minuskulisse von nur 32.400 Zuschauern aus.

In dem richtungsweisenden Abstiegsduell waren die Augsburger von zwei schwachen Teams noch das effektivere und engagiertere. Drei Tage nach dem 0:0 in der Europa League gegen den FC Liverpool wollten die Gäste das motivierende Remis unbedingt für den Bundesliga-Alltag nutzen. Auf fünf Positionen hatte FCA-Trainer Markus Weinzierl sein Team verändert, der isländische Neuzugang Alfred Finnbogason aus Island gab sein Startelfdebüt.

Gülselam und Prib machen Weg frei für Koo

Stürmer Raul Bobadilla fehlte wegen einer Muskelverletzung. Das Toreschießen übernahm daher ein anderer. Der Südkoreaner Koo schloss eine feine Einzelleistung mit einem überlegten Schlenzer ins lange Eck ab. Ceyhun Gülselam und Edgar Prib waren vorher ungeschickt zusammengestoßen und machten so den Weg frei für den flinken Koo. Die Aktion stand sinnbildlich für die aktuelle Situation der Niedersachsen.

Verunsichert und unkonzentriert gingen die 96er ihrer Arbeit nach. Uffe Bech probierte es aus der Distanz, scheiterte aber am Augsburger Schlussmann Marwin Hitz (18.). Ansonsten lief vor der Pause bei den Gastgebern so gut wie gar nichts zusammen. Das Aufbauspiel war nicht existent. Kamen die 96-Profis an den Ball, verloren sie ihn schnell. Artur Sobiech als einsame Spitze bekam fast keine Anspiele. Salif Sané und Prib als zentrale Mittelfeldspieler in einer Viererreihe waren mit dem Spielaufbau überfordert.

Augsburg verpasst frühzeitige Entscheidung

Mit der Hereinnahme von Kiyotake (für André Hoffmann) und Almeida (für Prib) stellte Schaaf das taktische System von 4-1-4-1 auf eine Mittelfeld-Raute mit zwei Stürmern um. Besser wurde es dadurch kaum. Kiyotake konnte sich selten durchsetzen, Almeida fiel durch einen Ellbogenstoß gegen Dominik Kohr (73.) und ein Abseits-Tor (81.) auf.

Augsburg hatte nach dem kräftezehrenden Spiel gegen die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp am Donnerstag leichtes Spiel und dominierte das Geschehen. Ohne spielerisch zu glänzen, verteidigten die Gäste ihren knappen Vorsprung über die Zeit. Koo (84.) und der eingewechselte Tobias Werner (86.) hätten mit dem 0:2 alles klar machen können, vergaben aber. Bei Hannover zeigte nur Torwart Ron-Robert Zieler Erstliga-Niveau und verhinderte Schlimmeres.

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